Redaktionsübersicht

Nelli Tügel

Nelli Tügel

Jahrgang 1984, war von Juni 2017 bis Juni 2019 Redakteurin und Ressortleiterin im Politikressort des "nd". Studium der Skandinavistik und Geschichte in Berlin. Schreibt über die EU, West- und Nordeuropa sowie die Türkei. Interessiert sich für Geschichte und Gegenwart von Arbeiterbewegungen, Gewerkschaften und Linken.

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Aktuelle Beiträge von Nelli Tügel

Im thüringischen Bischofferode erhebt sich ein roter Berg.

Erhobenen Hauptes inmitten der Niederlage

Bischofferode wurde 1993 zum Symbol der Treuhand-Politik. Ehemalige Bischofferoder Kumpel erinnern an den Arbeitskampf von damals und fordern eine politische Aufarbeitung der Ereignisse.

Bekleckert sich im Fall Damiano Quinto gerade nicht mit Ruhm: die Gewerkschaft ver.di.

Abgemahnt

Er hat sich als Gewerkschafter mit H&M angelegt, doch nun geht ver.di gegen ihn vor. Die Gewerkschaft hat ihren Mitarbeiter Damiano Quinto abgemahnt. Er teilte einen kritischen Artikel zur Arbeit von ver.di auf Facebook.

Skandal mit Ankündigung

Was Staatspräsident Erdoğan angedroht hatte, ist nun geschehen: Wie 2016 wurden HDP-Bürgermeister abgesetzt und durch Zwangsverwalter der Regierung ersetzt. Mehr als 400 Menschen wurden verhaftet.

Eine Bewegung vor Gericht

In Silivri bei Istanbul wird über 16 Menschen Gericht gehalten, die angeblich die Gezi-Park-Bewegung 2013 initiiert haben sollen. Mit dem Prozess soll der Massenprotest nachträglich delegitimiert werden.

Eigensinn statt Aufbegehren

»Eigensinn im Bruderland« stellt die Erinnerungen von neun Menschen in den Mittelpunkt, die als Vertragsarbeiter, Studierende oder politisch Verfolgte in die DDR kamen.

Der wohlfeile Weg

Die dänischen Rechten verloren Stimmen, aber die Sozialdemokraten haben ihr Programm kopiert - und werden es mit den Parteien des «roten Blocks» kaum durchsetzen können. Ein zweifelhafter Erfolg, an dem sich Sigmar Gabriel ein Beispiel nehmen will.

Mal kurz sacken lassen, bitte!

Linke in ganz Europa haben einen bitteren Wahlsonntag erlebt. Aus unterschiedlichen Gründen sicherlich, aber im Gesamtbild verheerend, konnten verschiedene Modelle linker Politik nicht reüssieren. Labour in Großbritannien ist nun auch unter die Räder des Brexit gekommen...

Wechselkurse und Wahlvolk

Das Europäische Parlament gibt es schon viel länger als die EU. Als es 1979 erstmalig gewählt wurde, bestand »Europa« noch aus neun Staaten - und wollte unabhängiger werden vom US-Dollar.

GroKla für GroKo

Die Europawahlen sind eine derbe Klatsche für Unionsparteien und Sozialdemokratie - und für die Linkspartei, die ein Ergebnis wie zu PDS-Zeiten einfuhr.

Hänge-Party

Die Tories wollen keine Neuwahlen aus Angst vor Machtverlust, die EU besteht auf dem mit May ausgehandelten Brexit-Deal als »alternativlos«. Beides ist unverantwortlich.

Zeit für einen Linksruck

Die Regierung in Österreich seht für die Bekämpfung von Migrantinnen und Migranten, Rassismus und Kürzungen bei den Schwächsten. Nichts wäre angemessener, als diesem Spuk mit einem Linksruck zu begegnen.

Kein weiter so, aber auch nicht zurück

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat Neuwahlen angekündigt. Die Regierungskrise erwischt die Linke im Land kalt. Nun ist es möglich, aber auch dringend nötig, sich neu aufzustellen.

Alle unter einem Dach

Der Berliner Sonntags-Club ist seit Jahrzehnten eine queere Institution im Ostteil der Stadt. Zu Wochenbeginn wurde er für sein Engagement ausgezeichnet. Eine Mieterhöhung gefährdet allerdings den Fortbestand des Vereins.

Kardinal Elektro

Konrad Krajewski ist Päpstlicher Almosenier. Er sorgt seit ein paar Tagen für Wirbel, weil er eigenhändig die abgestellte Stromversorgung für ein besetztes Haus in Rom wieder einschaltete. Dafür wurde er angezeigt, von Salvini angeböbelt - und von vielen anderen Menschen gefeiert.

Nicht schwanger werden

»Unsere reproduktiven Rechte werden ausgelöscht. Solange Frauen nicht legal über ihren eigenen Körper bestimmen dürfen, können wir keine Schwangerschaft riskieren. Schließen Sie sich mir an, indem Sie keinen Sex haben, bis wir wieder körperliche Autonomie erlangen«. Die...

Wählen wie alle

Christel T. ist eine von Hunderttausenden wohnungslosen Menschen in Deutschland. Sie dürfen wählen, die Hürden aber, das Wahlrecht in Anspruch nehmen zu können, sind hoch. In Berlin informieren beispielsweise nur drei Bezirke im Internet über die Wahlmöglichkeiten.

Klassenkämpferin

Kapitalisten meiden in der Bundesrepublik meist die Öffentlichkeit. Anders Verena Bahlsen, 25-jährige Keks-Erbin und »Food-Forscherin«. Sie sucht nach dem »Essen der Zukunft«. Die Wirtschaft der Zukunft ist in ihren Augen der Kapitalismus.

Was wir uns schulden

Solidarität ist weder dasselbe wie Empathie, noch folgt sie ohne weiteres aus dieser, erklärt Heinz Bude in seinem neuen Buch. Solidarität brauche nicht gegenseitiges Zuhören, sondern »etwas Drittes«, ein »größeres Wir«.

Mehr als Utopie

Ralf Stegners Versuch, Kevin Kühnerts Aussagen zu entschärfen, indem er sie in den Bereich des Utopischen verwies, ist misslungen.