Redaktionsübersicht

Nelli Tügel

Nelli Tügel

Jahrgang 1984, Ko-Ressortleiterin Politik. Studium der Skandinavistik und Geschichte in Berlin. Schreibt über die EU, West- und Nordeuropa sowie die Türkei. Interessiert sich für Geschichte und Gegenwart von Arbeiterbewegungen, Gewerkschaften und Linken.

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Aktuelle Beiträge von Nelli Tügel

Sie sind überall

Gelbwesten gibt es auch im französischen Reims, das in Deutschland für die Entfremdung der Linken von den Arbeitern steht. In ganz Frankreich zeigen sich dieser Tage die Folgen der von Didier Eribon beschriebenen Entfremdung.

Die gelbwesten haben genau verfolgt, was Macron in seiner Ansprache zu sagen hatte.

Wer zahlt?

Dass Frankreichs Präsident Macron auf die Proteste der Gelbwesten reagieren musste, ist zweifelsohne zunächst einmal ein Erfolg für die Bewegung. Die angekündigten Maßnahmen an sich sind es hingegen kaum.

Aus der Tube entwischt

Ob neue Regeln zur Vergabe von Studienplätze oder höhere Studiengebühren für Ausländer, Macron bringt Schüler und Studierende gegen sich auf. Am Dienstag folgt der nächste nationale Aktionstag.

Demonstranten stehen vor dem Arc de Triomphe.

Jetzt erst recht

Auch nachdem die französische Regierung zu Beginn der Woche die geplante Steuererhöhung zurückgezogen hat, gab es am Samstag in ganz Frankreich Proteste. Den Demonstranten geht es schon längst nicht mehr nur um Steuererhöhungen.

Planlos auf beiden Seiten der Barrikade

Paris hat den Atem angehalten - und dann hat es geknallt. Die Bilder der Riots sind nun allgegenwärtig. Sie überlagern, was am Samstag zumindest in der Hauptstadt deutlich wurde: Auf keiner Seite der Barrikade gibt es einen Plan.

Matteo Salvini, italienischer Innenminister von der rechten Lega

Wo bleibt der Aufschrei?

Matteo Salvini zieht seine rassistische Austeritätspolitik weiter durch, wie das nun durch die Abgeordnetenkammer gebrachte »Sicherheitsdekret« zeigt. Anders als das UN-Dokument zu Migration, wäre das Grund für einen Aufschrei auch in Deutschland.

Baha Güngör auf der Frankfurter Buchmesse

Auf Augenhöhe

Als dieses Jahres in der Türkei gewählt wurde, war er noch als hellwacher Kommentator zu erleben. Nun ist er verstummt. Am 22. November starb Baha Güngör im Alter von 68 Jahren nach schwerer Krankheit in Köln.

Boris Johnson

Einflussreiche Nordiren

Am Samstag beginnt der Parteitag der nordirischen Democratic Unionist Party, auf deren zehn Abgeordnete im nationalen Parlament Theresa Mays Minderheitsregierung angewiesen ist. Die DUP lehnt das ausgehandelte Brexit-Abkommen vehement ab.

Scheidungspapiere

16 Monate lang wurde gehandelt, geschimpft, gedroht und gezockt. Nun liegt seit zehn Tagen der Entwurf für ein Brexit-Abkommen vor. Auf 585 Seiten wird die Scheidung zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union geregelt. Wir haben uns den Entwurf genauer angeschaut.

Wessen »Durchbruch«?

Von Beginn an haben Linke in der Debatte um den Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU keine gute Figur gemacht. Auch, weil das Referendum im Juni 2016 Antworten auf eine Frage verlangte, die so nicht gestellt werden sollte.

Mit dem Rücken zur Wand

Konnte die DUP im vergangenen Dezember einen ganz ähnlich lautenden Deal noch platzen lassen, setzt May jetzt darauf, dass im Angesicht eines nahenden No-Deal-Brexits die Nordiren und die Brexit-Fanatiker unter den Tories doch klein beigeben.

Der Mythos der Bundesrepublik

Vergessener Kampf: Im November 1948 gab es in Westdeutschland einen Generalstreik, an dem sich Millionen beteiligten. Dieser trug maßgeblich dazu bei, dass es in der frühen Bundesrepublik einen sozial gezähmten Kapitalismus gab.

Am Ende konkurrenzlos: Frans Timmermans

Der einzige Konkurrent von Frans Timmermans zog zu Beginn dieser Woche seine Kandidatur zurück. Damit ist die Aufstellung des Niederländers Anfang Dezember nur noch eine Formalie.

»Von Rassismus wurde nicht gesprochen«

In Duisburg fand am 26. August 1984 ein Brandanschlag statt. Sieben Menschen aus einer Familie aus Adana starben. Die »Initiative DU 26. August 1984« setzt sich gegen das Vergessen und für eine Aufklärung des Falls ein.

Vermeintlich hehre Anliegen

Es läuft gut bei den deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen - und das ist verstörend. Denn obgleich alle von »Normalisierung« schwafeln, kann davon für viele Menschen in der Türkei keine Rede sein. Zwar behauptete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Freitag z...

Im Namen des Vaters

Erdoğan verdrängt Atatürk, den Gründer der Türkei, aus der Öffentlichkeit. Und der Laizismus, einst Merkmal der Republik, wird mit Hochdruck abgewickelt. Doch gibt es überdies viele Kontinuitäten zwischen dem alten Kemalismus und der »neuen« Türkei.

Verbreiter von Ressentiments

Italien und die Europäische Union, das ist - so hat der Zank um den Haushalt in den vergangenen Tagen deutlich gezeigt - derzeit nicht die einfachste Beziehung. Als eine Art Wanderer zwischen den Welten gilt Antonio Tajani, seit Januar 2017 Präsident des Europäischen Pa...

Aufsteherin

Ihr Video ging um die Welt: Elin Ersson, 21 Jahre alt, verhinderte am 23. Juli dieses Jahres die Abschiebung eines Mannes aus Schweden nach Afghanistan. Nun drohen der Studentin sechs Monate Haft.

Opfergabe für Anel

»Mit Herzensschmerz« habe er die Entscheidung akzeptiert. So kommentierte Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras den Rücktritt seines Außenministers Nikos Kotzias. Ganz so gelassen herzlich dürfte dieser das nicht sehen. Es heißt, der 67-jährige Volkswirt und Polit...

Suche nach Wegen aus der Brexit-Klemme

Kurz vor dem Beginn des EU-Gipfels zum Brexit hielt die Kanzlerin eine Regierungserklärung im Bundestag - und versuchte sich in Optimismus.