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Paula Irmschler

Die freie Autorin kümmert sich in ihrer Kolumne "Abgebügelt" alle 14  Tage um Dinge, denen man nur mit Heißdampf begegnen kann. 

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Aktuelle Beiträge von Paula Irmschler

Wenigstens ist ein schwangerer Bauch erlaubt. Aber auch nur der.

Bauchgefühle

Frauen! Habt ihr schon eure Sommerfigur? Mütter, die ihr gerade entbunden habt, habt ihr euch schon wieder auf Idealgewicht getrimmt? Schwangere, wieso seid ihr nicht im Herbst und Winter schwanger gewesen, statt jetzt euren Bauch spazieren zu tragen? Und ihr Schlanken: Sorry, aber auch da geht noch was.

Polizeifoto vom Musiker R. Kelly. Darf man seine Musik noch hören? Die Frage sollte eher lauten: Wollen Sie das wirklich?

Darf-Bedarf

Jedes Mal, wenn herauskommt, dass ein Mann sexuellen Missbrauch verübt hat, lautet eine der ersten Fragen: Darf man noch die Kunst solcher Täter konsumieren? Die Frage ist doch eher, ob man diese Kunst noch konsumieren will.

Porridge Schmorridge

Alle essen jetzt Porridge. Liebe Leute. Haferflocken und Milch, das nennt man Haferschleim oder Haferbrei, was ist eigentlich los? Das hat man früher gegessen, wenn man nichts anderes im Haus hatte oder krank war.

Früchte des Zorns

True Fruits macht gern Witze über schwarze Menschen und Frauen. Bei Kritik wird zurückgeschossen. Und sie inszenieren sich als Rebellen, um sich nicht bewusst werden zu müssen, wie durchschnittlich sie eigentlich sind.

Mythos Gebärmaschine

Es ist 2019, und wir haben ja sonst nichts zu tun, als immer wieder durchzukauen, was längst zivilisatorischer Standard sein sollte: Frauen sind keine Gebärmaschinen, deren größtes Ziel die Mutteridentität ist.

Der Kinderratschlag

Gut, dass ich nie zu Ärzten oder sonst wohin gehe. Immer wieder höre ich von Freundinnen, dass ihre Frauenärztinnen, ihre Ohrenärztinnen, ihre Zehennagelärztinnen, ihre Busfahrerinnen, ihre Steuerberaterinnen, ihre Mütter, Großmütter, Cousinen elften Grades oder der hei...

Gewaltfreie Sprache

Wenn es um Vergewaltigung geht, wird in Medien von »Sex« gesprochen und Femizide werden zu »Beziehungsdramen«. Sexuelle Gewalt lässt sich aber nur verhindern, wenn sie auch endlich als das gesehen wird, was sie ist: ein Verbrechen.

Pfeile gegen Links

Irgendwelche Linksaussteiger-Programme gibt es alle Jubeljahre, ob als Idee oder tatsächlich. Aber immer als Witz. Während sich nun aus allen möglichen Behörden die Skandalmeldungen über rechte Mitglieder überschlagen, wurden Plakate für das sogenannte Aussteigerprogramm ›left‹ prämiert.

Weil Beschäftigte von Amazon streiken, könnten viele Pakete zu spät bei den Kund*innen eintreffen.

Beschwererei

Oh, euer blödes Amazon-Riesenpaket mit darin enthaltenem Scheiß, der in Hunderte Plastiktüten verpackt wurde, kommt nicht einen Tag nach der Bestellung und schon gar nicht um Punkt 19 Uhr bei euch an? Hiermit kündige ich jede Zusammenarbeit mit Leuten auf, die sich beschweren. Ich streike.

Weihnachten ist falsch

Jetzt geht die Scheiße wieder los: Menschen verherrlichen das Rumstehen in der Kälte, verbrennen sich an vier Euro teurem Gewürzwein die Zunge und wollen, dass man irgendwo hinkommt, wo dieser Irrsinn auch noch symbolisch aufgeladen wird. Geniale Idee: Nicht hingehen!

Gute Tipps

Nach Vergewaltigungen wie der in Freiburg verkleinern Ratschläge an Frauen deren Raum und erziehen sie zu keuschen Wesen. Stattdessen sollte es Tipps für Männer geben, wir müssen Rape Culture endlich gesellschaftlich ernst nehmen.

Sensible Inhalte

Ein großer Brocken Knete liegt in einem Raum. Eine Vagina, bunt und schön. Leyla Hussein demonstriert daran, wie weibliche Genitalverstümmelung abläuft. Es ist eine Szene aus dem Dokumentarfilm »#Female Pleasure«.

Betroffenheit ohne Betroffene

In Freiburg wurde eine junge Frau von mutmaßlich acht Männern vergewaltigt. Diese Tat ist unvorstellbar grausam, sie ist Zeugnis eines Terrors gegen Frauen und sie ist deswegen auch politisch. Die Reaktionen sind erwartbar, aber deshalb nicht erträglicher.