Redaktionsübersicht

Stephan Kaufmann

Stephan Kaufmann
Stephan Kaufmann (53) arbeitet als freier Autor für die neue Wochenendausgabe des "nd". Er studierte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Seit 30 Jahren schreibt er für Zeitungen, seit 25 Jahren arbeitet er als Wirtschaftsredakteur, zuletzt für die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung, den Kölner Stadtanzeiger und das Wochenblatt Freitag. Seine Themenschwerpunkte liegen bei der „großen Wirtschaft“: Konjunktur und Krise, Finanzmärkte und Währungen, Handel und Verteilung. Kaufmann hat einige Bücher und zahlreiche Bildungsmaterialien verfasst, unter anderem zur Euro-Krise, zur Funktion der Finanzmärkte und zur Ungleichheit in Deutschland.
Aktuelle Beiträge von Stephan Kaufmann:
Schneebälle im Frühling

Schnell reich werden, wer wollte das nicht? Vor ziemlich genau 101 Jahren entwickelte zu diesem Zweck der vielleicht berühmteste Betrüger der Finanzgeschichte, Charles Ponzi, seine Masche, die bis heute als »Ponzi-System« bekannt ist. Material seines Betrugs waren Inter...

Was tun gegen Armut?

Ökonomen stellen sich manchmal sehr eigenartige Fragen. Zum Beispiel, wie die Wirtschaft bloß all die Menschen aushalten soll. Insbesondere jene, denen man schon eine Arbeit verweigert. Das Ergebnis ist überraschend klar.

Kaum gottgefällig

Angetrieben durch Impfstoffe und rekordhohe Staatsverschuldung erleben die Finanzmärkte seit Monaten einen Höhenrausch. Doch auch die Abstürze sind heftig: Mal schießen plötzlich die Zinsen in die Höhe und nähren die Furcht vor einem Crash, dann wieder bringt eine Mini-...

Ein sehr patriotischer Plan

Gute Jobs, Klimaschutz, Forschung und Innovation - das neue Billionenpaket der US-Regierung ist eine Wundertüte. Aber nicht nur das, der Plan ist auch eine Kampfansage an die Wettbewerber in Europa und vor allem an China.

Streitfall auf der politischen Bühne, Mittel gegen schwere Krankheitsverläufe: Der Impfstoff von Astra-Zeneca wird in einer Kirche in Sheffield (Nordengland) verabreicht.
Auch Multis haben eine Heimat

Die EU steht in der Kritik, weil sie bei Covid-19-Impfung weit hinter den USA und Großbritannien zurückliegt. Der Impfstoffkrieg zeigt dabei, welche Sitten derzeit auf dem Weltmarkt herrschen.

Nebenwirkungen des Impfens

Die Corona-Pandemie hat die Welt im Griff. Impfstoff ist fast überall noch knapp, was zu einem globalen »vaccine-race« führt, also zu einem Kampf der Länder um die Mangelware. Bei der Verfügbarkeit über das knappe Gut geht es nicht nur um die Gesundheit der Bevölkerung,...

Interesse erblich veranlagt? Die Börsenkurse
Jetzt neu: Das Börsen-Gen

Der Mensch ist für den Kapitalismus nicht gemacht. Er wird krank, altert und leidet an galoppierender Risikoscheu, was ihm die Aktienanlage verleidet. Die Neigung zur Aktienanlage, haben US-Wissenschaftler nun herausgefunden, ist genetisch bedingt.

Treiber der technischen Entwicklung, Mittel für Profite und Instrument im globalen Machtkampf: Computerchips haben viele Aufgaben, je nach Verwendungszweck.
Kalter Krieg im Computer

Computerchips sind die Grundlagentechnologie der digitalen Welt. Wer die leistungsfähigsten hat, sticht die anderen aus, auf dem Markt wie im Krieg. Chips stehen daher im Zentrum der Konkurrenz zwischen den USA, China und der EU.

Preise und Klasse

»Reflation Game« heißt das Spiel, das derzeit an den Weltfinanzmärkten gespielt wird - Anleger setzen auf ein Anziehen der Inflationsrate. Unter den Tisch fällt dabei, dass Inflation kein makroökonomisches »Phänomen« ist, das »uns alle« bedroht, sondern eine Klassenfrage.

Parkende Ferraris sind sauber

Kapitalismus und Klimaschutz sind kein Gegensatz, heißt es oft, und weil das nicht ganz stimmt, hat diese Woche die Stiftung Familienunternehmen ihren Wissenschaftlichen Beirat schon mal vor zu viel Klimaschutz warnen lassen, genauer: davor warnen lassen, »die Konjunktu...

Was uns Gamestop nicht lehrt

Kleinanleger tricksen Hedgefonds aus: Jüngst erzählten die organisierten Spekulationen mit Aktien des Online-Spielehändlers GameStop eine schöne Geschichte von David und Goliath. Doch transportierte die Saga auch falsche Vorstellungen vom Wesen der Börsen.

Und das Wort wurde Geld

Wie läuft Präsenzunterricht in der Pandemie? Ein Lehrer springt zwischen drei Klassen hin und her, Schüler tragen Handschuhe und Mütze. Beim Digitalunterricht fällt die Software aus. Wie viel Stoff vom Lehrplan schafft man da eigentlich? Vielleicht sollte man dieses Jahr – und überhaupt! – lieber gar keine Noten geben.

Was ein Impfstoff alles leistet

»Wir werden die Welt mitimpfen«, hatte die EU-Kommission Ende 2020 beschlossen. Doch jetzt reicht es nicht mal für den Eigenbedarf. Auf dem Spiel stehen damit ihr Ruf, ihre Macht und und ihre globalen Interessen.

Hintergrund der Habenichtse

Fast sechs Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland sind »armutsgefährdet« - und fast 16 Prozent erwartet die »Altersarmut«: Wie sich das Phänomen begreifen lässt - und welche vermeintlichen Erklärungen eher nicht weiterhelfen.

Die Wundertüte

Um Coronakrise und sozial-ökologischen Umbau zu finanzieren, setzen Politiker und Ökonomen auf ein Instrument: staatliche Investitionen, die das Wachstum antreiben. Doch so einfach ist die Sache nicht.

Europa begrüßt Biden

Die globalen Konflikte der letzten Jahre zwischen der EU und den USA lagen nicht in der Person Trumps begründet, sondern in kapitalistischen Interessengegensätzen. Mit Trumps Abgang werden sie nicht verschwinden.

Trumps Irrtum

Donald Trump muss nächste Woche nicht nur das Weiße Haus räumen. Verwehrt blieb ihm auch ein Erfolg in seinem wichtigsten globalen Projekt: die Schwächung Chinas. Der jahrelange Zollkrieg hat weder der US-Wirtschaft genutzt, noch der chinesischen nennenswert geschadet. ...

Gelegenheit macht Diebe

Staatsschuld und Geldmenge? »Lohn-Preis-Spirale«? Kaum je wird deutlicher, wie wenig das populäre und auch gebildete Reden über Ökonomie mit der Realität der Wirtschaftssubjekte zu tun hat als beim deutschen Lieblingsthema - der Inflation.

Der reichste Mensch der Welt

Trumps Tage als US-Präsident sind gezählt. Es bleiben 74 Millionen, die ihn gewählt haben, und eine gefährliche revanchistische Bewegung. Außerdem: Wer ist verantwortlich für das Sterben in den Pflegeheimen? Warten in der Wüste – Tigray-Flüchtlinge im Sudan

Von Gurus und Prognosen

»Im engsten Familienkreis« sollte man die Weihnachtstage verbringen, nur einen anderen Haushalt treffen oder gleich zu Hause bleiben. Bei den coronabedingten Kontaktbeschränkungen denken viele kaum über die klassische Kernfamilie hinaus. Wir schon.