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Redaktionsübersicht

Tim Wolff

Tim Wolff
Als "Titanic"-Chefredakteur (2013-2018) war Tim Wolff gezwungen, jahrelang die Bürgerpresse intensiv zu lesen. Jetzt entsorgt er sie in "neues deutschland" Woche für Woche, Artikel für Artikel. Der gebürtige Mannheimer und Zwangs-Frankfurter schreibt neben anderen Printprodukten auch für Funk und Fernsehen.

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Aktuelle Beiträge von Tim Wolff

Jederzeit wieder!

»Vor die Wahl gestellt, ein weiteres Leben irgendwann in der Menschheitsgeschichte führen zu dürfen, würde ich darauf bestehen, das abermals als Heteromann zu tun«, so Tim Wolff. Denn: Die Vorteile überwiegen bisher die Nachteile bei weitem.

Bitte diesen Text exakt rechtwinklig arrangieren!

Am 8. Mai 1945 wurde Deutschland nicht befreit - von wem auch, der nicht zu ihnen gehört hätte? -, sondern die Deutschen wurden nach langem, zähem Kampf gezwungen, ihre Lebensgeschichten umzulügen. Plötzlich hatte es an der Ostfront so viele Köche gegeben, dass das Welt...

Auf die Antwort bin ich gespannt

Wenn ein Papst verkündet, er wird Gott um das schnelle Ende einer Pandemie bitten, ist ein »Auf die Antwort bin ich gespannt« eigentlich schon zu viel, um die Lächerlichkeit dieser Bitte zum Vorschein zu bringen. Kurz gesagt: Religion ist Quatsch.

Die zauberhafteste und die schmerzhafteste Erfahrung

Tim Wolff über den Nachwuchs: Kinder zu haben, ist die anstrengendste, verrückteste, zauberhafteste, schmerzhafteste und erhebendste Erfahrung, die man machen kann, und sie sind der einzige Trost für die Beleidigung, die der Tod darstellt.

Unterdrückte Menschlichkeit

Ausgiebiges Heulen ist wohltuend und bereinigt die Seele. Menschen, die nicht zum Weinen fähig sind, gehören zum Unsympathischsten, was es gibt. Gerade in Corona-Zeiten gehört gepflegte Traurigkeit zum Menschsein dazu.

Zurück aufs Liegemöbel, aber zackzack!

Klar: Selbst an würdelosen Tätigkeiten wie Maklerei, Agenturgetue, Fitnessstudiobetreiben und so weiter hängt Existenzielles. Dennoch sollte man aufhören mit dem Schuften. Eines kann man aus der Geschichte lernen: Faulheit ist eine Errungenschaft.

Dankbarkeit ist erlaubt

Der Mensch, der alte Sauhund, hat in seinen paar Tausend Jahren Zivilisation einiges getan und geschaffen, um mächtige individuelle Spuren zu hinterlassen. Mit dem höheren Bewusstsein, das vor allem ein Bewusstsein der Sterblichkeit ist, kam die Arroganz und Dreistigkei...

Wer bremst, verliert

Und wenn die Menschen in den Meeren und unter der Erde leben werden, weil die Oberfläche unbewohnbar geworden ist, werden sie es noch als kapitalistische Markt- und Klassengesellschaft tun, prophezeit mir ein Kollege stets in unseren Alternde-Männer-Gesprächen über Unte...

Der klassenlose Teig

Das Corona-Virus tut sich gerade leicht, alle Ekelhaftigkeiten des Herrschenden freizulegen. Wenigstens haben wir Nudeln: Nudeln sind sind klassenlos, verwöhnen Gaumen und Magen ohne Ansehen von Herkunft, Geschlecht, Sexualität und Alter.

Eine Vorstellung von Zukunft ist unmöglich

Haben Tiere eine Zukunft? Nein, wir sind mitten im nächsten großen Artensterben der Planetengeschichte. Diesmal verursacht von dem Lebewesen, das sich den Planeten untertan gemacht hat, um ihn zu behandeln wie einen in Ungnade Gefallenen. Die Tiere werden warten müssen,...

Es gibt ein glückliches Leben im falschen

Sportreporter, speziell die im weltweit beliebtesten Leibesertüchtigungsspektakel, dem Fußball, sind wohlgenährt und anerkannt, obwohl sie sich mit nichts wirklich auskennen von dem, was sie tun.

Geschmackloser geht es nicht: Ein Tweet der ZDF heute-show kurz nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen der Bürgerschaftswahl in Hamburg.

Die Freude übers Dochirgendwiegutsein

Den Finger in die Wunde zu legen, um sie zu verstecken: Wie schamlos ist die »Heute-Show«? Es geht um Wohlfühlsatire und Deutschlandrettungspathos, wenn sie gegen Nazis sein will.

Gestern, heute, morgen

Warum die deutschen Parteien irgendwann fast alle wurden wie die FDP, die das Erbe des Nationalsozialismus mit dem Wirtschaftsliberalismus versöhnte: Tim Wolff hat eine schnelle Geschichte des deutschen Antikommunismus geschrieben.

Den Tod auslachen

Die Menschheit hat im Kapitalismus zu sich gefunden und mit dem, was euphemistisch »Klimawandel« genannt wird, zu ihrem Ende. Zeit also, kurz vor Schluss zurückzublicken auf ein paar Tausend Jahre Zivilisation, was trotz allem gar nicht so übel war.

Wenn Idefix um Bäume weint

Der Mensch kann sich nicht sattsehen am Tier als Mensch. Ein genialer menschlicher Einfall, der keinen weiteren Applaus benötigt, weil er schon genug bekommen hat. Und selbst die Gegenprobe belegt das.

Jens und Jogi

Überall, wo Homosexualität nicht bekämpft, ja vielleicht nicht mal benannt werden muss, leben alle besser. Dort – und das wiederum gilt leider für fast alle Zeiten und Orte –, wo es nicht so war und ist, herrscht das Unglück.

Knackig, säuerlich

Es gibt eines, das die Deutschen gut gemacht, ja, dem sie sogar zu Weltruhm verholfen haben. Etwas, das noch Wert haben wird, wenn die Bevölkerung des brennenden Planeten im Kampf um die Zivilisationsreste zwischen den Todeszonen um Nahrung kämpfen wird: Kraut.

Genug ist genug ist genug!

Bald gibt es so lange Untergang, wie es dem mündigen Bürger gefällt. Wäre ja auch nicht das erste Mal in diesem Land. nd-Kolumnist Tim Wolff über Böllerverbote, die «FAZ» und die bevorstehende Apokalypse.