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Redaktionsübersicht

Ulrike Wagener

Ulrike Wagener
Ulrike Wagener, Jahrgang 1989, hat an der Humboldt-Universität zu Berlin deutsche Literatur und Kulturwissenschaft studiert. Während des Studiums unterrichtete sie Studienanfänger im richtigen Verfassen von Fußnoten und wissenschaftlichen Texten und sorgte für den reibungslosen Ablauf von Literaturveranstaltungen. Für ihre Abschlussarbeit las sie zahlreiche Briefe deutscher Missionare in Sütterlinschrift, um herauszufinden, welche Rolle diese für die Internierung von Schwarzen Menschen in Namibia während der deutschen Kolonialherrschaft hatten. Seit 2018 ist sie Redakteurin für das „Mikroskop“ von nd.DieWoche. Sie schreibt über postkoloniale Themen, Erinnerungspolitik und Theater.
 

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Aktuelle Beiträge von Ulrike Wagener

Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)

»Haustier der Molekulargenetiker«

Dr. Steffen Schmidt, Jahrgang 1952, ist Wissenschaftsredakteur des »nd« und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Ulrike Wagener fragte ihn nach Fruchtfliegen.

Cornflakes oder Cadillacs

Mein Computer und ich: So sah für viele Studierende im letzten Semester die Universität aus. Neben der Technik stellt sich die Frage: Wie verändert das Medium unsere Beziehungen? Und was sagt uns das?

Eine Stadt dekolonisiert sich

Kartieren, intervenieren, ausstellen: Das Projekt »Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt« setzt sich mit der Berliner Kolonialgeschichte auseinander - und ihren Nachwirkungen bis in die Gegenwart.

Racial-Profiling-Petition fehlen noch Unterschriften

Wie oft Racial Profiling in Deutschland vorkommt, wissen wir nicht, weil es kaum Daten dazu gibt. Eine Petition an den Bundestag fordert, eine Studie zu rassistischen Polizeikontrollen, nachdem Innenminister Horst Seehofer dies abgelehnt hatte.

»Michelle Elie fällt immer auf«

»Meine Girls«: So nennt die Modesammlerin Michelle Elie ihre Kleider der japanischen Designerin Rei Kawakubo. Eine Ausstellung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main widmet sich dieser Verbindung – und der Politik Schwarzer Körper im Museumskontext.

Das Recht auf Deutschsein

Erst seit 2000 gilt in Deutschland die Staatsbürgerschaft per Geburtsprinzip. Und doch will nun die Polizei nach der »Abstammung« deutscher Tatverdächtiger suchen. Das erinnert an eine lange Tradition historischer »Ausnahmen« vom Staatsbürgerrecht für nicht-weiße Menschen.

Gift für Sie!

Menschen, die darauf bestehen, N-Wort und M-Wort zu benutzen, argumentieren häufig mit der »ursprünglichen« Bedeutung derselben. Dabei lassen sie deren linguistischen Wandel vergessen - und die selbst geforderte Sachlichkeit vermissen.

Das Empfinden des Anton Wilhelm Amo

Anton-Wilhelm-Amo-Straße: So würde ein Bündnis gerne die jetzige M-Straße nennen. Amo wurde kam als sogenannter Haus-M-Wort an den Hof von Brandenburg-Wolfsbüttel und wurde zum ersten afrikanischen Philosophen in Deutschland.

Diversität aus »Hair« gestrichen

Theater repräsentiert nicht nur Gesellschaft, sondern kritisiert sie auch, und oft hat es den Anspruch, progressiv zu sein. Das Musical »Hair« war 1967, als es in den USA Premiere feierte, fortschrittlich. Es zeigte mit dem »Tribe« eine Hippiebewegung, die sich gegen de...

Gerechtigkeit statt Gesetzlichkeit

Unser Justizsystem beruht darauf, die Interessen, Privilegien und den Besitz der Herrschenden zu verteidigen, meint die Politikwissenschaftlerin Emilia Roig. Sie will eine Umkehr hin zu Wiedergutmachung.

Subunternehmen Gefängnis

In vielen Bundesländern herrscht Arbeitszwang im Gefängnis. Die Gefangenen arbeiten für einen Bruchteil des Mindestlohns. Diese Regelung entwertet die Arbeit im Gefängnis und unterstreicht: Wer arm ist, bleibt arm.

Alte Helden runter vom Sockel

»Wer war eigentlich der Typ, nach dem meine Straße benannt ist?« Die Antwort darauf soll eine Karte von Aktivisten erleichtern. Sie zeigt Straßen in Deutschland, die nach Figuren des deutschen Kolonialismus benannt sind.

In die Schranken gewiesen

Innenminister Horst Seehofer droht Journalist*in Hengameh Yaghoobifarah mit einer Strafanzeige. Das ist ein Angriff auf die Pressefreiheit – und ein Ablenkungsmanöver. Statt über Polizeigewalt wird nun über Gewalt gegenüber der Polizei gesprochen.

Mehr als Solidarität

Einen »leidenschaftlichen Einsatz für ein solidarisches Europa«, das hat Angela Merkel am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung zur kommenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft versprochen. Solidarität klingt gut und notwendig in einer Welt, in der derzeit 79,5 Millione...

So viele Flüchtlinge wie noch nie

79,5 Millionen Menschen waren Ende 2019 auf der Flucht. Mit der Coronapandemie hat sich die Situation in vielen Teilen der Welt noch zugespitzt.

Es reicht aus, Schwarz zu sein

Das altbekannte globale Machtgefüge kommt ins Wanken. Bisher war noch nie ein westlicher Staat Gegenstand einer UN-Untersuchungskommission. Doch das könnte sich bald ändern. Die Gruppe afrikanischer Länder im Menschenrechtsrat fordert, systemimmanenten Rassismus in den ...

Das Asylrecht wiederherstellen

Die Innenminister von Bund und Ländern werden in dieser Woche erneut über den Abschiebestopp nach Syrien entscheiden. Themen sind auch Verbrechensbekämpfung und Rassismus in der Polizei.

Die Symbolkraft von Denkmälern - und ihres Falls

Die aktuellen antirassistischen Proteste haben bereits einige steinerne Helden der Kolonialgeschichte zu Fall gebracht. Das könnte auch Schwung in die deutsche Debatte über Monumente rassistischer Tradition bringen. Der Bedarf ist da: Vier Beispiele.

Ein Mensch ist ein Mensch

Alle Menschen sind gleichwertig. Was heute evident erscheint, war im Europa des 19. Jahrhunderts eine große wissenschaftliche Erkenntnis. Nikolai Miklucho-Maclay widerlegte damit 1871 das rassistische Weltbild Ernst Haeckels. Seine Arbeit kennt hierzulande kaum jemand.

Forschung ohne Sockel

Nie war das Robert-Koch-Institut so präsent - und damit der namensgebende Mediziner und Mikrobiologe. Doch sein Name steht nicht nur für wissenschaftlichen Fortschritt, sondern auch für rücksichtsloses koloniales Denken. Es ist Zeit für eine Umbenennung.