Redaktionsübersicht

Martin Ling

Martin Ling

Redakteur im Auslandsressort und seit 2000 für das »Nord-Süd-Forum« verantwortlich. Über die Idee eines Weltsozialforums berichtete er erstmals im Sommer 2000 – ein halbes Jahr vor der Premiere in Porto Alegre. 

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Aktuelle Beiträge von Martin Ling

Togos Zukunft weiter in seinen Händen? Wahlplakate des Präsidenten Faure Gnassingbé in Lomé

»Frankreich will keinen Regierungswechsel«

Der Togolese Kwassi Patrick Dadzie erwartet nichts außer gefälschten Ergebnissen von den Präsidentschaftswahlen. Der militärische Sektor in Frankreich will keinen Regierungswechsel in Togo – einem Verbündeten seit 1963.

Überwachung reicht nicht

Die Europäische Union hat nicht den Schlüssel, den Krieg in Libyen beizulegen. Schon gar nicht, solange die innerlibyschen Konfliktparteien wenig Verhandlungsbereitschaft zeigen und trotz Embargos weiter reichlich mit Waffen von außerhalb der EU versorgt werden. Di...

Die Fregatte «Augsburg» übernahm den deutschen Anteil im Einsatz der Operation «Sophia» vor der Küste von Libyen.

Mission ohne humanitäre Komponente

Die EU-Außenminister haben eine neue Mission zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen beschlossen. Die Details sind noch offen.

Der Schuldenreport 2020 von Misereor und erlassjahr.de hat die Verschuldung von 154 Ländern untersucht. 124 dieser Staaten sind demnach kritisch verschuldet, darunter Sri Lanka, Mosambik und die Mongolei. Das heißt: Es besteht die Gefahr einer Überschuldung, weil einer, mehrere oder alle fünf Schuldenindikatoren im kritischen Bereich sind. Bei den Indikatoren handelt es sich um die öffentlichen Schulden, die Auslandsschulden sowie den Schuldendienst in Relation zur Wirtschaftsleistung, zu den Staatseinnahmen und den Exporteinnahmen. Leicht kritisch ist beispielsweise eine öffentliche Verschuldung von 50 bis 75 Prozent der Wirtschaftsleistung, sehr kritisch ab über 100 Prozent.

Verschlechtert hat sich die Situation seit 2014 in über 60 Prozent der kritisch verschuldeten Länder. 19 Staaten haben die Zahlungen an ihre ausländischen Gläubiger ganz oder teilweise eingestellt.

»Das ist nervtötend«

Die Zahl der kritisch verschuldeten Länder hat mit 124 Staaten ein Rekordhoch erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Schuldenreport 2020. Ein Interview mit Jürgen Kaiser von erlassjahr.de.

Mit päpstlichem Segen

Nicht alle Wege führen nach Rom, aber manche in den Vatikan. Der aus Argentinien stammende Papst Franziskus lud am 5. Februar in die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften zu einem Seminar zum Thema »Neue Formen der solidarischen Bruderschaft der Inklusion, Integr...

Argentinien braucht Schuldenerlass

»Wir liegen auf der Intensivstation!« Diesen Worten, die Argentiniens Mitte-links-Präsident Alberto Fernández bei seiner Deutschlandvisite am Montag fand, wird niemand widersprechen. Argentiniens Wirtschaft liegt am Boden und noch im März droht eine erneute Zahlungsunfä...

Freie Bahn für politische Reformen

Der Weg für überfällige Reformen in Peru ist frei. Das Kalkül von Perus rechtsliberalem Übergangspräsidenten Martín Vizcarra ist aufgegangen. Bei der Neuwahl des von ihm im Herbst einseitig aufgelösten Parlament hat die Opposition um Keiko Fujimoris rechte Partei »Fuerz...

Boliviens

Mit Washingtons Billigung

Boliviens »Interimspräsidentin« Jeanine Áñez bricht ihr Wort und macht das, was sie immer ausgeschlossen hatte: Sie tritt bei der Präsidentschaftswahl an. Ihr offensichtliches Ziel: Schluss mit der indigenen Hegemonie.

Morales’ Vorschlag sorgt für Ärger

Boliviens Ex-Präsident Evo Morales leitet aus seinem Exil in Buenos Aires den Wahlkampf der Bewegung zum Sozialismus. Sein Präsidentschaftskandidat stößt in den eigenen Reihen auf Unverständnis.

Versuch des Unmöglichen

Klimaaktivistin Greta Thunberg mahnt beim Weltwirtschaftsforum in Davos radikale Anstrengungen beim Kampf gegen den Klimawandel an. Alle Investitionen in die Gewinnung fossiler Brennstoffe müssten sofort gestoppt werden.

Kommunist

»Sánchez hat keine Glaubwürdigkeit, überhaupt keine.« Diese Worte dürften Alberto Garzón so schnell nicht mehr über die Lippen kommen. Sie fielen im »nd«-Interview Anfang 2015 über den seit Juni 2018 amtierenden sozialdemokratischen Regierungschef Pedro Sánchez. Damals ...

Das ökonomische Erdbeben war davor

Vor zehn Jahren wurde Haiti von einem verheerenden Erdbeben getroffen. 300 000 Menschen kamen ums Leben, zwei Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Auswirkungen sind bis heute zu spüren.

Juan Guaidó verzockt sich erneut

Es ist die nächste Rechnung von Juan Guaidó, die nicht aufging: Etwa 100 Abgeordnete sollen sich nach seinen Angaben außerhalb des Parlaments für ihn als Parlamentspräsidenten Venezuelas ausgesprochen haben. Das Amt, aus dem er seinen Anspruch als selbst ernannter Präsi...

»Obamas Politik ist für Trumps Aufstieg mitverantwortlich«

»Die extreme Rechte hat es geschafft, traditionelle Bedürfnisse der Arbeiterklasse anzusprechen und in eine rechte Richtung zu drehen«, sagt der Soziologe Walden Bello. Mitverantwortlich ist die neoliberal gewendete Sozialdemokratie.

Etappensieg der Vernunft

Die PSOE hat sich mit den katalanischen Linksrepublikanern auf ein Abkommen zur Wahl von Pedro Sánchez zum Ministerpräsidenten geeinigt. Nur wenn sich eine linke Kompromisskultur durchsetzt, hat Spanien eine Chance auf einen Neuanfang.

Überflieger

Argentiniens neuer Wirtschaftsminister Martín Guzmán gilt als herausragender Theoretiker und als undogmatisch. Sein erklärtes Ziel: Die Schuldenprobleme zu lösen, ohne den ärmsten Argentiniern noch mehr Opfer abzuverlangen.

Superreich

Isabel dos Santos ist sich keines Vergehens bewusst: »Wir werden weiterhin jeden Tag in jedem Geschäft unser Bestes geben und für das kämpfen, woran ich für Angola glaube. Der Weg ist lang, die Wahrheit wird sich durchsetzen«, twitterte sie kurz nach einem Vorgang, der ...

Gerd Müller will mehr Nachhaltigkeit

Gebraucht werden Taten. Doch das »Gesetz zur nachhaltigen Gestaltung globaler Wertschöpfungsketten« noch in der Schublade von Gerd Müllers Entwicklungsministerium. Daher kann der Appell an den Konsumenten nur begrenzt erfolgreich.

Schlappe für Spaniens Justiz

Der EUgH hat entschieden, dass die spanische Justiz EU-Recht verletzte, als sie einem inhaftierten katalanischen EU-Abgeordneten den Antritt seines Mandats verweigerte. Wer gewählt wurde, genießt Immunität, bis das EU-Parlament sie ihm entzieht.