Redaktionsübersicht

Martin Ling

Martin Ling

Redakteur im Auslandsressort und seit 2000 für das »Nord-Süd-Forum« verantwortlich. Über die Idee eines Weltsozialforums berichtete er erstmals im Sommer 2000 – ein halbes Jahr vor der Premiere in Porto Alegre. 

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Aktuelle Beiträge von Martin Ling

Uruguays linke Ära ist vorerst vorbei

Für Uruguay ist es bitter, für Lateinamerikas progressives Lager ein herber Schlag: Das Linksbündnis Frente Amplio (Breite Front) muss am 1. März 2020 nach 15 Jahren den Präsidentensessel räumen. Auf Tabaré Vázquez folgt dann mit dem 46-jährigen Luis Lacalle Pou ein rec...

Keith Schembri wird im Mordfall Caruana Galizia schwer belastet.

Unter Verdacht

Eine Unschuldsvermutung ist es nicht: Seit vergangenem Donnerstag befindet sich Maltas Ex-Stabschef Keith Schembri wieder auf freiem Fuß. Zwei Tage zuvor war er festgenommen worden, nachdem er tags zuvor von seinem Posten zurückgetreten war. Der Druck auf ihn war rund u...

Inakzeptable Straflosigkeit in Chile

Gustavo Gatico ist blind. Blind, weil ihm chilenische Polizisten bei den Protesten beide Augen ausgeschossen haben. 232 Fälle von Augenverletzungen durch Gummigeschosse wurden bisher registriert, deren Einsatz seit dem 19. November den Carabineros offiziell nur noch zur...

Kubas Ärzte müssen gehen

Brasilien, Bolivien, Ecuador - der Rechtsruck dort trifft auch Kuba, politisch und wirtschaftlich. Brasiliens rechtsradikaler Präsident Jair Bolsonaro war der Erste, der im November 2018 das Abkommen im Rahmen des Programmes »Más Médicos« (Mehr Ärzte) aufkündigte, aus B...

Protest gegen Kolumbiens Präsident Iván Duque in Bogota am 23. November 2019.

Kolumbiens Vorbild heißt Chile

»El paro no para« - der Streik hört nicht auf! Was die Chilen*innen seit einem Monat vormachen, scheinen die Kolumbianer*innen sich zum Vorbild genommen zu haben. Der Generalstreik war offensichtlich nur der Einstieg in Kolumbien, aber kein Grund, inne zu halten. Was am...

Noch optimistisch: Anhängerin des Linksfront-Kandidaten Daniel Martínez bei der Abschlusskundgebung in Montevideo

Für die Breite Front wird es eng

Das Linksbündnis Frente Amplio hat in Uruguay seit 2005 bei aller berechtigten Kritik vieles richtig gemacht. Dennoch ist Daniel Martínez bei der Stichwahl am 24. November nur Außenseiter, denn die Rechte versammelt sich komplett hinter Luis Lacalle Pou.

Trump wähnt sich vor Amtsenthebung sicher

Die Anhörungen bei den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Trump liefern den Demokraten reichlich Munition. Ob es für ein Amtsenthebungsverfahren reicht, bleibt offen.

El Alto: Angehörige weinen bei der Beerdigung von Demonstranten, die bei Zusammenstößen zwischen Polizisten und Anhängern des bolivianischen Ex-Präsidenten Morales ums Leben kamen

Neue Tote in Bolivien

Die Demonstranten in El Alto forderten den Rücktritt von Jeanine Áñez, die sich nach dem Rücktritt von Evo Morales zur Präsidentin Boliviens erklärte. Bis zu 100 Menschen sollen bei den Auseinandersetzungen verletzt worden sein. Zwei seien durch Schüsse gestorben.

Eine Indigene hält eine Wiphala Flagge

Bolivien driftet Richtung Bürgerkrieg

Mit jedem Toten mehr driftet Bolivien in einen offenen Bürgerkrieg. Die Verantwortung dafür trägt nicht Evo Morales, dessen Amtszeit auch bei einer Wahlniederlage erst im Januar 2020 geendet hätte, sondern bei den rechten Kräften um Jeanine Áñez.

Jeanine Áñez

Reaktionärin

Die bolivianische Übergangspräsidentin Jeanine Áñez will die Zeit am liebsten zurückdrehen. Dabei wird die christliche Reaktionärin aus guten Gründen weiter auf indigenen Widerstand stoßen.

Evo Morales, Ex-Präsident von Bolivien, meldet sich aus dem Exil in Mexiko zu Wort

Evo Morales ruft aus Mexiko zum Dialog auf

In Bolivien halten die Proteste gegen die Entmachtung von Präsident Evo Morales an. Der ins mexikanische Exil geflüchtete Morales ruft zu einem international begleiteten Dialog auf.

Sánchez’ verfehlter Plan

Spaniens Regierungschef hat sich verkalkuliert. Das zeigt das Wahlergebnis vom Sonntag. Jetzt rächt sich, dass Pedro Sánchez im Sommer nicht versucht hat, ein progressives Bündnis der linken Mitte zu schmieden.

Pedro Sánchez

Sánchez’ verfehlte Strategie

Sollte der sozialdemokratischen Ministerpräsident Sánchez in Spanien eine große Koalition mit der rechten Volkspartei PP suchen, schaufelt er dem Nach-Franco-Spanien endgültig sein Grab. Es wird kein schönes Ende sein. 

Zurückgetreten: Evo Morales

Bolivien droht der Rollback

Boliviens Präsident Evo Morales hat eingesehen, dass er den Machtkampf nicht mehr gewinnen kann. Das spricht für ihn. Allerdings drohen nun viele Errungenschaften für die bis dato benachteiligte indigene Bevölkerung verloren zu gehen.

Schlappe für das neoliberale Modell

In Chile gibt es einen Linksruck auf den Straßen, in Argentinien an der Regierung. Das Motiv ist dasselbe: Große Teile der Gesellschaft sind nicht mehr bereit, die wachsende soziale Ungleichheit hinzunehmen. In Argentinien zeigt die klare Abwahl des Präsidenten Mau...

Argentinien entlässt Präsident Macri

Argentiniens Präsident Mauricio Macri wird am 10. Dezember die Amtsgeschäfte an den Mitte-links-Peronisten Alberto Fernández übergeben. Mit dem feiert eine alte Bekannte ihr Comeback.

Linksruck in Argentinien

Die Zeichen aus den Vorwahlen trogen nicht: Der Mitte-links-Peronist Alberto Fernández gewann die Präsidentschaftswahlen in der ersten Runde gegen den neoliberalen Amtsinhaber.

Massenprotest nach 30 Jahren Frustration

»Es geht nicht um 30 Pesos, es geht um 30 Jahre«, lautet einer der Slogans auf den Demos in Chile. Lateinamerikas neoliberaler Musterschüler hat den Bogen der Ungleichheit überspannt: Es geht um die Folgen von 30 Jahren neoliberaler Politik.

Generationswechsel in Uruguay

In Uruguay regiert seit 2005 das Linksbündnis Frente Amplio. Bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 27. Oktober läuft die Frente jedoch Gefahr, in die Opposition zu müssen.

Comeback aus der zweiten Reihe

Präsident Macri ist mit seiner neoliberalen Politik gescheitert: Ein Drittel der Argentinier lebt unter der Armutsgrenze. Die Präsidentschaftswahlen werden so auch zu einer Abrechnung mit ihm.