Redaktionsübersicht

Jürgen Amendt

Jürgen Amendt

Jürgen Amendt, Jahrgang 1965, studierte Politische Wissenschaften (Nebenfach Soziologie, Germanistik und Wirtschaftswissenschaften) an der Johann-Wolfgang-von-Goethe Universität in Frankfurt am Main. Nach Abschluss des Diplom-Studiums volontierte er bei dieser Zeitung. Beim „nd“ ist er seit 1997 für die Themen Bildung und Medien verantwortlich. Seit 2013 leitet er das Ressort Feuilleton. 

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Aktuelle Beiträge von Jürgen Amendt

LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur)

78.000 Jahre sind ein Tag

Haben Sie sich nicht auch öfter gefragt, ob Sie verrückt sind oder die Welt, in die sich sich täglich begeben müssen? Wenn ja, dann ist der »Tatort«-Krimi »Murot und das Murmeltier« genau die richtige Unterhaltung für Sie.

Der Journalist Billy Six

Mit zweierlei Maß

Die Parallelen zwischen dem Fall von Deniz Yücel und dem von Billy Six sind offensichtlich. Allerdings gibt es hierzulande für Six anders als für Yücel vor einem Jahr keine breite Solidaritätsbewegung.

Heil Kräuter!

Von Karl Valentin gibt es zwei sehr schöne Zitate, über die man lange nachdenken kann. Beide stammen aus Stücken (heute würde man Sketche sagen) des 1882 geborenen und 1948 verstorbenen Münchner Sprachkünstlers, den einen Komiker zu nennen eine Untertreibung wäre. Das e...

Bleikappe des Schweigens

Am 22. Januar 1979 lief die erste Folge der US-Serie »Holocaust« im deutschen TV. Die Serie hat nicht nur die westdeutsche Erinnerungskultur geprägt, sie hat auch das Schweigen über den millionenfachen Mord an den Juden beendet.

Im Internet? Auch im Internet!

Vor 40 Jahren lief die Serie »Holocaust« erstmals im deutschen Fernsehen. Einige Dritten ARD-Programme wiederholen derzeit die Serie zur später Stunde. Eine Petition fordert, die Serie im Hauptprogramm zu zeigen.

Noch mal kuscheln

Wer entspannen will, muss sich langweilen. Entweder man guckt den ganzen Abend Fernsehen oder man macht Tai-Chi. Dann wird man auch 100 Jahre alt, fest versprochen!

Twitter ist kein Journalismus!

Eine Meldung hat dieser Tage das Land erschüttert, jedenfalls jenen Teil der Menschen, der beständig auf der Suche nach Bestätigung der eigenen Belanglosigkeit ist - die exzessiven Nutzer von Twitter und Facebook. Diese Meldung erschütterte die kleine Welt der Skandalis...

Aufschneiderei als Kerngeschäft

Der »Spiegel«-Redakteur Claas Relotius hat für seine Reportagen in großem Stil gefälscht. Das Problem ist aber nicht der Einzelfall, sondern die Hybris der Medien, für die der Reporter Relotius geschrieben hat.

Notwendige Korrektur

Es ist wohlfeil, den Ländern die Schuld am vorläufigen Scheitern des Digitalpaktes in die Schuhe zu schieben. Dass der Bundesrat geschlossen die Finanzhilfen des Bundes für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik gestoppt hat, war zu erwarten; den Län...

Länder wollen nicht kooperieren

Das milliardenschwere Investitionspaket für eine bessere digitale Infrastruktur an Schulen droht zu scheitern. Mehrere Bundesländer kündigten an, im Bundesrat nicht zuzustimmen.

Gute PR ist alles

Bildungspolitik ist in einem föderalen Staat eine sehr komplexe und komplizierte Materie. Doch Politik braucht heute eine gute Performance - das dachten sich wohl die Berater, die vom Ministerium engagiert wurden.

Trauer in Bikini Bottom

Der Erfinder von »SpongeBob« ist tot: Stephen Hillenburg starb an einer unheilbaren Krankheit. Genau betrachtet geht es in der Serie um die sieben Todsünden. Sie werden verkörpert von »Spongie«, seinen Freunden und seinem Chef.

Emmy-prämiert

Dass es ein RTL-Film bis nach New York zur Verleihung des berühmtesten TV-Preises in der westlichen Hemisphäre, dem »Emmy«, schafft, ist schon ein kleines Wunder. Noch dazu, wenn der Film das Lebensschicksal einer Kölner Komikerin erzählt. In den USA dürfte Gaby Köster ...

Ende noch vor dem Weltuntergang

Nach mehr als 34 Jahren wird die Dauerserie »Lindenstraße« eingestellt. Die letzte Folge soll im März 2020 laufen, teilte der verantwortliche Sender WDR am Freitag mit. Als Grund wird das gesunkene Zuschauerinteresse genannt.

Gelacht wird wenig

Christine Prayon, die am Freitag den Berliner Kabarettpreis »Eddi« erhält, ist dem TV-Publikum vor allem
als Birte Schneider von der »heute-show« im ZDF bekannt. Ihr Hauptwerk ist aber die Kleinkunst.

Politiker in die Produktion

Die heutige parlamentarische Demokratie kennt einen neuen Typus des Politikers. Dessen wesentlichste Eigenschaft besteht darin, sich zu verstellen, denn er ist Bürger und Volksvertreter in einem. Als solches Zwitterwesen wohnen zwei Seelen in seiner Brust; was er als Bü...

In der Not ...

Anfang des Jahres schlugen die beiden Bildungsforscher Dirk Zorn und Klaus Klemm Alarm. In den Grundschulen müssten bis 2025 aufgrund steigender Schülerzahlen und des geplanten Ausbaus der Ganztagsschulen rund 105 000 neue Lehrkräfte eingestellt werden, rechneten die be...

Gauland ist Hitler ist Stalin ist Bannon ist Wagenknecht

Die AfD hat eine Medienstrategie, die gut funktioniert. Wie, das hat Frauke Petry bereits Anfang 2016 beschrieben. Man müsse provokante Statements formulieren, um sich medial Gehör zu verschaffen, schrieb die damalige AfD-Bundesvorsitzende in einer Mail an die Mitgliede...

Das Verbrechen kennt viele Namen

Ich habe etwas grundlegend falsch gemacht in meinem Leben. Irgendwann, als die große Weichenstellung anstand, habe ich die falsche Weiche umgestellt. Das wird mir immer deutlicher bewusst, je älter ich werde. Was hätte ich werden können im Leben, hätte ich nur in jungen...

Mittel zum sozialen Aufstieg

Als in den frühen 1970er Jahren die ersten dualen Studiengänge eingerichtet wurden, geschah dies in einer Zeit des Bildungsaufbruchs. Unter der sozialliberalen Koalition sollten die verkrusteten Strukturen an den Universitäten beseitigt und der Zugang zur akademischen B...