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Jürgen Amendt

Ressort: Feuilleton
Jürgen Amendt

Jürgen Amendt, Jahrgang 1965, studierte Politische Wissenschaften (Nebenfach Soziologie, Germanistik und Wirtschaftswissenschaften) an der Johann-Wolfgang-von-Goethe Universität in Frankfurt am Main. Nach Abschluss des Diplom-Studiums volontierte er bei dieser Zeitung. Beim „nd“ ist er seit 1997 für die Themen Bildung und Medien verantwortlich. Seit 2013 steht er gemeinsam mit Martin Hatzius dem Ressort Feuilleton als dessen Leiter vor.  

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Aktuelle Beiträge von Jürgen Amendt

Grenzen des Obszönen

Die Berliner Behörden haben dem umstrittenen Kunstprojekt »DAU« mit dem Nachbau einer Mauer mitten in Berlin aus Sicherheitsgründen die Genehmigung versagt. Bedenken hatten die Behörden vor allem bei der Verkehrssicherheit, den Rettungswegen und beim Brandschutz, wie Ve...

Wie geht das zusammen?

In meiner fränkischen Heimat gibt es einen Bäcker, der Mitte Oktober bei den Landtagswahlen nicht die CSU wählen wird. Er sagt das öffentlich und jedem, der es wissen will. Und er sagt das immer mit dem Hinweis, dass er »sein Lebtag« schon CSU gewählt habe. Diesmal aber...

Der Schwingerkönig

Realität ist etwas für Hartgesottene; leichter ist es, in seiner eigenen Welt zu bleiben; das erspart es einem, sich mit anderen Sichtweisen auseinanderzusetzen und Widersprüche aushalten zu müssen. Wer zum Beispiel Berlin verlässt - sagen wir mal, um in den Urlaub zu f...

Zehntausende Zuschauer stehen vor dem Konzert unter dem Motto «#wirsindmehr» auf dem Parkplatz vor der Chemnitzer Johanniskirche.

Die falsche Rede vom Mord

Am Montag protestierten Zehntausende auf einem Rockkonzert in Chemnitz gegen die jüngsten pogromartigen rechten Aufmärsche. Die Sprechweisen der AfD haben sich dabei selbst in antifaschistische Äußerungen eingeschlichen.

Die Musikerin Nura von dem Hip-Hop-Duo SXTN

Unter Männern

Um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, spielten am Montag Gruppen wie Die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, K.I.Z oder Kraftklub und rappten Künstler wie Marteria und Casper in Chemnitz. Was auffällt in dieser Reihung: Es sind ausschließlich Männer, die sich da expon...

Durch falsche Berichterstattung aufgestachelt? Rechte Demonstranten in Chemnitz.

Kardinalfehler

In der Berichterstattung zu den Vorfällen in Chemnitz haben viele deutsche Medien schwere Fehler gemacht. Statt über rechtsradikale Gewalt schrieben sie lieber über Zusammenstöße zwischen Linken und Rechten. Auch Fake-News wurden kolportiert.

Erzählt den Wutbürgern das, was sie hören wollen, auch wenn er und sie es mit den Fakten nicht so genau nehmen: Thilo Sarrazin.

Die gute Nachricht

Auch mit seinem neuen Buch bedient Thilo Sarrazins die Wutbürger der AfD und ihre Ressentiments gegen Muslime und Geflüchtete. Doch diesmal findet er selbst in den Boulevardmedien kaum positive Resonanz.

Ein Dieter für Millionen

Dieter Thomas Heck, Ex-Moderator der ZDF-»Hitparade«, ist gestorben. Der Job des Schlagermusikverkäufers war dabei dem seines erlernten Berufs, dem des Autoverkäufers, ähnlich: Schnell reden, wenig sagen.

Kleine Kehrtwende

Der Erfolg der CSU in Bayern beruhte immer darauf, dass die Parteiführung nicht nur meinte zu wissen, wie das Wahlvolk denkt, sondern die Interessen von Wahlvolk und Parteiführung weitestgehend übereinstimmten. Eine Opposition braucht Bayern nicht, spöttelte man in der ...

Hohe Renditeerwartung

Wenn ich in Berlin derzeit morgens zur Arbeit fahre, komme ich an einem ehrgeizigen Neubauprojekt vorbei. Große Häuser mit schicken Glasfassaden und grünen Innenhöfen werden in Windeseile hochgezogen. Es lohnt sich - für die Investoren und die künftigen Immobilienbesitz...

Späte Einsicht

Anfang dieses Jahres schlugen die beiden Bildungsforscher Dirk Zorn und Klaus Klemm Alarm. Allein in den Grundschulen müssten bis 2025 aufgrund steigender Schülerzahlen und des geplanten Ausbaus der Ganztagsschulen rund 105 000 neue Lehrkräfte eingestellt werden, rechne...

Schäbige Kampagne

Beim Thema Mesut Özil hat die »Bild« sich rassistischer Klischees bedient und die Wahrheit verdreht. Bei Kritik reagiert die Redaktion allerdings dünnhäutig, wie jetzt ein FAZ-Redakteur erfahren musste.

Feiern wie die Franzosen

Frankreich ist Fußball-Weltmeister. Und das ist gut so. Ich mag die Franzosen, sie sind ein nettes Volk, und ich sage das auch, weil ich als Enkel zweier Großväter, die vermutlich mehr als einen Franzosen erschossen haben (der eine im Weltkrieg Nummer 1, der andere im W...

Aktion Sorgenkind

Inklusion ist ein schönes Wort. »Aktion Mensch«, die von ihrer Gründung 1964 bis zum Jahr 2000 »Aktion Sorgenkind« hieß, definiert den Begriff folgendermaßen: »Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du spr...

Es geht ums Geschäft

Das Internet ist das Über-Ich des modernen Menschen. Es hat als moralische Kontrollinstanz schon längst die Kirche und andere Zeigefinger-Institutionen ersetzt. Man muss also aufpassen, was man den Leuten vom Internet so anvertraut. Vor allem muss man sich deutlich genu...

Mächtige Feinde

Das Bundesverfassungsgericht hat ein eindeutiges Urteil gesprochen: Der Rundfunkbeitrag verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Dass die Erhebung der Gebühr für Zweitwohnungen von den Karlsruher Richtern gekippt wurde, ist eine Marginalie. Dennoch wird die Debatte weiterg...

Hat es den Holocaust wirklich gegeben?

Hat es den Holocaust wirklich gegeben und ist Zyklon B überhaupt für den industriell betriebenen Massenmord einsetzbar? Das sind unmögliche Fragen, aber ein schwedischer Fernsehsender hat sie tatsächlich gestellt.

Halbe Sache

Als vor 15 Jahren unter Rot-Grün das Ganztagsschulprogramm gestartet wurde, versprach sich die Politik davon wahre Wunderwerke. Die damalige Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn sah im Ausbau der Halbtags- zur Ganztagsschule gar die Möglichkeit, die Bildungschancen...

Das arme Kind

Der kleine Laurent Simons hat es wahrlich nicht leicht. Sein Abitur hat er gerade abgelegt - mit acht Jahren. Jetzt möchte er studieren - nein, halt: Ob er das möchte, wissen wir nicht, er sagt, dass er das möchte, aber möglicherweise sagt er das auch nur deshalb, weil ...

Blick aus dem Abgrund

Der NSU-Prozess ist zu Ende. Das Verfahren hat historische Bedeutung, doch im deutschen Fernsehen herrscht derweilen Normalbetrieb, während ein deutscher Innenminister den NSU-Terroristen weiter Futter gibt.

Das Blättchen Heft 19/18