Redaktionsübersicht

Jürgen Amendt

Jürgen Amendt

Jürgen Amendt, Jahrgang 1965, studierte Politische Wissenschaften (Nebenfach Soziologie, Germanistik und Wirtschaftswissenschaften) an der Johann-Wolfgang-von-Goethe Universität in Frankfurt am Main. Nach Abschluss des Diplom-Studiums volontierte er bei dieser Zeitung. Beim „nd“ ist er seit 1997 für die Themen Bildung und Medien verantwortlich. Seit 2013 leitet er das Ressort Feuilleton. 

Folgen Sie Jürgen Amendt:

Aktuelle Beiträge von Jürgen Amendt

Christine Prayon als Birte Schneider in der »heute-show«

Gelacht wird wenig

Christine Prayon, die am Freitag den Berliner Kabarettpreis »Eddi« erhält, ist dem TV-Publikum vor allem
als Birte Schneider von der »heute-show« im ZDF bekannt. Ihr Hauptwerk ist aber die Kleinkunst.

Politiker in die Produktion

Die heutige parlamentarische Demokratie kennt einen neuen Typus des Politikers. Dessen wesentlichste Eigenschaft besteht darin, sich zu verstellen, denn er ist Bürger und Volksvertreter in einem. Als solches Zwitterwesen wohnen zwei Seelen in seiner Brust; was er als Bü...

In der Not ...

Anfang des Jahres schlugen die beiden Bildungsforscher Dirk Zorn und Klaus Klemm Alarm. In den Grundschulen müssten bis 2025 aufgrund steigender Schülerzahlen und des geplanten Ausbaus der Ganztagsschulen rund 105 000 neue Lehrkräfte eingestellt werden, rechneten die be...

Gauland ist Hitler ist Stalin ist Bannon ist Wagenknecht

Die AfD hat eine Medienstrategie, die gut funktioniert. Wie, das hat Frauke Petry bereits Anfang 2016 beschrieben. Man müsse provokante Statements formulieren, um sich medial Gehör zu verschaffen, schrieb die damalige AfD-Bundesvorsitzende in einer Mail an die Mitgliede...

Das Verbrechen kennt viele Namen

Ich habe etwas grundlegend falsch gemacht in meinem Leben. Irgendwann, als die große Weichenstellung anstand, habe ich die falsche Weiche umgestellt. Das wird mir immer deutlicher bewusst, je älter ich werde. Was hätte ich werden können im Leben, hätte ich nur in jungen...

Mittel zum sozialen Aufstieg

Als in den frühen 1970er Jahren die ersten dualen Studiengänge eingerichtet wurden, geschah dies in einer Zeit des Bildungsaufbruchs. Unter der sozialliberalen Koalition sollten die verkrusteten Strukturen an den Universitäten beseitigt und der Zugang zur akademischen B...

Geld gibt es genug, allein es fehlt der Wille

Bei der Bildungsfinanzierung liegt Deutschland weiter hinter vielen anderen EU-Ländern. Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht eine Finanzierungslücke im gesamten Bildungssystem in Milliardenhöhe.

Grenzen des Obszönen

Die Berliner Behörden haben dem umstrittenen Kunstprojekt »DAU« mit dem Nachbau einer Mauer mitten in Berlin aus Sicherheitsgründen die Genehmigung versagt. Bedenken hatten die Behörden vor allem bei der Verkehrssicherheit, den Rettungswegen und beim Brandschutz, wie Ve...

Wie geht das zusammen?

In meiner fränkischen Heimat gibt es einen Bäcker, der Mitte Oktober bei den Landtagswahlen nicht die CSU wählen wird. Er sagt das öffentlich und jedem, der es wissen will. Und er sagt das immer mit dem Hinweis, dass er »sein Lebtag« schon CSU gewählt habe. Diesmal aber...

Der Schwingerkönig

Realität ist etwas für Hartgesottene; leichter ist es, in seiner eigenen Welt zu bleiben; das erspart es einem, sich mit anderen Sichtweisen auseinanderzusetzen und Widersprüche aushalten zu müssen. Wer zum Beispiel Berlin verlässt - sagen wir mal, um in den Urlaub zu f...

Die falsche Rede vom Mord

Am Montag protestierten Zehntausende auf einem Rockkonzert in Chemnitz gegen die jüngsten pogromartigen rechten Aufmärsche. Die Sprechweisen der AfD haben sich dabei selbst in antifaschistische Äußerungen eingeschlichen.

Unter Männern

Um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, spielten am Montag Gruppen wie Die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, K.I.Z oder Kraftklub und rappten Künstler wie Marteria und Casper in Chemnitz. Was auffällt in dieser Reihung: Es sind ausschließlich Männer, die sich da expon...

Kardinalfehler

In der Berichterstattung zu den Vorfällen in Chemnitz haben viele deutsche Medien schwere Fehler gemacht. Statt über rechtsradikale Gewalt schrieben sie lieber über Zusammenstöße zwischen Linken und Rechten. Auch Fake-News wurden kolportiert.

Die gute Nachricht

Auch mit seinem neuen Buch bedient Thilo Sarrazins die Wutbürger der AfD und ihre Ressentiments gegen Muslime und Geflüchtete. Doch diesmal findet er selbst in den Boulevardmedien kaum positive Resonanz.

Ein Dieter für Millionen

Dieter Thomas Heck, Ex-Moderator der ZDF-»Hitparade«, ist gestorben. Der Job des Schlagermusikverkäufers war dabei dem seines erlernten Berufs, dem des Autoverkäufers, ähnlich: Schnell reden, wenig sagen.

Kleine Kehrtwende

Der Erfolg der CSU in Bayern beruhte immer darauf, dass die Parteiführung nicht nur meinte zu wissen, wie das Wahlvolk denkt, sondern die Interessen von Wahlvolk und Parteiführung weitestgehend übereinstimmten. Eine Opposition braucht Bayern nicht, spöttelte man in der ...

Hohe Renditeerwartung

Wenn ich in Berlin derzeit morgens zur Arbeit fahre, komme ich an einem ehrgeizigen Neubauprojekt vorbei. Große Häuser mit schicken Glasfassaden und grünen Innenhöfen werden in Windeseile hochgezogen. Es lohnt sich - für die Investoren und die künftigen Immobilienbesitz...

Späte Einsicht

Anfang dieses Jahres schlugen die beiden Bildungsforscher Dirk Zorn und Klaus Klemm Alarm. Allein in den Grundschulen müssten bis 2025 aufgrund steigender Schülerzahlen und des geplanten Ausbaus der Ganztagsschulen rund 105 000 neue Lehrkräfte eingestellt werden, rechne...

Schäbige Kampagne

Beim Thema Mesut Özil hat die »Bild« sich rassistischer Klischees bedient und die Wahrheit verdreht. Bei Kritik reagiert die Redaktion allerdings dünnhäutig, wie jetzt ein FAZ-Redakteur erfahren musste.

Feiern wie die Franzosen

Frankreich ist Fußball-Weltmeister. Und das ist gut so. Ich mag die Franzosen, sie sind ein nettes Volk, und ich sage das auch, weil ich als Enkel zweier Großväter, die vermutlich mehr als einen Franzosen erschossen haben (der eine im Weltkrieg Nummer 1, der andere im W...