Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper:
Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen
»Ich habe es nicht für möglich gehalten«

Wie ist es möglich, dass über ein Dreivierteljahrhundert nach der Befreiung vom Faschismus in Deutschland und Europa Antisemitismus wieder virulent ist? Reinhard Schramm über Antisemitismus heute, Verschwörungsmystiker, »Querdenker« sowie Aufklärung und Abwehr.

Gründergeneration

Von Anfang an wurde in dieser Zeitung Antifaschismus großgeschrieben. Selbstverständlichkeit. Verpflichtung. Das Blatt sah und sieht sich in der Tradition der deutschen Antifaschisten, darunter von den Nazis verfolgter Juden, in der Emigration gegründeter Publikationen ...

Kämpfte für die Rote Armee: Professor Moritz Mebel
Von der Moskwa ans Spreeufer

Höllischer Lärm. Rechts und links von ihm schlagen die Granaten ein, überschütten ihn mit Schnee und Dreck. Er presst sich ganz fest an die Erde, russische Erde. Die Artillerie der Hitlerwehrmacht belfert ununterbrochen. Deutsche Panzer rollen auf ihn zu. Doch der junge...

Friedrich dem Großen Unter den Linden in Berlin leuchtet der Mond: Für Hohenzollern kein anmaßender »Platz an der Sonne« mehr!
Der Bumerang-Effekt

Was wollen eigentlich diese Hohenzollern? Ein berechtigte Frage. Sie überschrieb die zweite Veranstaltung des Berliner Vereins Helle Panke am Montagabend innerhalb der Reihe »Alles nur geklaut«. Der Auftakt war den von den europäischen Kolonialmächten unrechtmäßig angee...

Die Füllung des Berliner Humboldt-Forums hat das Unrecht aus deutschen kolonialen Herrschaftszeiten in die öffentliche Debatte katapultiert.
Alles nur geklaut

Endlich wird auch in Deutschland diskutiert - über die Rückgabe in kolonialer Zeit unrechtmäßig angeeigneter Kulturgüter an die Herkunftsländer. Unbehagen darüber ist aber spürbar.

Denkerpose oder zum Haare raufende Verzweiflung ob linker Grabenkämpfe?
Die sehnsüchtig erwartete Heimkehr

Es war für ihn eine Heimkehr, auf die er lange warten musste, Jahrzehnte herbeigesehnt. An die er zwar immer geglaubt hatte und die dennoch ungewiss blieb - bis 1989. Sein Buch »Die Revolution entlässt ihre Kinder«, 1955 erstmals erschienen, hat ihn in die (westlic...

Ihrer Zeit weit voraus

Am 28. März 1871 wurde die Pariser Kommune proklamiert. An ihr scheiden sich bis heute die Geister. Von den einen mit Chaos und Anarchie gleichgesetzt, von anderen als Wetterleuchten einer neuen Zeit gefeiert.

Für Bücklinge nicht zu haben

Das Berliner Abgeordnetenhaus drängt jetzt auf eine gerichtliche Klärung im Streit mit den raffgierigen Hohenzollern. Der Senat ist per Parlamentsbeschluss explizit aufgefordert, »das öffentliche Interesse und Eigentum an diesem strittigen Kulturerbe zu verteidigen«.

Kultur für alle

Seit zwei Jahrzehnten fordern Künstler*innen, Kulturschaffende und kulturvolle Bürger*innen, aber auch Parteien, darunter Die Linke, einen Grundgesetzartikel, der den Staat verpflichtet, Kultur zu schützen und zu fördern. Nix tat sich bisher. Einen neuen Vorstoß unternimmt die SPD.

Gleichgültig und geschichtsvergessen

Leider nur virtuell konnte jüngst das Festjahr »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« eröffnet worden. Ob dies die jüngst auf dem deutschen Buchmarkt erschienenen Publikationen zum Thema zu leisten vermögen? Schön wäre es.

Nicht vergesslich - verlogen und feige

Nichts lässt sich am Geschehen verändern, es sei denn unser Umgang mit der Vergangenheit verändert die Sicht auf das Geschehene. Denn ›das, was war‹, interessiert uns nicht darum, weil es war, sondern weil es in gewissem Sinn noch ist, indem es noch wirkt.« Mit diesem Z...

»Ein sehr gescheites Frauenzimmer«

Ein starker Aufschlag. »Die politische Linke hat es selten verstanden, ihre abstrakten Ideen von Freiheit und Emanzipation sowohl des Einzelnen als auch der Gesellschaft so darzulegen, dass sie für Außenstehende verständlich und vor allem attraktiv geworden wären. Häufi...

Lisa Kötter: »Wir wollen nicht länger warten«

Mit ihrer Bewegung Maria 2.0 will Lisa Kötter die katholische Kirche revolutionieren. Machtmissbrauch, undemokratische Strukturen und Frauenfeindlichkeit sind dort noch weit verbreitet.

»Weil ich sie verehre«

Sie gehört zu den 
Ikonen der Linken: die am 5. März 1871 
im polnischen Zamość 
geborene Theoretikerin
 und Revolutionärin 
Rosa Luxemburg. Der Künstler Thomas Jastram fehrtigte zu ihrem 150. Geburtstag eine Skulptur an. »nd« berichtete, wie er dazu kam.

Ach, wie kulturlos sind diese Zeiten

Die Prototypen der Zeitung Ende des 16. Jahrhundert waren im deutschsprachigen Raum, wen wundert’s, Nachrichtenblätter aus der Welt des Geschäfts, herausgegeben von den Fuggern. Die weltweit erste Zeitung erschien 1605 in Straßburg; deren Editor Johann Carolus reflektie...

Regenschirme reichen nicht

Der Deutsche Ethikrat hat in der vergangenen Woche empfohlen, dass es keine Sonderrechte für bereits gegen Corona geimpften Menschen geben soll. Wie stehen Sie dazu? Der Begriff Sonderrechte ist nicht klar definiert und kann unterschiedlich ausgelegt werden. Betrif...

Lore Diehr in ihrer Pankower Wohnung
Die Hundertjährige, die Hitler den Kampf angesagt hatte

«Das haben wir alles schon mal erlebt. Wann werden die Menschen aus der Geschichte lernen?», kommentiert Lore Diehr heutige Nazi-Umtriebe. Die hundertjährige Veteranin gehörte 1933 bis 1945 dem antifaschistischen Arbeiterwiderstand in Berlin-Pankow an.

Sollte Ernst Thälmann, genannt »Teddy«, 1928 als KPD-Vorsitzender gestürzt werden?
»Teddy« in der Bredouille

Viele Gerüchte, Legenden, Halbwahrheiten und Lügen ranken sich bis heute um die Unterschlagung von Parteigeldern in der Hamburger KPD 1928, die angeblich fast zum Sturz des Parteivorsitzenden Ernst Thälmann geführt hätte.

Von wegen Primus inter pares

Mir gefällt an der amerikanischen Regierungsform, dass ein privater Bürger vom Volk in eine Position gewählt werden kann, die so bedeutend ist wie die des mächtigsten Monarchen, dass er auf Zeit mehr Macht ausüben darf als Zar, Kaiser und Papst, und dass er dann nach Ab...

Das nd-Feuilleton-Ressort: Bahareh Ebrahimi, Jakob Hayner, Christof Meueler, Samuela Nickel, Christin Odoj, Karlen Vesper
»Dümmstes Wort: Urlaub«

2020 war ein verrücktes Jahr. Unser Feuilleton-Ressort empfiehlt Konsumprodukte des Jahres oder rät davon ab. Die Bestenliste, inklusive Trump.