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Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper

Bescheidener Held

Jan Knapp ist stolz auf seinen älteren Bruder Werner, der als Angehöriger der tschechoslowakischen Exilarmee gegen die Wehrmacht gekämpft hatte und dessen Geschichte für ihn, den Jüngeren, ebenfalls lebensprägend wurde. Und den er heute zum Geburtstag umjubeln wird, wie...

»Wir waren nicht genügend darauf vorbereitet«

Am 11. September 1973 spricht er auf einer Gewerkschaftsversammlung. In Talca sei noch alles ruhig gewesen, berichtet Orlando Mardones. »Abends sahen wir im Fernsehen die Ereignisse in Santiago, die Flugzeuge über dem Präsidentenpalast.« Freunde raten ihm: »Verschwinde,...

»Sie werden mit uns verrecken«

Wer sich an Kundgebungen oder Demonstrationen von Rechtsextremen, Neonazis, Reichsbürgern und anderen Ideologen und Apologeten unseliger Vergangenheit beteiligt, beteiligt sich an der Demontage der Demokratie und wird womöglich mitschuldig an einem erneut bösen Erwachen...

Eine fatale Verdrängung

75 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki sind Atomwaffen immer noch nicht geächtet. Im Gegenteil, das atomare Wettrüsten scheint in eine neue Phase eingetreten zu sein. Alex Rosen von IPPNW fordert ihre sofortige Abschaffung.

Gewinner und Verlierer

Sympathisch und deshalb lesenswert ist dieser Band nicht nur wegen der thematischen Spannbreite sowie kritischen und undogmatischen Reflexion von 40 Jahren deutscher Zweistaatlichkeit und 30 Jahren deutscher «Einheit», sondern auch, weil hier starke, emanzipierte Autori...

Prophet und Mahner wider Faschismus

»Nirgendwo gilt ein Prophet weniger als in seiner Heimat«, soll Jesus laut dem Evangelisten Markus an einem Sabbat in der Synagoge seiner Geburtsstadt Nazareth gesagt haben, weil die Leute ungläubig fragten: »Woher hat er diese Weisheit?« Und wer ihm die Macht gäbe, so ...

Sie haben sich immer zur Wehr gesetzt

Der Gedenktag für die 
in der Zeit der Naziherrschaft ermordeten Sinti und Roma soll an die Toten erinnern. Im Interview spricht Romani Rose über die späte Anerkennung eines Völkermords.

Trauriger Entdecker

In Chicago sind am Wochenende wieder zwei Columbus-Statuen vom Sockel geholt worden. Die Empörung der Black-Lives-Matter-Aktivisten ist berechtigt. Aber ist sie auch historisch gerecht?

Verhüllungen

Verhüllungen sind beliebt, in der Mode, in der Kunst, zu Weihnachten. Und ebenso in einem liederlichen Haushalt. Aber auch aus politischer Scham. Man erinnere sich, als US-Außenminister Colin Powell im Foyer des New Yorker Domizils der Vereinten Nationen vor der Weltpre...

Aus Eins mach vier?

Das am Mittwoch in Berlin öffentlich vorgestellte Gutachten des Wissenschaftsrates, das eine Auflösung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz empfiehlt, gleicht einem Tsunami in der deutschen Kultur- und Wissenschaftslandschaft.

»Man ist froh und stolz über jedes gerettete Leben«

Mit 20 Jahren meldete sich Zoe Katharina bei »Jugend rettet«, um auf dem Mittelmeer treibende Bootsflüchtlingen zu retten. Für diesen Einsatz im Namen der Menschlichkeit will die italienische Justiz ihr und anderen Crewmitglieder der »Iuventa« den Prozess machen.

Fragen einer Schreibarbeiterin

Warum jetzt? Wieso überhaupt? In einer Zeit, in der auch Musentempel unter Corona litten, erst jetzt wieder ihre Pforten öffnen, darunter die auf der berühmten Berliner Museumsinsel, empfiehlt der Wissenschaftsrat (wer kennt ihn?) die Auflösung der Stiftung Preußischer ...

»Wenn der Wind schärfer weht«

Die Historische Kommission der ehemaligen PDS berät ehrenamtlich die Linkspartei in geschichtspolitischen Fragen, richtet öffentliche Konferenzen aus und publiziert zu historischen Themen. Ein Gespräch mit dem Gründungsmitglied Jürgen Hofmann.

Man ist gelangweilt

Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus in Europa wurden viele Straßen und Plätze, die nach Kommunisten und Sozialisten benannt waren, in Deutschland umbenannt. Nun soll es auch den Marx-Denkmälern an den Kragen gehen.

Es ist an der Zeit zu kämpfen

Annelis Kimmel über die Gründung der Gewerkschaften vor 75 Jahren, die Auflösung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes und die Attacken auf soziale Errungenschaften heute

Kopflos, klandestin, kolonial

Mit nicht minderem Eifer wie die Gedenk- und Erinnerungskultur der DDR geschleift wurde, sollten endlich rassistische Ideologie und Gewalt verherrlichende Relikte deutscher Geschichte aus dem öffentlichen Raum verbannt werden.

Es geschah in einer Sommernacht

Die USA sind ein Staat der rassistischen Gewalt: Vor 65 Jahren wurde der 14-jährige Emmett Till nach einem Kaugummikauf gelyncht. Danach wurde die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung stärker.

Wo bitte geht’s zum Finanzamt?

Da reibt man sich verwundert die Äuglein. Wer ist da alles aus dem Schlaf der Vernunft erwacht, der nach dem aufgeklärten spanischen Maler Francisco de Goya Ungeheuer gebiert. Man ist fast geneigt, dem Trottel Trump einen Dank über den großen Teich zu schicken. Mit sein...

Respekt

Der in einer Volksrepublik aufgewachsene, marxistisch geschulte Künstler lehnte die Kommerzialisierung seiner Kunst ab - was ihm freilich seine unternehmerisch begabte Frau ermöglichte.

Kruzifix noch mal, was soll das?

Wenn’s der Wettergott erlaubt, wird am Freitag die Kuppel des Berliner Schlosses mit dem umstrittenen Kreuz bekrönt. Karlen Vesper findet das fatal, und meint: Kein Kreuz auf ein säkulares Gebäude in einem säkularen Staat!