Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper

Rechts oder links, das ist hier die Frage.

Links wie rechts - einerlei?

Der rechtsextreme Terroranschlag in Hanau macht erneut deutlich, dass die Extremismustheorie »rechts wie links« untauglich ist, um die Gefährdung der Demokratie hierzulande effektiv zu bekämpfen.

Erfolgreich macht lustig: Sinn Féin-Vorsitzende Mary Lou McDonald (l.) auf einem Obststand in Dublin.

In Irland ist nichts mehr unmöglich

Die Dinge ändern sich in Irland. Nicht nur der Wahlerfolg der linken Sinn Fein sondern auch der Brexit sorgen dafür, dass Dinge, die vor Kurzem noch als unmöglich erschienen vorstellbar sind. Etwa eine Wiedervereinigung mit Nordirland.

Female Horror

1968 war es die Ohrfeige von Beate Klarsfeld für Kissinger. Auch heute machen Frauen und Politikerinnen wie die US-Demokratin Nancy Pelosi und die Thüringer Linke-Chefin Susanne Hennig-Wellsow mit starken Gesten Politik.

Forschen, fragen, feiern

Es ist eine Mär, die DDR-Geschichtswissenschaft habe sich nicht mit dem »Phänomen Hitler«, »Faszinosum« und »Führer-Kult« beschäftigt. Gewiss galt ihr vorrangiges Interesse dem Widerstand, vor allem der KPD, sowie der Rolle der Eliten, der Monopole und bürgerlichen Part...

Selbstinszenierung eines Mörders: Johann Niemann

»So weit weg - und doch so nah«

Er hätte diesen Termin nicht versäumt, wäre gewiss zur Ausstellungseröffnung in die Berliner Topographie des Terrors gekommen: Kurt Gutmann, Nebenkläger im Prozess gegen den ehemaligen Wachmann von Sobibór Iwan (John) Demjanjuk. Erst zehn Jahre vor seinem Tod 2017 hatte...

Zensur?

Die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur will zum Jubiläum der deutschen Einheit 163 Projekte (merkwürdig krumme Zahl) mit 3,3 Millionen Euro unterstützen, ob Publikationen, Ausstellungen, Tagungen, Dokumentarfilme, Archivstudien. Unter dem Themenschwerpunkt »Re...

Offensive

Als meine Großmutter einmal auf der gleichen Station wie Lotte Ulbricht im Regierungskrankenhaus lag und sich bei dieser nach deren Befinden erkundigte, antwortete die ehemalige First Lady der DDR: »Überall pieckts.« Es war gerade ein rundes Jubiläum des ersten und letz...

»Die Musik rettete mir das Leben«

Man kennt sie, singend mit dem Akkordeon vor der Brust: Esther Bejarano. Sie erweckt jedoch nicht nur jiddische Lieder zu neuem Leben.

How dare you?

Der Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) wurde die Gemeinnützigkeit entzogen. Selbst zum Auschwitz-Gedenktag wurde diese Entscheidung nicht revidiert. Es ist eine Schande.

Gleise in den Tod. 
Etwa 900 000 
Menschen wurden 
direkt nach ihrer 
Ankunft in Auschwitz in den Gaskammern 
ermordet; 200 000 starben an 
Krankheiten, 
Unterernährung, 
Misshandlungen.

»Ich hoffe auf mehr Achtsamkeit«

»Unser Denkmal muss eine wahrhaft demokratische Gesellschaft sein. Damit ist der Erinnerung an alle Opfer am besten gedient«, mahnt der Historiker und Rabbiner Andreas Nachama, Sohn von Shoah-Überlebenden.

Ein Synonym

Der Name Auschwitz hat etwas Universales in sich. Auschwitz ist zu einem sichtbaren Leuchtfeuer geworden, das die Verweigerung von Leben, Respekt und Toleranz verkörpert. Es richtet sich an jeden von uns und verpflichtet uns zur Selbstbeobachtung und zur Frage nach der ...

Barmherzigkeit genügt nicht

Man ist versucht, ihn den Jean Ziegler des Ostens zu nennen. Gleich dem Schweizer Soziologen, der unermüdlich gegen die «kannibalische Weltordnung» streitet, geißelt auch Gerhard Grote, emeritierter Professor der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst, Gebrechen u...

Abpfiff eines Endspiels

Geheimdienstexperte Helmut Müller-Enbergs bevorzugt es, von einer »Begehung« des Hauptquartiers des MfS durch Bürgerrechtler zu sprechen. Die vielzitierte »Erstürmung« der Stasi-Zentrale sei ein Mythos. Im Interview mit »nd« räumt er zudem mit weiteren Legenden auf.

Bambule mit Beethoven

Vom 19. bis 22. Juni lädt »nd« zu einer Reise in die Beethoven-Stadt Bonn ein. Es werden unvergessliche geistige und sinnliche Genüsse geboten.

Happy End

Wer sich matt und müde fühlt, ausgelaugt von der Fron des Jahres, erschöpft von den vergeblichen oder leider nur »a little bit« erfolgreichen Kämpfen der letzten zwölf Monate, sich einsam und allein wähnt, zu resignieren droht, niedergedrückt von zerschlagenen Hoffnunge...

Man hätte sie gern kennengelernt

Brandenburg braucht auch den Widerstandsvergleich mit Berlin nicht zu scheuen - ganz im Gegenteil: Es war mehr als eine ›Provinz‹.» Dies ist das Fazit langjähriger akribischer Forschungsarbeit von Hans-Rainer Sandvoß, ehemaliger stellvertretender Leiter der Gedenkstätte...

Bis in alle Ewigkeit

Themistokles, Staatsmann und Feldherr Athens, der die eroberungslüsternen Perser besiegte und seine Polis vor militanten Spartaner zu wehren versuchte, Wegbereiter der attischen Demokratie, auf die sich unsere, westliche, beruft, ereilte gnadenloser Ostrakismos, ein Sch...

»Die Neue Rechte ist die Alte Rechte«

»Überall ist die Enthemmung dieser Gesellschaft gefährlich weit fortgeschritten. Das, was geschieht, ›Rechtsruck‹ zu nennen, wäre eine glatte Untertreibung«, meint Jutta Ditfurth. Ihr ist zuzustimmen. Ebenso ihrer Überzeugung, dass man in den Faschismus nicht schlafwand...

Nicht mit westlichen Maßstäben zu messen

Wer Russland verstehen will, muss dieses Buch lesen, lockt der Verlag. Und hat damit nicht Unrecht. Reinhard Krumm, Jahrgang 1962, Leiter das Regionalbüros für Zusammenarbeit und Frieden in Europa der Friedrich-Ebert-Stiftung und Lehrbeauftragter für osteuropäische Gesc...

Ein Leben in Schuhkartons

Er ist nicht nur Sprecher, sondern auch ein Erzähler. Günter Herlt kennen Ostdeutsche reiferen Jahrgangs aus dem Fernsehen. Er war Kommentator und stellvertretender Chefredakteur der »Aktuellen Kamera« sowie DDR-Korrespondent in der alten Bundesrepublik. In den letzten ...