Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper

Und dann kamen die Schwestern

Voller Inbrunst trällern die Sozialdemokraten noch heute auf ihren Parteitagen oder anderen Großfeten: »Brüder, zur Sonne, zur Freiheit,/ Brüder zum Lichte empor!/ Hell aus dem dunklen Vergangnen/ leuchtet die Zukunft hervor.« Und dies ungeachtet einer ziemlich düsteren...

Mit neuem Mut der Zukunft entgegen, wie einst die Millionenpartei SPD? Zeichnung von Heinrich Zille 

“Brüder zur Sonne, zur Freiheit”.

Zeichnung von Heinrich Zille (1858–1929).

Bemerkung: 
S. 18
21.2.
163 x 157

Da war ein Mensch unterwegs ...

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Kurt Beck und Andrea Nahles, sprachen auf Veranstaltungen zur Erinnerung an die Revolution 1918/19 und deren Ergebnisse den eigenen Genossen Mut zu. Ob's aber auch nützt, um in eine neue lichte Zukunft zu marschieren?

Wie Kurfürsten und Mörder twitterten

Vor dem früheren Haus der Jungen Talente in Berlin, 1991 zurückbenannt in Palais Podewil, nach dem einstigen preußischen Staatsminister Heinrich Graf von Podewil, stehen drei Litfaßsäulen und ein Möbelwagen, die an die Novemberrevolution erinnern, unaufgeregt und sachli...

Kniet nieder, vor Andrea der Großen

Kallisthenes war ein antiker Geschichtsschreiber, Neffe des großen Aristoteles und dessen Schüler - gleich dem jungen Makedonierprinzen Alexander, den er später auf dessen Feldzügen begleitete, seine Taten rühmend für Zeitgenossen und Nachwelt. 327 v. u. Z. fiel er inde...

»L’Humanité« verkündet die Kapitulation Nazideutschlands 1945

»L’Humanité« in arger Not

Man kann und mag es sich nicht vorstellen, dass es »L’Huma«, wie die Zeitung von den Franzosen liebe- oder zumindest respektvoll genannt wurde, nicht mehr geben sollte. Droht einem Flaggschiff der linken französischen Presse das Aus?

Die Kraft der Schwachen

Weltweit werden an diesem Samstag Frauen mit »Women‘s Marches« für Gleichberechtigung, gegen Gewalt und Diskriminierung demonstrieren. Die Bürgerrechtlerin Ruth Misselwitz spricht im »nd«-Interview über Frauenpower und mangelnde Gleichberechtigung.

Andrée Leusink kann nicht ohne Bücher leben – darunter sind natürlich auch die ihres Vaters.

Keine Zeit für Gemeinsamkeit

Sie hat den Holocaust überlegt, Andrée Leusink, älteste Tochter des Schriftstellers Stephan Hermlin. Ihre Kindheit war überschattet von ständiger Flucht, schmerzlichen Trennungen und endlos freudlosen Tagen. Eigentlich wollte sie nie in Deutschland leben, dem Land der Täter.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, will im künftigen Humboldt Forum mit einem Raum der Stille an das koloniale Unrecht erinnern.

»Wir wollen maximale Transparenz«

Hermann Parzinger möchte einzelne Werke aus Tansania zurückgeben. Allerdings erst nach der Ausstellung. Der Präsident der »Stiftung Preußischer Kulturbesitz« im Interview über das Humboldt Forum, Raubgut und Restitution.

SPD soll sich entschuldigen

Bundesweit fand in der vergangenen Woche vielfältiges Gedenken an die vor 100 Jahren ermordeten Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Allein in Berlin verging kein Tag ohne mindestens eine Veranstaltung, getragen von diversen Institutionen und Initiati...

Sie haben es gewagt

»Unpolitische sein heißt politisch sein ohne es zu merken«, bemerkte Rosa Luxemburg dereinst. In diesem Sinne stürzte sie sich wie Karl Liebknecht mit Leidenschaft und Verstand ins Zeitgeschehen.

Weder Grusel- noch Jubelshow

Man könnte fast meinen, Hubertus Knabe sei zum PR-Agenten der Linkspartei avanciert: Sein Protest gegen eine Veranstaltung der Linksfraktion zum 100. Jahrestag der Gründung der KPD verschaffte dieser dankbare Publicity.

Die Kraft der Frauen

Frauenromane? Ein Genre, das zu Unrecht und oft bewusst böswillig als seichte, nicht ernst zu nehmende Belletristik belächelt oder gar denunziert wurde und wird. Die Spötter freilich kämen nicht auf die Idee, die Werke einer Jane Austen oder Françoise Sagan unter ihr ar...

Spiegelfechterei um Sezessionisten

»Was kümmert mich das ›Wörtliche‹, wenn es mir um den Sinn geht«, kontert Robert Menasse (Jahrgang 1954) die Kritik an einem Artikel, den er 2013 (!) für die »FAZ« verfasste. Darin hatte der österreichische Romancier dem deutschen Politiker Walter Hallstein (1901 - 1982...

Tag für Tag 1918/19

»Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!«, soll Wladimir I. Lenin, Führer der russischen Bolschewiki, dereinst gesagt haben. Und doch haben Deutsche vor 100 Jahren die Re...

Ein Produkt blühender Fantasie

Willy Brandts ehemalige Weggefährtin, die Journalistin Heli Ihlefeld meint: Brandt hat in wichtigen politischen Fragen Positionen vertreten, die seiner Partei heute gut zu Gesicht stünden.

Der Weg nach Damaskus

Frankreich in Aufruhr. Sind die Aktionen der »Gelbwesten« nur ein Strohfeuer oder haben sie die Kraft von 1968? Und ist Präsident Macron der König, der abdanken muss? Ein Gespräch mit dem Historiker Étienne François.

GroKo ist Schuld an wachsender Armut

Die gegenwärtige Zunahme von Armut, prekärer Arbeit und Obdachlosigkeit gehe laut Menschenrechtsanwalt Eberhard Schultz auf das Konto der Großen Koalition. »Dagegen hilft nur konsequentes Drängen auf die Durchsetzung der sozialen Menschenrechte zur Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz und sozialer Sicherheit für alle.«

Optimismus, Opposition und Organisation

Er gilt als ein scharfer Kritiker des US-Imperialismus und engagierter Streiter für die Rechte der Entrechteten in dieser Welt: der Linguist Noam Chomsky. Nun wird er 90 Jahre alt - mischt sich immer noch in die Politik ein.

Es plätscherte so vor sich hin

Was sagen Schuhe über ihre Träger aus? Viel, gewiss nicht alles. Pure Langeweile trieb die Berichterstatterin zum Studium der Fußbekleidung der auf dem Podium sitzenden »Diskutanten« - die selbst gelangweilt, müde, schlapp wirkten. Die »Debatte« plätscherte so vor sich ...

Sie sind tatsächlich wieder da

Das Cover zeigt eine Fotomontage von John Heartfield: aus dem Jahre 1933: «Werkzeug in Gottes Hand? Spielzeug in Thyssens Hand!» Hitler als Marionette des allmächtigen Kriegsprofiteurs und Kriegsverbrechers. Einleitend erinnert Christoph Vandreier an den Bestseller von ...