Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper

Von wegen Primus inter pares

Mir gefällt an der amerikanischen Regierungsform, dass ein privater Bürger vom Volk in eine Position gewählt werden kann, die so bedeutend ist wie die des mächtigsten Monarchen, dass er auf Zeit mehr Macht ausüben darf als Zar, Kaiser und Papst, und dass er dann nach Ab...

Das nd-Feuilleton-Ressort: Bahareh Ebrahimi, Jakob Hayner, Christof Meueler, Samuela Nickel, Christin Odoj, Karlen Vesper

»Dümmstes Wort: Urlaub«

2020 war ein verrücktes Jahr. Unser Feuilleton-Ressort empfiehlt Konsumprodukte des Jahres oder rät davon ab. Die Bestenliste, inklusive Trump.

Der 1960 in Potsdam geborene Theologe ist Mitbegründer der ostdeutschen Sozialdemokratie im Herbst 1989. Er war Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Von 2005 bis 2009 saß er für die SPD im Bundestag. Seit 2013 ist er ordentlicher Pfarrer an der Nikolasseer Kirche in Berlin. Das Foto zeigt ihm bei der Weihnachtsandacht 2017. Der Vater von drei Töchtern ist stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Berlin und Potsdam und engagiert sich für den christlich-muslimischen Dialog sowie für die Rechte der sorbischen Minderheit. Dieser Tage erschien sein Erinnerungsband »Tief träumen und hellwach sein: Politiker und Pfarrer mit Leidenschaft« (J.H.W. Dietz, 264 S., geb., 24 €).

»Ich wollte nicht nur mitsingen«

Der Theologe Steffen Reiche ist Mitbegründer der ostdeutschen Sozialdemokratie im Herbst 1989. Im Gespräch mit »nd« äußert er sich zum Umbruch in der DDR, der deutschen Einheit und den Herausforderungen im kommenden Jahr.

Himmlische Euphorie und Enttäuschung

Fast möchte man die heutige Jugend bedauern, ist ihr doch ein solch einzigartiges, euphorisches, unvergesslich verbindendes Ereignis nicht mehr vergönnt, wie jenen, die 1973 jung waren. Berlin, Hauptstadt der DDR, lud zu den X. Weltfestspielen der Jugend und Studenten. ...

Kindsein ist ein kostbarer Schatz

Mit der Verkündung der Engel in dere Weihnachtsgeschichte »Fürchtet Euch nicht!« möchte der Liedermacher und Christ Gerhard Schöne alle Menschen ermuntern, angstfrei die Festtage zu genießen. Für 2021 wünscht er sich, dass der »Prophetin« Greta Thunberg mehr Gehör geschenkt wird.

Auf der Spreeterrasse spazieren

Es geht viel um deutschen Kolonialismus: In Berlin eröffnet das Humboldt-Forum – digital. Es steht dort, wo früher der Palast der Republik stand. Und davor das Stadtschloss des Kaisers. Ein Gespräch mit Hartmut Dorgerloh, dem Generalintendanten.

Aus Gründen des Gewissens

Am 20. Januar 1974 beging Hermann Brinkmann während der Grundausbildung bei der Bundeswehr Suizid. Der Pazifist konnte den Wehrdienst nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Fast ein halbes Jahrhundert später setzt seine Nichte, Hannah Brinkmann, ihm ein literarisches Denkmal.

Inschallah, möge es ein Weckruf sein

Am 10. Dezember 1948 wurde die UN-Menschenrechtscharta verabschiedet. Sie verankert unter anderem das Recht auf Leben, Bewegungsfreiheit und Asyl. Die rigide europäische Flüchtlingspolitik steht dem entgegen, was stellvertretend für millionenfaches Leid der tragische Tod des zweijährigen syrischen Jungen Alan Kurdi vor fünf Jahren im Mittelmeer bezeugt.

Inschallah, möge es ein Weckruf sein

Am 10. Dezember 1948 wurde die UN-Menschenrechtscharta verabschiedet. Sie verankert unter anderem das Recht auf Leben, Bewegungsfreiheit und Asyl. Die rigide europäische Flüchtlingspolitik steht dem entgegen, was stellvertretend für millionenfaches Leid der tragische Tod des zweijährigen syrischen Jungen Alan Kurdi vor fünf Jahren im Mittelmeer bezeugt.

Die Ausgegrenzten

Migranten und Ostdeutsche verbindet die Erfahrung, aus der Mehrheitsgesellschaft ausgeschlossen zu sein oder von ihr abschätzig behandelt zu werden. Und trotzdem finden sie oft nicht zusammen. Woran das liegt, erklärt die Schriftstellerin Jana Hensel.

Von der Bonität zum Bankrott

Bischofferode ist mehr als ein Ortsname. Jörg Roesler adelt das Kaliwerk »Thomas Müntzer« als »widerständigsten Betrieb« der verschwundenen DDR. Im Mai 1993 sorgten die Kumpel des kleinen Ortes im Eichsfeld für Schlagzeilen in in- und ausländischer Presse. Sie machten i...

Das Ende einer Behörde

Was meinst du, soll ich meine Akte einsehen?«, fragte mich eines Tages Anfang der 90er Jahre ein Kollege, der schon in Rente war. Das sei seine Entscheidung, antwortete ich. Er könnte Enttäuschungen erleben. Es war die Zeit großer Enthüllungen und Enttarnungen. Die nich...

Die Neue

Es ist mehr als ein Generationswechsel. Es scheint vielmehr ein politisch-kultureller Schachzug: Carola Lentz ist zur neuen Präsidentin des Goethe-Instituts berufen worden. Die 66 Jahre alte Ethnologieprofessorin aus Mainz löst den 80-jährigen Bibliothekar Klaus-Dieter ...

Keineswegs nur die zweite Violine

Immer wieder wird gegen Friedrich Engels der Vorwurf erhoben, die Gedanken und Theorien von Karl Marx verwässert und verflacht zu haben. Eine Konferenz zum bevorstehenden 200. Geburtstag des Wuppertaler Kaufmannssohn widerlegte dieses Verdikt.

»Der Judenstern wird nisch jetrajen«

Durch List und Listenfälschung, dank schweigender Nonnen und vor allem dank seines widerständigen Vaters überlebte Kurt Hillmann den Holocaust. Anlässlich des 82. Jahrestages der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 erinnert sich der Veteran an mörderischen Antiseimitismus und Faschismus.

Aufruhr der Bosheit

Mörderischer Anschlag in Wien, Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty, Anschläge auf zwei Shisha-Bars in Hanau im Februar dieses Jahres. Woher rühren Hass und zunehmende Gewaltbereitschaft – von wem und gegen wen auch immer?

Sieben auf einen Streich

Wie kaum ein anderer Staat ist die DDR er- und ausgeforscht. Alltag, Anspruch und Anforderungen, Selbstverständnis und Selbstbewusstsein der Frauen in der DDR bleiben indes bis heute stiefmütterlich behandelt.

Denk ich an Nathan, den Weisen ...

Es muss schon Gravierendes vorgefallen sein, wenn sich ein Verlag nach Jahrzehnten von einer Autorin trennt. Die Entscheidung des Editionshauses S. Fischer, die Zusammenarbeit mit Monika Maron zu beenden, ist richtig und folgerichtig.

Räsoniert nicht nur - streitet und handelt

«Autokratien sind eine weltweite Pandemie» sagte Amartya Sen, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, bei der Verleihung in Frankfurt. Es sei in der heutigen Zeit kaum Dringlicheres geboten als globaler Widerstand gegen Autoritarismus.

Das höchste Gut auf Erden

Er hätte sich gefreut - über die Entscheidung des schwedischen Nobelpreiskomitees, den diesjährigen Friedensnobelpreis an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zu vergeben. Da haben sich Menschen dem Kampf gegen den Hunger weltweit mit Leib und Seele, Herz u...