Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper

Das schlimmste Verbrechen des kannibalischen kapitalistischen Systems: Kinderarbeit und die Zerstörung der Zukunft der Kinder

Sie werden den Frühling nie bezwingen

Eine aufrührerisch, unerhörte Osterbotschaft verkündet der Schweizer Globalisierungskritiker Jean Ziegler: »«Der Kapitalismus muss zerstört werden, bevor er uns und den Planeten zerstört.»

Komintern intern

Hierzulande kaum beachtet, jährte sich jüngst der 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Internationale, die knapp ein Vierteljahrhundert revolutionäre Kämpfe weltweit, in Nord und Süd, Ost und West bestärkte und beeinflusste und deren Ziel im Sinne von Marx wa...

»Am liebsten hätte man mich für vogelfrei erklärt«

Kristina Hänel wurde vorgeworfen, Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu machen. Auf Grundlage des Paragrafen 219a wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ein Interview mit der Ärztin aus Gießen.

Vergangenheit, die nie vergeht

Löblich, wenn auch reichlich spät: Im Auftrag des Bundestages und des Bundeskabinetts stellen sich seit einigen Jahren Bundesministerien und Behörden ihrer NS-Vergangenheit. Den Auftakt gab das Auswärtige Amt, gefolgt von Justiz-, Finanz- und Landwirtschaftsministerium,...

Über Rechte reden

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.» Diese Einsicht überspannt, wenn auch unausgesprochen, mehrere Buchvorstellungen und Diskussionen auf der Leipziger Buchmesse.

Rast- und ruhelos auf der Suche

»Eine Verteidigerin der Menschlichkeit« nannte der protestantische Pfarrer und Antimilitarist Bart de Ligt die 1922 erst 36-jährig verstorbene Clara Wichmann, die unter ihren heutigen Juristenkollegen völlig un- oder wenig bekannt ist, umso mehr jedoch in pazifistischen...

Liebe Sonitschka

»Meine liebe kleine Sonja! ... Es tut mir weh, dass ich Sie in Ihrer Lage verlassen musste; wie gern möchte ich mit Ihnen wieder im Feld ein wenig schlendern oder im Erker in der Küche auf den Sonnenuntergang blicken. Ich denke Sie mir so einsam und verloren, und das tu...

Euphorie und Ernüchterung

Zwei Fotos, fast ein Jahrhundert liegt zwischen beiden Aufnahmen. Heiner Simon ist stolz auf beide, hütet sie wie einen Schatz. Die eine zeigt seinen Großvater während der deutschen Revolution 1918. Es gehört zu den am häufigsten veröffentlichten aus jener dramatischen Zeit.

Mkono wa damu

Deutschland brüstet sich, weil man die Bibel des Nama-Anführers Hendrik Witbooi an Namibia zurückgab. Reparationen ob des Völkermords werden verweigert. Und übers mörderische Wüten in Deutsch-Ostafrika (Tansania, Burundi, Ruanda) schweigt man.

Und dann kamen die Schwestern

Voller Inbrunst trällern die Sozialdemokraten noch heute auf ihren Parteitagen oder anderen Großfeten: »Brüder, zur Sonne, zur Freiheit,/ Brüder zum Lichte empor!/ Hell aus dem dunklen Vergangnen/ leuchtet die Zukunft hervor.« Und dies ungeachtet einer ziemlich düsteren...

Da war ein Mensch unterwegs ...

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Kurt Beck und Andrea Nahles, sprachen auf Veranstaltungen zur Erinnerung an die Revolution 1918/19 und deren Ergebnisse den eigenen Genossen Mut zu. Ob's aber auch nützt, um in eine neue lichte Zukunft zu marschieren?

Wie Kurfürsten und Mörder twitterten

Vor dem früheren Haus der Jungen Talente in Berlin, 1991 zurückbenannt in Palais Podewil, nach dem einstigen preußischen Staatsminister Heinrich Graf von Podewil, stehen drei Litfaßsäulen und ein Möbelwagen, die an die Novemberrevolution erinnern, unaufgeregt und sachli...

Kniet nieder, vor Andrea der Großen

Kallisthenes war ein antiker Geschichtsschreiber, Neffe des großen Aristoteles und dessen Schüler - gleich dem jungen Makedonierprinzen Alexander, den er später auf dessen Feldzügen begleitete, seine Taten rühmend für Zeitgenossen und Nachwelt. 327 v. u. Z. fiel er inde...

»L’Humanité« in arger Not

Man kann und mag es sich nicht vorstellen, dass es »L’Huma«, wie die Zeitung von den Franzosen liebe- oder zumindest respektvoll genannt wurde, nicht mehr geben sollte. Droht einem Flaggschiff der linken französischen Presse das Aus?

Die Kraft der Schwachen

Weltweit werden an diesem Samstag Frauen mit »Women‘s Marches« für Gleichberechtigung, gegen Gewalt und Diskriminierung demonstrieren. Die Bürgerrechtlerin Ruth Misselwitz spricht im »nd«-Interview über Frauenpower und mangelnde Gleichberechtigung.

Keine Zeit für Gemeinsamkeit

Sie hat den Holocaust überlegt, Andrée Leusink, älteste Tochter des Schriftstellers Stephan Hermlin. Ihre Kindheit war überschattet von ständiger Flucht, schmerzlichen Trennungen und endlos freudlosen Tagen. Eigentlich wollte sie nie in Deutschland leben, dem Land der Täter.

»Wir wollen maximale Transparenz«

Hermann Parzinger möchte einzelne Werke aus Tansania zurückgeben. Allerdings erst nach der Ausstellung. Der Präsident der »Stiftung Preußischer Kulturbesitz« im Interview über das Humboldt Forum, Raubgut und Restitution.

SPD soll sich entschuldigen

Bundesweit fand in der vergangenen Woche vielfältiges Gedenken an die vor 100 Jahren ermordeten Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Allein in Berlin verging kein Tag ohne mindestens eine Veranstaltung, getragen von diversen Institutionen und Initiati...

Sie haben es gewagt

»Unpolitische sein heißt politisch sein ohne es zu merken«, bemerkte Rosa Luxemburg dereinst. In diesem Sinne stürzte sie sich wie Karl Liebknecht mit Leidenschaft und Verstand ins Zeitgeschehen.