Redaktionsübersicht

Karlen Vesper

Karlen Vesper

Karlen Vesper, Jahrgang 1959, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte. Seit 1982 Redakteurin des “neuen deutschland”, zeichnet sie im Ressort Feuilleton verantwortlich für Geschichte sowie Politisches Buch/Sachbuch. Sie verfasste selbst einige Bücher, u.a. “Das eigene Leben leben. Kinder berühmter Eltern – von Brandt bis Seghers” (mit Gabriele Oertel), “Licht in dunkler Nacht. Zwölf Gespräche mit anderen Deutschen”, “Du musst leben! Kinder des Krieges, Kinder des Holocaust” sowie einen Interviewband mit dem Maler Ronald Paris, “Wahr und wahrhaftig”.

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Aktuelle Beiträge von Karlen Vesper

Demonstranten und Polizei stehen protestieren vor dem Amtsgericht in Dresden.

Sie sind die VVN-BdA

Sechs Menschen haben uns erzählt, warum sie Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) sind.

Überparteilich und Zonen überschreitend

Wie in allen europäischen Staaten schlossen sich nach der Befreiung vom Faschismus auch in Deutschland überlebende Verfolgte des Naziregimes in eigenen Organisationen zusammen, zunächst in Antifa-Ausschüssen und Hilfskomitees zur gegenseitigen Unterstützung in sozialer ...

Die DDR war ein Land mit eigener Sprache: Diese Werbung war im Westen berühmt, hing an der Autobahn bei Dessau und ist heute museal.

Nicht per Zufall

Dick Boer war 1984 bis 1990 Pfarrer der niederländischen Gemeinde in der Hauptstadt der DDR. Er war einer der Ideengeber des in der Wohnung von Christa Wolf endredigierten und zwei Tage darauf in Berlin vorgestellten »Aufrufs für unser Land«.

Chapeau!

Die deutschen Marx-Engels-Forscher waren erstaunt und überrascht, von ihren südkoreanischen Kollegen zu erfahren, dass diese innerhalb von vier Jahren 17 Bände der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) ins Koreanische übersetzen wollen. Ein ehrgeiziges Unterfangen, wie Insid...

Skalas Vision

Wir sind die erste freie Generation unseres Volkes, aber nicht frei sind wir von den Erfahrungen der dreißig Generationen Geknechteter und Verachteter zuvor.« Dieses Zitat des 2006 verstorbenen sorbischen Schriftstellers Jurij Brězan stellt Peter Kroh an den Anfang sein...

Geerdet

Rom ist immer eine Reise wert. Auch im November, wenn es mitunter heftige Regengüsse gibt. Johann Wolfgang Goethe notierte bei seiner Ankunft in der Stadt am Tiber am 1. November 1786: »Ja, ich bin endlich in dieser Hauptstadt der Welt angelangt! ... Alle Träume meiner ...

Der Moment, in dem die Mauer durchlässig wurde: Grenzübergang Bornholmer Straße am Abend des 9. November 1989

»Wir fluten jetzt«

Zehn Jahre rannten die Griechen vergeblich gegen die mächtigen Tore Trojas an, erst eine List ließ sie triumphieren. Mehr als 100 Jahre benötigten die Römer, um die Wälle von Karthago zu brechen. Die Berliner Mauer fiel in einer Nacht. Ohne Blutvergießen! Seither wird s...

Christoph Hein spricht am 04.11.1989 auf dem Alexanderplatz.

Die fünfte Grundrechenart

Die Werke von Christoph Hein wurden in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Donnersmarcks Film »Das Leben der Anderen«, der angeblich auf seiner Lebensgeschichte beruht, nennt Hein »ein Gruselmärchen«.

Berlin, Alexanderplatz: die bunte, fröhliche und angstfreie Manifestation am 4. November 1989

Wohlige Gefühle und kluge Reden

»Wahnsinn!« riefen ungläubig die Zehntausenden, die in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 aus der Hauptstadt der DDR hinüber nach Westberlin pilgerten. Wahnsinn auch: Allein in Berlin gibt es in dieser Woche 200 Veranstaltungen zu dem welthistorischen Ereignis vor 30 Jahren.

Trunken von der neuen Freiheit

Das Neue Forum gehörte zu wichtigsten Initiatoren und Trägern der »Wende« in der DDR. Den Gründungsmitgliedern, darunter Akademiker, ging es auch um die Bewahrung von Natur und Umwelt.

Ein frostiger Tag, frostige Jahre

Sie hatte sich auf den Besuch gut vorbereitet. Auf dem Couchtisch in ihrem Wohnzimmer waren Dokumente und Fotos ausgebreitet, ihre jüngsten Bücher und die aktuelle nd-Ausgabe. Vera Friedländer, Shoah-Überlebende, berichtete mir, wie sie die berüchtigte »Fabrikaktion« de...

Auf die Strümpfe gemacht

Es erscheint mitunter, als wäre es erst gestern geschehen - und liegt doch schon 30 Jahre zurück: der Auf- und Umbruch in der DDR, der im Herbst 1989 begann und im Herbst 1990 bereits endete.

Queens Speech

Ich glaub, ich bin im falschen Film. Schreiben wir das Jahr 2019, oder 1558? Was für ein Mummenschanz in Westminister am Montag dieser Woche. Elisabeth II. verlas die Regierungserklärung von Boris Johnson. Während dieser wie ein Schulbub aufgeregt auf seiner Bank hin- u...

Vergessenheit

Es ist gut, dass es einen Raif-Badawi-Preis gibt. Dadurch wird wenigstens einmal im Jahr, während der Frankfurter Buchmesse, an den mutigen saudi-arabischen Blogger erinnert, der 2012 verhaftet und wegen Apostasie, »Beleidigung des Islam«, zu zehn Jahren Haft und tausen...

Der Songpoet mit der russischen Seele

Uns heute permanent einreden zu wollen, der Kommunismus sei gescheitert, ist eine Beleidigung unserer Intelligenz und postum auch unserer Bildung, die ja seit fast dreißig Jahren ohnehin mit Füßen getreten wird.« Tino Eisbrenner ist ein Mann der klaren Worte. Ob geschri...

Drei Ausrufezeichen - zur Bewahrung von Frieden weltweit

Si vis pacem, para pacem! - Wer den Frieden will, muss sich für den Frieden einsetzen. Diese Überzeugung eint die Autoren des Bandes. «Wenn es um den Frieden geht, hat jeder das Recht mitzureden. Wir melden uns zu Wort, weil wir den Frieden bedroht sehen», erklären eing...

Ohne Dialog keine Demokratie

Man könnte meinen, wir sind heute dort angelangt, wo sich die DDR vor 30 Jahren befand: Sprachlosigkeit der Obrigkeit - und Empörung darüber »unten«. Für heute gibt es zudem festzustellen: »Die Gesellschaft zerfällt in Teilöffentlichkeiten, die nur innerhalb ihrer Filte...

Ein sanfter Freiheitskämpfer

Der Titel macht neugierig: Mohandas Karamchand Gandhi ein Anarchist? Seine Rede zur Einweihung der Hindu-Universität von Benares am 6. Februar 1916, in dem von Lou Marin herausgegebenen Band erstmals in deutscher Übersetzung veröffentlicht, ist titelgebend. • Lou M...

Der Sonderbeauftragte

Eine Begegnung der besonderen Art: Horst Teltschik, Kohls Vertrauter und Sonderbeauftragter in den Verhandlungen zur deutschen Einheit, begründete in einer »nd«-Veranstaltung, warum gute Beziehungen zu Russland für Deutschland und Europa eminent wichtig sind.