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Roberto de Lapuente

Roberto de Lapuente

Roberto J. De Lapuente, geboren 1978, hat vor vielen Jahren eine Lehre zum Industriemechaniker absolviert und danach länger in der Metallbranche gearbeitet. Mittlerweile lebt er als freier Publizist in Frankfurt am Main. Er ist Mitglied des Blogs “neulandrebellen”.

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Aktuelle Beiträge von Roberto de Lapuente

Thomas Kemmerich (FDP)

Unternehmenskultur der Schande

Ein Spontankandidat der kleinsten Fraktion im thüringischen Landtag wird mit den Stimmen der AfD zum Kurzzeitministerpräsident gewählt - und Unternehmer finden Gefallen daran. Das zeigt, wie undemokratisch sie sind.

Die IAA wurde jahrzehntelang in Frankfurt ausgerichtet und prägte das Stadtbild: In den Ausstellungstagen wurde jeder U-Bahnhof und fast jede Hauswand für Werbung der Automobilbranche genutzt.

Das Ende der IAA ist keine Hiobsbotschaft

War der Tag, an dem das Ende der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt besiegelt wurde, tatsächlich ein »schwarzer Tag« für die Stadt? Das behaupteten jedenfalls die Hoteliers. Als ob diese Westentaschengroßstadt nicht schon voll genug wäre!

Julia Klöckner meint, man könne in die Lebensmittelindustrie vertrauen. Sicherlich sind alle Kühe so glücklich, wie diese, die ihr bei der Grünen Woche vorgestellt wurde.

Die Scheuer aus’m Landwirtschaftsministerium

Noch nie gab es so viele Lebensmittelrückrufe wie 2019. Auch 2020 reißt die Serie nicht ab: Plastik im Käse. Was tut die Verbraucherministerin? Sie laviert. Julia Klöckner ist die Andy Scheuer des Landwirtschaftsministeriums.

Rettet euch selbst, liebe Pflegekräfte!

Sie sind knapp und werden gebraucht: Pflegekräfte. Eigentlich müsste diese Situation dazu führen, dass es ihnen besser geht. Doch das Gegenteil ist der Fall: Oft arbeitet diese Berufsgruppe bis zum Umfallen.

Die wahre Größe des SUV

In Deutschlands Städten wird es immer schwieriger, einen Parkplatz zu finden. Der Verband der Automobilindustrie setzt auf Reformen. Übersehen wird dabei: Dass der Platz rar ist, hat auch mit dem großen Ego deutscher Autofahrer zu tun.

Eine Wertzerstörungsverhinderungssteuer ist notwendig

Mineralwasser ist uns 19 Prozent Mehrwertsteuer wert; Eier und Honig immerhin noch sieben Prozent. Und Aktien? Auch für ihren Kauf wird künftig »ein Mehrwert« entrichtet. Satte 0,2 Prozent sollen es werden. Viel zu wenig!

Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug …

Ab 2020 wird die Deutsche Bahn Kartenzahlung in ihren Bordrestaurants ermöglichen. Jetzt geht es Schlag auf Schlag mit der Zukunft. Mittlerweile hört sich das Unternehmen an wie das ZK von einst: Von gestern, aber siegesgewiss.

Niemand hat die Absicht, einen Vertrag zu brechen

Vertrag ist Vertrag. Und der wird jetzt, da die SPD neue Vorsitzende hat, auch nicht neu verhandelt – wenn es nach der Union geht. Dass der Koalitionsvertrag gar keiner ist, sollte ein Berufsstand voller Juristen aber wissen.

Weil ich ein Wessi bin …

Mich an die Kindheit erinnern, nostalgisch zurückschweifen: Das ist mir erlaubt, keiner wird mich maßregeln. Ganz einfach deshalb, weil ich aus dem Westen bin. Wehe ein Ostdeutscher traut sich sowas.

Allianz der Überarbeiteten

Nachdem zwei Bundestagsabgeordnete einen Schwächeanfall erlitten, behauptet die Politik, dass sie die Arbeitsbedingungen an Grenzen bringe. Viele Menschen außerhalb des Politikbetriebes lassen diese Beschwerde nicht gelten. Beide machen es sich zu einfach.

Meine Lebenserwartung, deine Lebenserwartung

81 ist das neue 65, wirklich? Das Renteneintrittsalter weiter erhöhen zu wollen ist eine Idee, die nur von Wohlhabenden kommen kann. Denn sie leben länger als Menschen, die Armut und Entbehrung ausgesetzt sind.

Sprachlosigkeit als linke Abgrenzungsstrategie

Die Linkspartei denkt nach der Landtagswahlen in Thüringen darüber nach, mit der Union zu koalieren. Was für viele Linke Verrat ist, ist jedoch ein normaler demokratischer Vorgang.

Sonntags shoppen, brunchen, Klima killen

Hessens Bürgermeister wollen den verkaufsoffenen Sonntag flexibilisieren: Um gegenüber dem Onlinehandel zu punkten. Im Sinne des Klimaschutzes ist das nicht. Der braucht mehr Ent- und nicht etwa Beschleunigung.

Es wird schon gehen … irgendwie

In Zeiten der schwarzen Null, in der Austerität die oberste Präambel staatlichen Handelns beziehungsweise Unterlassens ist, gibt es ein Wort, das irgendwie total trendy ist: Irgendwie nämlich. Irgendwie kommt einem das jedenfalls so vor.

Gesundheit geht vor

Und wieder ist der Krankenstand angewachsen. Knapp 20 Tage fehlten Arbeitnehmer im letzten Jahr in Deutschland krankheitsbedingt am Arbeitsplatz. Eine schlechte Nachricht? Mitnichten! Die Arbeitnehmer sind heute nicht wirklich kränker als früher.

Partner in jeder Lage

Die Industrie baut auf verlässliche Politiker in den Ministerien. Das hat BDI-Chef Dieter Kempf jüngst im »Spiegel« indirekt verraten. Mit den Unkalkulierbaren, die heute so und morgen so handeln, ist der »Weiter so«-Kurs in Gefahr.

Deutschland braucht eine Verbotspartei

Die Grünen gelten für viele noch immer als Verbotspartei. Das passt den Verantwortlichen dort nicht. Denn mit diesem Label lassen sich ihrer Meinung nach keine Wahlen gewinnen. Doch wir brauchen eine solche Partei dringend.

Rassisten, Völkische, Spinner - aber keine Nazis

Am Sonntagabend war klar: In Sachsen und Brandenburg haben die Nazis massiv zugelegt. Die Nazis? Nun ja, die AfD – die quer durchs Land von vielen »nazifiziert« wird. Doch dieser Sprachgebrauch ist falsch.