Netzwoche

Demo-Styling-Tipps von der »Bild«

Als die Hamburger Polizei zu Wochenbeginn ihre öffentliche Fotofahndung nach 104 mutmaßlichen G20-Straftätern eröffnete, ließ sich mit ein wenig Fantasie ausmalen, welche Euphorie in der »Bild«-Redaktion geherrscht haben muss: Geil, wir können »linksextreme« Chaoten an den Pranger stellen!

Von Robert D. Meyer

Mit Frauen reden

Am digitalen Stammtisch Facebook sind Männer in der Mehrheit und sie dominieren den Stil der Debatten. Wenn Frauen kommentieren, dann tun sie das meist höflicher. Zu diesem Schluss kam jetzt das Medienmagazin »Zapp«.

Von Jürgen Amendt
Muslime in Deutschland

Verantwortlungslose Zahlenspiele

Wie viele Muslime leben in Deutschland? Die meisten Deutschen schätzen die Antwort auf die Frage falsch ein. Neue Prognosen zur künftigen Entwicklung sind sehr unterschiedlich und werden von den Medien klischeehaft inszeniert.

Von Robert D. Meyer

Fox News für Leser

Nach der Übernahme des »Time«-Verlags durch Meredith stellt sich die Frage: Was wird aus dem einstigen New Yorker Traditionsblatt? Besonders der Umstand, dass zwei erzkonservative Milliardäre den Deal finanzierten, lässt die Sorgen wachsen.

Von Robert D. Meyer

Retter des Heiligabendlandes

Alle Jahre wieder kramt das Besorgtbürgertum die wenig weihnachtliche Erzählung raus, aufgrund politischer Korrektheit würden Weihnachtsmärkte umbenannt. Selbst der altehrwürdige Dresdner Striezelmarkt blieb (wieder einmal) nicht verschont.

Von Robert D. Meyer

Gefühlte Wahrheiten

Über das Angebot von nachrichten.de.com kann jeder selbst Fake News produzieren. Doch was als Spaß gedacht ist, wird auch von rechten Hetzern genutzt. Verrückt wird es, wenn selbst offensichtliche Falschnachrichten für wahr gehalten werden.

Von Robert D. Meyer
Attila Hildmann

Der Mc Hildmann

Restaurantkritiker haben keinen einfachen Job. das weiß seit letzter Woche auch Susanne Kippenberger. Die Journalistin legte sich ausgerechnet mit dem veganen Starkoch Attila Hildmann an. Ein Lehrstück über gute PR.

Von Robert D. Meyer
BKA-Fahndung

Virtuelles Gedächtnis

Am Montag schnappte das BKA mit Hilfe der Veröffentlichung des Fotos einer Vierjährigen, die Opfer sexueller Gewalt wurde, einen Tatverdächtigen. Das Bild des Mädchens wieder aus den Netzwerken zu löschen, wird länger dauern.

Von Jürgen Amendt

Die Köpfe der Hydra

Die Agentur Jung von Matt sollte der Union zum Wahlsieg verhelfen. In einem selbstkritischen Text beschreibt Agentur-Vorstand Strerath das eigene Scheitern an der Alternative für Deutschland und ihrer Provokationsstrategie.

Von Jürgen Amendt
Meinungsforschung

Alltäglicher Umfragenwahnsinn

Sie gehören zu jeder Wahl wie die Plakate der Kandidaten an den Laternenmasten: Umfragen. Doch der richtige Umgang mit dem Zahlenwerk falle vielen Journalisten schwer, sagen Studierende der TU Dortmund.

Von Robert D. Meyer

#fickdichfacebook

Wer sich von Facebook bis vor kurzem in der Rubrik »Nachrichten und Politik« Gruppen empfehlen ließ, bekam sehr viele Tipps aus dem AfD-Umfeld. Was den Algorithmus dazu verleitete, kann das soziale Netzwerk nicht erklären.

CSU auf Russisch

Der Internet-Wahlkampf treibt die seltsamsten Blüten. Mit dem sogenannten Online-Targeting werden politische Botschaften auf kleine Gruppen zugeschnitten. Die CSU wirbt dann schon mal auf russisch mit einem AfD-Slogan.

Von Jürgen Amendt

Kein Urlaub für Geflüchtete in ihrer Heimat

Die AfD hat ein Talent dafür, der Öffentlichkeit Debatten aufzudrücken, die es nicht wert sind, geführt zu werden. Doch wenn es heißt, Geflüchtete würden Urlaub in ihrer Heimat machen, werden Fakten zur Nebensache.

Merkels breites Youtube-Lächeln

Es ist löblich, wenn die Kanzlerin auch der Generation Youtube Politik näher bringen will. Das Setting von #DeineWahl glich aber eher dem oberflächlichen Ritt durch die großen Fragen der Politik. Wäre da nicht ein Moment gewesen.

Die »BamS« und der »SPD-Weil«

Mit einer »Enthüllung« über Absprachen zwischen Volkswagen und Niedersachsens Landesregierung landete die »Bild am Sonntag« einen Aufreger. CDU und FDP nahmen die Steilvorlage dankbar auf. Doch das war wohl verfrüht.

Von Robert D. Meyer

Gruppensex mit Opfer

Eines muss man der neuen Mannschaft der ehemaligen Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz - nun Volksbühne Berlin - lassen: Sie ist nicht gerade verzagt und lässt sich von falsch verstandener Diplomatie nicht ausbremsen. Chris Dercon in seinem Lauf hält darum weder Ochs noc...

Von Tobias Riegel

Twitter-Mädchen aus Aleppo: Bauchredner aus Syrien

Der Stern und andere Medien berichteten unkritisch über das syrische Mädchen aus Bana, das auf Twitter über die Gräuel des Krieges in Aleppo berichtete. Dabei wäre der Fall wichtig, zur Selbstkritik der Medien.

Von Tobias Riegel

Bezahlter Türkei-Jubel weiterhin auch bei Springer

An diesem Freitag wird Deniz Yücel seit 159 Tagen in türkischer Haft sitzen. Der Springer-Verlag setzt sich für die Freilassung seines Korrespondenten ein. Gleichzeitig verdient das Medienhaus mit eine umstrittenen PR-Kampagne Geld.

Von Robert D. Meyer

Bosbach flieht nicht nur vor Ditfurth

Der vorzeitige Abgang von Wolfgang Bosbach aus dem ARD-Talk »Maischberger« ist ein Paradebeipsiel dafür, wie sich die Aufmerksamkeit in einer Debatte lenken lässt. Oder erinnert sich jemand, was die Gäste zu G20 zu sagen hatten?

Von Robert D. Meyer

Gesetz gegen Hass?

Schwarz-Rot hat sich auf eine abgespeckte Variante des Netzwerkdurchsuchungsgesetzes geeinigt, mit dem Facebook & Co. zum schnelleren Löschen von Hassmails verpflichtet werden sollen. Die Kritik an dem Gesetz hält aber an.

Von Jürgen Amendt

Ein Film, der Israel schadet

ARD und Arte zeigten jetzt den zuvor abgelehnten Dokumentarfilm »Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa« doch noch. Das ist gut so, denn jetzt kann die Doku auch inhaltlich kritisiert werden.

Von Jürgen Amendt

Breitbarts Absturz, Teil 2

Breitbart abgestürzt – so vermeldete es vergangene Woche auch das »nd«. Das rechtsnationale US-Medium hat tatsächlich an Lesern eingebüßt, allerdings ist der Rückgang nicht so dramatisch, wie vermeldet wurde.

Von Jürgen Amendt

Breitbarts Absturz

Das rechtextreme Internetportal Breitbart verliert rasant Leser, auch andere rechte Medien in den USA schwächeln. Verliert damit Präsident Donald Trump seine wichtigsten Bündnispartner in der Medienlandschaft?

Von Jürgen Amendt

Wenn die ersten Bomben fallen... wird Trump geliebt

Eine Medienstudie kommt zu dem Schluss, dass der CNN, die »New York Times«, der britische BBC und die ARD zu 80 Prozent negativ über Trump berichten. Lediglich sein Raketenangriff auf Syrien kommt gut weg.

Von Robert D. Meyer

Der Schulz-Hype fuhr eine Runde Paternoster

Nach Monaten im Aufwind beschleunigte sich für Martin Schulz zuletzt der mediale Abstieg, die Kritik wurde lauter. »Ich habe von Anfang an vor dem Schulz-Hype gewarnt«, sagt er nun selbst über die anfängliche Euphorie.

Von Robert D. Meyer