Netzwoche

Uwe Tellkamp

Opferrolle als Masche

Seit über einer Woche bestimmt Uwe Tellkamp die Debatten im deutschen Feuilleton. Sein Vorwurf, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr, wird damit ad absurdum geführt. Um im Gespräch zu bleiben, greift er auf eine altbekannte Masche zurück.

Von Robert D. Meyer
AfD und "Bild"

Im Zweifel rechts

Mit einer gewissen Lust, die Demokratie aufs Spiel zu setzen und in offener Verachtung von Minderheiten orchestriert die »Bild«, die eine Zeitung zu nennen, der journalistische Anstand verbietet, den Aufstieg der AfD.

Von Jürgen Amendt

Das ist der Kevin (Kühnert)

Kevin Kühnert steht als Juso-Chef einer Organisation mit 70.000 Mitgliedern vor. Das heißt allerdings nicht automatisch, dass der Politiker von Vertretern anderer Parteien und Journalisten ernst genommen wird. Warum eigentlich nicht?

Von Robert D. Meyer

Inländerfeindlichkeit

Mit der AfD verändert sich der politische Diskurs in Deutschland - nicht abrupt, aber allmählich. Es sind dabei nicht die skandalträchtigen rechtspopulistischen bis rechtsextremen Äußerungen von Alexander Gauland, Alice Weidel oder Björn Höcke, die diese Verschiebung am...

Von Jürgen Amendt

Regierungsfernsehen Tagesschau

Die beiden Nachrichtensendungen »Tagesschau« und »Wremja« haben einiges gemeinsam, obwohl sie doch so ganz verschieden sind. Beide berichten regierungsnah - obwohl die Öffentlich-Rechtlichen doch den Anspruch haben, unabhängig zu sein.

Von Jürgen Amendt

Demo-Styling-Tipps von der »Bild«

Als die Hamburger Polizei zu Wochenbeginn ihre öffentliche Fotofahndung nach 104 mutmaßlichen G20-Straftätern eröffnete, ließ sich mit ein wenig Fantasie ausmalen, welche Euphorie in der »Bild«-Redaktion geherrscht haben muss: Geil, wir können »linksextreme« Chaoten an den Pranger stellen!

Von Robert D. Meyer

Mit Frauen reden

Am digitalen Stammtisch Facebook sind Männer in der Mehrheit und sie dominieren den Stil der Debatten. Wenn Frauen kommentieren, dann tun sie das meist höflicher. Zu diesem Schluss kam jetzt das Medienmagazin »Zapp«.

Von Jürgen Amendt
Muslime in Deutschland

Verantwortlungslose Zahlenspiele

Wie viele Muslime leben in Deutschland? Die meisten Deutschen schätzen die Antwort auf die Frage falsch ein. Neue Prognosen zur künftigen Entwicklung sind sehr unterschiedlich und werden von den Medien klischeehaft inszeniert.

Von Robert D. Meyer

Fox News für Leser

Nach der Übernahme des »Time«-Verlags durch Meredith stellt sich die Frage: Was wird aus dem einstigen New Yorker Traditionsblatt? Besonders der Umstand, dass zwei erzkonservative Milliardäre den Deal finanzierten, lässt die Sorgen wachsen.

Von Robert D. Meyer

Retter des Heiligabendlandes

Alle Jahre wieder kramt das Besorgtbürgertum die wenig weihnachtliche Erzählung raus, aufgrund politischer Korrektheit würden Weihnachtsmärkte umbenannt. Selbst der altehrwürdige Dresdner Striezelmarkt blieb (wieder einmal) nicht verschont.

Von Robert D. Meyer

Gefühlte Wahrheiten

Über das Angebot von nachrichten.de.com kann jeder selbst Fake News produzieren. Doch was als Spaß gedacht ist, wird auch von rechten Hetzern genutzt. Verrückt wird es, wenn selbst offensichtliche Falschnachrichten für wahr gehalten werden.

Von Robert D. Meyer
Attila Hildmann

Der Mc Hildmann

Restaurantkritiker haben keinen einfachen Job. das weiß seit letzter Woche auch Susanne Kippenberger. Die Journalistin legte sich ausgerechnet mit dem veganen Starkoch Attila Hildmann an. Ein Lehrstück über gute PR.

Von Robert D. Meyer
BKA-Fahndung

Virtuelles Gedächtnis

Am Montag schnappte das BKA mit Hilfe der Veröffentlichung des Fotos einer Vierjährigen, die Opfer sexueller Gewalt wurde, einen Tatverdächtigen. Das Bild des Mädchens wieder aus den Netzwerken zu löschen, wird länger dauern.

Von Jürgen Amendt

Die Köpfe der Hydra

Die Agentur Jung von Matt sollte der Union zum Wahlsieg verhelfen. In einem selbstkritischen Text beschreibt Agentur-Vorstand Strerath das eigene Scheitern an der Alternative für Deutschland und ihrer Provokationsstrategie.

Von Jürgen Amendt
Meinungsforschung

Alltäglicher Umfragenwahnsinn

Sie gehören zu jeder Wahl wie die Plakate der Kandidaten an den Laternenmasten: Umfragen. Doch der richtige Umgang mit dem Zahlenwerk falle vielen Journalisten schwer, sagen Studierende der TU Dortmund.

Von Robert D. Meyer

#fickdichfacebook

Wer sich von Facebook bis vor kurzem in der Rubrik »Nachrichten und Politik« Gruppen empfehlen ließ, bekam sehr viele Tipps aus dem AfD-Umfeld. Was den Algorithmus dazu verleitete, kann das soziale Netzwerk nicht erklären.

CSU auf Russisch

Der Internet-Wahlkampf treibt die seltsamsten Blüten. Mit dem sogenannten Online-Targeting werden politische Botschaften auf kleine Gruppen zugeschnitten. Die CSU wirbt dann schon mal auf russisch mit einem AfD-Slogan.

Von Jürgen Amendt

Kein Urlaub für Geflüchtete in ihrer Heimat

Die AfD hat ein Talent dafür, der Öffentlichkeit Debatten aufzudrücken, die es nicht wert sind, geführt zu werden. Doch wenn es heißt, Geflüchtete würden Urlaub in ihrer Heimat machen, werden Fakten zur Nebensache.

Merkels breites Youtube-Lächeln

Es ist löblich, wenn die Kanzlerin auch der Generation Youtube Politik näher bringen will. Das Setting von #DeineWahl glich aber eher dem oberflächlichen Ritt durch die großen Fragen der Politik. Wäre da nicht ein Moment gewesen.

Die »BamS« und der »SPD-Weil«

Mit einer »Enthüllung« über Absprachen zwischen Volkswagen und Niedersachsens Landesregierung landete die »Bild am Sonntag« einen Aufreger. CDU und FDP nahmen die Steilvorlage dankbar auf. Doch das war wohl verfrüht.

Von Robert D. Meyer

Gruppensex mit Opfer

Eines muss man der neuen Mannschaft der ehemaligen Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz - nun Volksbühne Berlin - lassen: Sie ist nicht gerade verzagt und lässt sich von falsch verstandener Diplomatie nicht ausbremsen. Chris Dercon in seinem Lauf hält darum weder Ochs noc...

Von Tobias Riegel

Twitter-Mädchen aus Aleppo: Bauchredner aus Syrien

Der Stern und andere Medien berichteten unkritisch über das syrische Mädchen aus Bana, das auf Twitter über die Gräuel des Krieges in Aleppo berichtete. Dabei wäre der Fall wichtig, zur Selbstkritik der Medien.

Von Tobias Riegel

Bezahlter Türkei-Jubel weiterhin auch bei Springer

An diesem Freitag wird Deniz Yücel seit 159 Tagen in türkischer Haft sitzen. Der Springer-Verlag setzt sich für die Freilassung seines Korrespondenten ein. Gleichzeitig verdient das Medienhaus mit eine umstrittenen PR-Kampagne Geld.

Von Robert D. Meyer

Bosbach flieht nicht nur vor Ditfurth

Der vorzeitige Abgang von Wolfgang Bosbach aus dem ARD-Talk »Maischberger« ist ein Paradebeipsiel dafür, wie sich die Aufmerksamkeit in einer Debatte lenken lässt. Oder erinnert sich jemand, was die Gäste zu G20 zu sagen hatten?

Von Robert D. Meyer

Gesetz gegen Hass?

Schwarz-Rot hat sich auf eine abgespeckte Variante des Netzwerkdurchsuchungsgesetzes geeinigt, mit dem Facebook & Co. zum schnelleren Löschen von Hassmails verpflichtet werden sollen. Die Kritik an dem Gesetz hält aber an.

Von Jürgen Amendt