Netzwoche

Berichterstattung zum Drama in Thailand

Mitgefühl, das nichts kostet

Die Welt bangte über Wochen mit einer Gruppe Jungen, die in einer thailändischen Höhle festsitzen. Der Ausdruck von so viel Empathie hat auch mit der Berichterstattung zu tun. In anderen Fällen gibt es keine emotionale Liveberichtersttaung.

Von Robert D. Meyer
Fußballweltmeisterschaft

Deutsche Medien und Mesut Özil

Mesut Özil und Ilkay Gündogan hatten sich Anfang Juni mit dem Staatspräsidenten Erdogan getroffen. Schon damals war die Kritik an den beiden türkischstämmigen Nationalspielern mit fremdenfeindlichen Ressentiments gespickt.

Von Jürgen Amendt
Meiungsfreiheit beim ORF

Journalist als Mikrofonständer

Der ORF will Verhaltensregln für Journalisten in den sozialen Netzwerken einführen. Die Regeln sollen allerdings auch für Äußerungen als Privatperson gelten. Kritiker warnen, dass die Meinungsfreiheit im Sinne der FPÖ eingeschränkt werde.

Von Robert D. Meyer
Mythos von der Grenzöffnung

Moderne Dolchstoßlegende

Kaum zu glauben: Es ist nur drei Jahre her, da wollte selbst »Bild« Geflüchtete in Deutschland mit Freuden begrüßen. Davon will Julian Reichelt heute nichts mehr wissen. Stattdessen wütet er, wenn Kollegen Fakten zur Asylpolitik berichten.

Von Robert D. Meyer
"Unterwerfung" in der ARD

Maischberger frei von jeder Metaebene

Mit Metaebenen ist das immer so eine Sache: Wer diese bei der Rezeption eines Werkes ignoriert, kann bisweilen einer Fehlinterpretation erliegen. Die Redaktion von »Maischberger« hätte Michel Houellebecqs Roman »Unterwerfung« besser lesen sollen.

Von Robert D. Meyer
Journalistische Unabhängigkeit

Journalisten als politische Eunuchen?

Am vergangenen Sonntag protestierten in Berlin Zehntausende Menschen gegen einen Aufmarsch der AfD, darunter in ihrer Freizeit auch Journalisten. Ein Kollege der »Zeit« fragte: Sollten Medienmacher so etwas tun?

Von Robert D. Meyer
Zuckerberg vor EU-Parlament

Facebooks Desaster

Der Auftritt von Mark Zuckerberg vor dem Europa-Parlament wird vielfach als PR-Erfolg des Facebook-Chefs gewertet. Am Ende könnte allerdings die EU der Sieger sein und ein Exempel an dem US-Konzern statuieren.

Von Jürgen Amendt
Antisemitische Karikatur

Bibi und die Bombe mit dem Davidstern

Was sollte eine gute Karikatur leisten? Zuspitzen, mehrere Inhaltsebenen ansprechen, zur Debatte anregen. Die »Süddeutsche Zeitung« hat anlässlich des Sieges der israelischen Sängerin Netta eine Zeichnung veröffentlicht, die von vielen als antisemitisch betrachtet wird.

Von Robert D. Meyer
Berichterstattung zum Tod von DJ Avicii

Wie die Aasgeier

Neulich in der Morgenkonferenz irgendeiner Boulevardredaktion: »Hey, habt ihr gehört? Dieser bekannte DJ Avicii soll Suizid begangen haben?«. Ein anderer entgegnet: »Ja, aber wir berichten doch normalerweise nicht darüber.« Doch der Chef stellt klar: »Aber der ist doch ein Promi!«

Von Robert D. Meyer
Debatte um Echo

Danke, Kollegah!

Der »Echo« ist Geschichte. Die Musikindustrie hat nach dem Eklat um die Auszeichnung zweier Deutschrapper, denen Antisemitismus vorgeworfen wurde, das Aus für den Preis erklärt. Wir sagen: Danke, Kollegah!

Von Jürgen Amendt
Medienkritik

Verdammter Rechtsstaat

Wenn es etwas gibt, was die Kollegen des Springer-Verlags noch mehr hassen als die 68er-Bewegung, dann ist das diese Erfindung namens Rechtsstaat. Zumindest wenn selbiger für Verdächtige muslimischen Glaubens mit Migrationsgeschichte gelten soll.

Von Robert D. Meyer

Falsches und Gefaktes

Vor einem Jahr ging der Faktenfinder der »Tagesschau« erstmals online. Eines kann aber auch das ARD-Portal unmöglich schaffen: Den Unterschied zwischen Falschnachricht und gefälschter Meldung immer klar identifizieren.

Von Jürgen Amendt

Twitternde Beamte

Für Journalisten ist die Sache theoretisch klar. Im Pressekodex heißt es, Medienvertreter sollten die Zugehörigkeit zu Minderheiten nur dann erwähnen, wenn ein begründetes öffentliches Interesse daran vorliegt. Für die Polizei gilt das nicht. Ein Problem.

Von Robert D. Meyer
Uwe Tellkamp

Opferrolle als Masche

Seit über einer Woche bestimmt Uwe Tellkamp die Debatten im deutschen Feuilleton. Sein Vorwurf, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr, wird damit ad absurdum geführt. Um im Gespräch zu bleiben, greift er auf eine altbekannte Masche zurück.

Von Robert D. Meyer
AfD und "Bild"

Im Zweifel rechts

Mit einer gewissen Lust, die Demokratie aufs Spiel zu setzen und in offener Verachtung von Minderheiten orchestriert die »Bild«, die eine Zeitung zu nennen, der journalistische Anstand verbietet, den Aufstieg der AfD.

Von Jürgen Amendt

Das ist der Kevin (Kühnert)

Kevin Kühnert steht als Juso-Chef einer Organisation mit 70.000 Mitgliedern vor. Das heißt allerdings nicht automatisch, dass der Politiker von Vertretern anderer Parteien und Journalisten ernst genommen wird. Warum eigentlich nicht?

Von Robert D. Meyer

Inländerfeindlichkeit

Mit der AfD verändert sich der politische Diskurs in Deutschland - nicht abrupt, aber allmählich. Es sind dabei nicht die skandalträchtigen rechtspopulistischen bis rechtsextremen Äußerungen von Alexander Gauland, Alice Weidel oder Björn Höcke, die diese Verschiebung am...

Von Jürgen Amendt

Regierungsfernsehen Tagesschau

Die beiden Nachrichtensendungen »Tagesschau« und »Wremja« haben einiges gemeinsam, obwohl sie doch so ganz verschieden sind. Beide berichten regierungsnah - obwohl die Öffentlich-Rechtlichen doch den Anspruch haben, unabhängig zu sein.

Von Jürgen Amendt

Demo-Styling-Tipps von der »Bild«

Als die Hamburger Polizei zu Wochenbeginn ihre öffentliche Fotofahndung nach 104 mutmaßlichen G20-Straftätern eröffnete, ließ sich mit ein wenig Fantasie ausmalen, welche Euphorie in der »Bild«-Redaktion geherrscht haben muss: Geil, wir können »linksextreme« Chaoten an den Pranger stellen!

Von Robert D. Meyer

Mit Frauen reden

Am digitalen Stammtisch Facebook sind Männer in der Mehrheit und sie dominieren den Stil der Debatten. Wenn Frauen kommentieren, dann tun sie das meist höflicher. Zu diesem Schluss kam jetzt das Medienmagazin »Zapp«.

Von Jürgen Amendt
Muslime in Deutschland

Verantwortlungslose Zahlenspiele

Wie viele Muslime leben in Deutschland? Die meisten Deutschen schätzen die Antwort auf die Frage falsch ein. Neue Prognosen zur künftigen Entwicklung sind sehr unterschiedlich und werden von den Medien klischeehaft inszeniert.

Von Robert D. Meyer

Fox News für Leser

Nach der Übernahme des »Time«-Verlags durch Meredith stellt sich die Frage: Was wird aus dem einstigen New Yorker Traditionsblatt? Besonders der Umstand, dass zwei erzkonservative Milliardäre den Deal finanzierten, lässt die Sorgen wachsen.

Von Robert D. Meyer

Retter des Heiligabendlandes

Alle Jahre wieder kramt das Besorgtbürgertum die wenig weihnachtliche Erzählung raus, aufgrund politischer Korrektheit würden Weihnachtsmärkte umbenannt. Selbst der altehrwürdige Dresdner Striezelmarkt blieb (wieder einmal) nicht verschont.

Von Robert D. Meyer

Gefühlte Wahrheiten

Über das Angebot von nachrichten.de.com kann jeder selbst Fake News produzieren. Doch was als Spaß gedacht ist, wird auch von rechten Hetzern genutzt. Verrückt wird es, wenn selbst offensichtliche Falschnachrichten für wahr gehalten werden.

Von Robert D. Meyer
Attila Hildmann

Der Mc Hildmann

Restaurantkritiker haben keinen einfachen Job. das weiß seit letzter Woche auch Susanne Kippenberger. Die Journalistin legte sich ausgerechnet mit dem veganen Starkoch Attila Hildmann an. Ein Lehrstück über gute PR.

Von Robert D. Meyer