Debatte

Die LINKE nach der Bundestagswahl

Lafontaine und Wagenknecht liegen falsch

In der Debatte um die LINKE nach der Bundestagswahl fordert Juliane Nagel einen konsequent kosmopolitischen Kurs ein. In der Position Oskar Lafontaines sieht sie einen Angriff auf den Gründungskonsens der Partei.

Von Juliane Nagel
Gegen den Rechtsruck

Links für ein städtisches progressives Milieu

Wir haben eine wachsende Basis in unterschiedlichen Milieus. In antirassistischen Bewegungen, im progressiven akademischen Milieus und bei Erwerbslosenkönnen können wir linke Politik stärken. Diese Strategie hält und vertieft den Kurs – eine opportunistische Wende ist nicht nötig.

Von Jakob Migenda
Die LINKE nach der Bundestagswahl

Rein ins Offene, raus Richtung Zukunft

Die LINKE wird gesamtdeutscher, weiblicher - und sie wird immer mehr von Menschen gewählt, die »links« nicht allein sozioökonomisch, sondern kulturell definieren. Gut so. Es gibt keinen Grund, der Linkspartei von 2009 hinterherzutrauern.

Von Alexander Fischer

Praktische Solidarität organisieren

Oskar Lafontaines Vorstoß zur Änderung unserer Flüchtlingspolitik ist inhaltlich falsch und würde auch nichts bringen. Wir sollten das Wahlergebnis lieber zum Anlass nehmen, um über linke Gewerkschaftsarbeit reden.

Von Janine Wissler und Axel Gerntke
Neue Arbeiterklasse

Gegen die Haltung »Deutsche zuerst«

Nach der Wahl ist nichts wie zuvor. Im Land herrscht eine Haltung von »Deutsche zuerst«. In diesen Zeiten muss die LINKE Brücken schlagen und für eine Solidarität sorgen, die verbindet, schreibt Bernd Riexinger in einem Gastbeitrag.

Von Bernd Riexinger
Die LINKE nach der Bundestagswahl

Wider die Normalisierung!

Mit der AfD sind erstmals seit mehreren Jahrzehnten Nazis in den deutschen Bundestag eingezogen. Christine Buchholz fordert in einem Gastbeitrag die politische Isolierung der Partei und ihrer Neonazis.

Von Christine Buchholz
Die LINKE nach der Bundestagswahl

Links ist an der Seite der Schwachen

Es gibt weder einen Grund für Schuldzuweisungen an die Vorsitzenden noch darf die Linkspartei ihren klaren Kurs in der Flüchtlingsfrage ändern, warnt Gregor Gysi: Dies wäre ihr Ende als linke Partei.

Von Gregor Gysi
LINKE verliert bei Erwerbslosen

Wenn Flüchtlingspolitik soziale Gerechtigkeit außer Kraft setzt

Die LINKE hat mit 9,2 Prozent ihr zweitbestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl erreicht. Unter Erwerbslosen schwindet ihre Unterstützung jedoch. Das liege auch an der verfehlten Flüchtlingspolitik, meint Oskar Lafontaine.

Von Oskar Lafontaine
Entwicklung Chinas

Noch uneingelöstes Versprechen

Mit dem Projekt »Neue Seidenstraße« versucht Peking, seine eigenen Themen auf die internationale Tagesordnung zu setzen. Wird China durch sein wirtschaftliches Engagement den Frieden fördern?

Von Gregor Grossman

Bautzens Platte darf nicht zur Nazi-Zone werden

Im September vergangenen Jahres jagten Neonazis junge Geflüchtete durch Bautzen. Seither führten hochrangige Politiker Gespräche mit Neonazis, ein Konzept gegen Rechtsextremismus gibt es nicht. Eine Bestandsaufnahme.

Von Caren Lay

»Dieses Mal ist es wirklich anders!«

Die SPD-Linken müssten das herrschende Paradigma in der SPD offen und offensiv in Frage stellen. Nötig wären dazu mehr Machtwillen, Hilfe von linken Intellektuellen - und eine breitere personelle Basis.

Von Alban Werner

Abgefahren: Gerechte Löhne für Zugewanderte

Im Wahlkampf steckt die SPD in einer Nachkriegs-Sozialdemokratie fest. Dabei werfen Migration, Klimawandel und globaler Handel längst andere Fragen auf. Wann gründet sich endlich die AfB - Alternative für Bangladesch?

Von Stephan Lessenich

Wir müssen miteinander reden

Um den Wahlkampf an der Haustür gibt es einigen Wirbel in den Medien und sozialen Netzwerken. Was bringt’s? Dabei kann das Potenzial von Haustürgesprächen für linke Politik aus dem Blick geraten.

Von Anne Steckner

Die Zukunft hat längst begonnen

Die Digitalisierung bietet, eingebettet in die richtigen, menschengemachten, sprich politischen Rahmenbedingungen auch die Chance, die ausgetretenen Pfade der Liberalisierung und Prekarisierung zu verlassen.

Von Imke Elliesen-Kliefoth, Jana Hoffmann, Klaus Lederer

Das Mögliche und das Wirkliche

Eine emanzipatorische Antwort auf Automatisierung und digitalen Technologieschub muss die Dichotomie von naivem Optimismus und undifferenziertem Alarmismus transzendieren.

Von Philipp Frey

An der klassenpolitisch zentralen Frage vorbei

Der Neoliberalismus sagt »Leistung«, aber meint Erfolg und die Anerkennung jeglicher Marktergebnisse als »gerecht«. Plädoyer für einen linken und sozialistischen Begriff der Leistungsgerechtigkeit.

Von Ralf Krämer

»Der soziale Wohnungsbau hat versagt«

Ja, das alte Modell des sozialen Wohnungsbaus hat versagt. Aber dieser bleibt dennoch wichtig: mit einer dauerhaften Verpflichtung, günstige Mietwohnungen an Haushalte mit geringem Einkommen zu vermieten.

Von Andrej Holm
Digitalisierung

Kapitalismus 4.0 oder digitale Revolution?

Das Problem oder der Segen ist nicht die Digitalisierung sondern nach wie vor die Ausbeutung. Wir brauchen eine neue, digitale Arbeiter*innenbewegung, die sich neue Rechte für das 21. Jahrhundert erkämpft.

Von Sandra Beier, Anne Helm, Oliver Höfinghoff und Peter Laskowski, Mitglieder des KoKreis der Emanzipatorischen Linken

»Eine Eigentumswohnung ist die beste Alterssicherung«

Sicherheit mit einer gekauften Wohnung? Es ist nicht das Wohneigentum, das Menschen im Alter ökonomisch absichert, sondern es sind die ökonomischen Privilegien, die den Eigentumserwerb ermöglichen.

Von Andrej Holm

Oder doch eine Welt zu gewinnen?

Macht des Kapitals? Wer in der entfremdeten Form des Reichtums nicht das Produkt der Arbeitenden erkennt, der bleibt noch hinter dem Alltagsverstand zurück. Eine Antwort auf Alban Werner und Thomas Kuczynski.

Von Sebastian Gerhardt

»Gentrifizierung ist doch ganz normal«

Mietsteigerungen und Verdrängung folgen keinem Naturgesetz der Aufwertung, sondern sind Folge von Bewirtschaftungsentscheidungen und damit abhängig von den Rahmenbedingungen, die die Politik für die Wohnungswirtschaft setzt.

Von Andrej Holm

»Es gibt kein Recht auf Wohnen in der Innenstadt«

Hierzulande gibt es nicht einmal ein garantiertes Recht auf Wohnen. Es gibt aber auch kein Recht darauf, ausgerechnet in den Vierteln der Ärmsten die größten Immobilien-Gewinne zu erzielen.

Von Andrej Holm