Debatte

Wir müssen miteinander reden

Um den Wahlkampf an der Haustür gibt es einigen Wirbel in den Medien und sozialen Netzwerken. Was bringt’s? Dabei kann das Potenzial von Haustürgesprächen für linke Politik aus dem Blick geraten.

Von Anne Steckner

Die Zukunft hat längst begonnen

Die Digitalisierung bietet, eingebettet in die richtigen, menschengemachten, sprich politischen Rahmenbedingungen auch die Chance, die ausgetretenen Pfade der Liberalisierung und Prekarisierung zu verlassen.

Von Imke Elliesen-Kliefoth, Jana Hoffmann, Klaus Lederer

Das Mögliche und das Wirkliche

Eine emanzipatorische Antwort auf Automatisierung und digitalen Technologieschub muss die Dichotomie von naivem Optimismus und undifferenziertem Alarmismus transzendieren.

Von Philipp Frey

An der klassenpolitisch zentralen Frage vorbei

Der Neoliberalismus sagt »Leistung«, aber meint Erfolg und die Anerkennung jeglicher Marktergebnisse als »gerecht«. Plädoyer für einen linken und sozialistischen Begriff der Leistungsgerechtigkeit.

Von Ralf Krämer

»Der soziale Wohnungsbau hat versagt«

Ja, das alte Modell des sozialen Wohnungsbaus hat versagt. Aber dieser bleibt dennoch wichtig: mit einer dauerhaften Verpflichtung, günstige Mietwohnungen an Haushalte mit geringem Einkommen zu vermieten.

Von Andrej Holm
Digitalisierung

Kapitalismus 4.0 oder digitale Revolution?

Das Problem oder der Segen ist nicht die Digitalisierung sondern nach wie vor die Ausbeutung. Wir brauchen eine neue, digitale Arbeiter*innenbewegung, die sich neue Rechte für das 21. Jahrhundert erkämpft.

Von Sandra Beier, Anne Helm, Oliver Höfinghoff und Peter Laskowski, Mitglieder des KoKreis der Emanzipatorischen Linken

»Eine Eigentumswohnung ist die beste Alterssicherung«

Sicherheit mit einer gekauften Wohnung? Es ist nicht das Wohneigentum, das Menschen im Alter ökonomisch absichert, sondern es sind die ökonomischen Privilegien, die den Eigentumserwerb ermöglichen.

Von Andrej Holm

Oder doch eine Welt zu gewinnen?

Macht des Kapitals? Wer in der entfremdeten Form des Reichtums nicht das Produkt der Arbeitenden erkennt, der bleibt noch hinter dem Alltagsverstand zurück. Eine Antwort auf Alban Werner und Thomas Kuczynski.

Von Sebastian Gerhardt

»Gentrifizierung ist doch ganz normal«

Mietsteigerungen und Verdrängung folgen keinem Naturgesetz der Aufwertung, sondern sind Folge von Bewirtschaftungsentscheidungen und damit abhängig von den Rahmenbedingungen, die die Politik für die Wohnungswirtschaft setzt.

Von Andrej Holm

»Es gibt kein Recht auf Wohnen in der Innenstadt«

Hierzulande gibt es nicht einmal ein garantiertes Recht auf Wohnen. Es gibt aber auch kein Recht darauf, ausgerechnet in den Vierteln der Ärmsten die größten Immobilien-Gewinne zu erzielen.

Von Andrej Holm

»Das deutsche Mietrecht ist das beste der Welt«

Der Mieterschutz in Deutschland ist lückenhaft. Das zeigt auch die »Mietpreisbremse«, die in der Praxis nicht sanktioniert werden kann - und denen nicht hilft, die es am nötigsten hätten: niedrigen Einkommen.

Von Andrej Holm

Große Chancen, riesige Gefahren

Die Linkspartei sollte ihre Zurückhaltung beim Thema Digitalisierung ablegen und zügig auf Zukunft umschalten: sachlich, strategisch, programmatisch. Im grundsätzlichen Pro ebenso, wie im nötigen Kontra.

Von Petra Pau

»Mieten steigen, weil nötige Modernisierungen so teuer sind«

Die Mieten steigen nicht, weil modernisiert wird. Im Gegenteil: Eine Modernisierung erfolgt nur, weil dadurch höhere Einnahmen möglich werden. Aufwertung ist nicht das Ziel der Investitionen, sondern Mittel der Verwertung.

Von Andrej Holm

Die Dialektik der Digitalisierung

Im Kapitalismus tendieren die technischen Potentiale systematisch dazu, in soziale Zumutungen umzuschlagen. Muss das so bleiben? Linkspolitiker haben zehn Punkte für eine digitale Agenda formuliert.

Von Katja Kipping, Julia Schramm, Anke Domscheit-Berg, Petra Sitte und Martin Delius

»Wohnungen zu bauen ist teuer, hohe Mieten sind also ok«

Die Mieten steigen nicht wegen der hohen Baukosten, sondern wegen der hohen Ertragserwartungen. Studien zeigen, dass trotz der derzeit anfallenden Baukosten Mieten von unter 5 Euro pro Quadratmeter erreichbar sind.

Von Andrej Holm

»Neubau entlastet den Mietwohnungsmarkt«

Ist das beste Mittel gegen steigende Mieten immer noch der Bau von mehr Wohnungen? Nein: Solange es keine Einschränkungen bei den Spekulationsgewinnen mit Bestandsobjekten gibt, wird nicht bedarfsdeckend neu investiert.

»Staatliche Eingriffe bremsen den Wohnungsbau«

Anders als behauptet gibt es also keinen empirischen Beleg dafür, dass staatliche Eingriffe den Wohnungsbau bremsen. Eher das Gegenteil ist der Fall: Mehr Wohnungsbau braucht starke staatliche Interventionen.

Ein schönes Leben für alle, aber bitte ökologisch

Die Verknüpfung von Naturschutz und Kritik am kapitalistischen System beschreibt schon Karl Marx. Was dies für die ökologische Frage bedeutet und welche Konsequenzen die Linken daraus ziehen sollten.

Von Hubertus Zdebel

Digitale Wunder

Ein Leben jenseits der Lohnarbeit? Die Hoffnung auf ein digitales Nirwana mit Grundeinkommen wird die Linke mit Gewissheit weiter ins gesellschaftliche und politische Abseits führen. Eine Antwort auf Ronald Blaschke und andere.

Von Rainer Fischbach

Der »Merkelismus« und die Linke

Gegen die Anspruchsdeflation in der Ära Merkel hilft nur ein radikaler, deutlicher und mit einer glaubwürdigen Zukunftsperspektive verbundener Bruch mit der Methode Merkel. Ein Beitrag zur Debatte um die Strategie der Linken.

Von Alban Werner

Fundamentale Ungleichheiten

Der Osten braucht mehr Selbstbewusstsein - nicht gegen andere, sondern aus Solidarität, um die eigene Lage zu verbessern. Denn die ist auch 27 Jahre nach der Wende gegenüber dem Westen nicht hinnehmbar.

Von Jan Korte und Olaf Miemiec

Dicke Brüste brauchen Fleischhauers Einverständnis nicht

Jan Fleischhauer kritisiert den neuen Feminismus als unpolitisch. Seine Argumentation zeigt, wie sehr er daneben liegt: Die Auseinandersetzung mit körperlicher Selbstbestimmung ist hochpolitisch - und der Feminismus stärker denn je.

Von Elsa Koester