Expedition Europa

Åke Green

Bei einem berühmten Homophoben

Martin Leidenfrost suchte in der tiefsten schwedischen Provinz einen eingefleischten Feind von Schwulen und Lesben.

Von Martin Leidenfrost
Öko

In der kompensierten Natur

Im Umfeld des riesigen Antwerpener Hafens wird streng auf ökologischen Ausgleich geachtet. Das Ergebnis: Inmitten intensiver Landwirtschaft viele kleine verwilderte Flecken, geschützt mit Stacheldraht.

Von Marin Leidenfrost
NS-Gedenken

Warschauer Aufstand

Jahrelang habe ein Freund ihm erklärt, er könne Polen unmöglich verstehen, wenn er nie das Gedenken an den Warschauer Aufstand 1944 gegen die Wehrmacht erlebt habe, schreibt nd-Kolumnist Martin Leidenfrost. Diesmal fuhr er hin.

Von Martin Leidenfrost
Landraub in Rumänien

Unter fremden Grundherren

Wem gehören eigentlich die rumänischen Wälder und Felder? Jedenfalls nicht mehr all zu vielen Einheimischen. nd-Kolumnist Martin Leidenfrost war unterwegs in einem Land, das seit 1990 zu weiten Teilen die Besitzer gewechselt hat.

Von Martin Leidenfrost
Kischinau

In der Chruschtschowka

Diesen Monat wohnen wir in der moldauischen Hauptstadt Kischinau. In einem der niedrigen Wohnblöcke, mit denen die KPdSU im fünften Jahrzehnt ihrer Herrschaft endlich Wohnraum schuf, einer »Chruschtschowka«. Am ersten Abend höre ich einen Schrei aus der Küche: »Komm sof...

Von Martin Leidenfrost
Expedition in Europa

Im Literaturcafé

Budapest hat ein neues Kaffeehaus: »Drei Raben«. Der Gründer Wilhelm Droste, ein Sauerländer mit Ungarn-Faible, versuchte schon in den 90ern zweimal, dort ein Literaturcafé zu etablieren. Damals hörte der Jungpolitiker Victor Orban ihm noch zu. Martin Leidenfrost hat sich die Eröffnung der »Drei Raben« angesehen.

Von Martin Leidenfrost

Unter lebenden Sorben

An einem sonnigen Wochenende wollte ich wissen, ob die kleine westslawische Volksgruppe der Sorben überleben wird. Da sich Sorben und Serben in ihren Sprachen ganz ähnlich benennen - Srbi, Serbja - , hat mindestens eine serbische Facebookgruppe in den Sorben »nordserbis...

Von Martin Leidenfrost

Unter Sterbetouristen

In der Schweiz erlebte Martin Leidenfrost zwei Überraschungen: viel Verständnis für einen Wolf, der 40 Schafe gerissen hat – und ebenfalls viel Verständnis für schwer kranke Ausländer, die hier sterben wollen.

Von Martin Leidenfrost

In montenegrinischen Olivenhainen

An meinem montenegrinischen Urlaubsort fiel mir ein Stück Literatur zu, über Olivenhaine. Nichts war mir so egal gewesen wie Oliven, und plötzlich fand mein träges Herz ein Idol. Olivenbäume sind unscheinbar. Sie sind nicht besonders schön, unbearbeitet ist ihre Frucht ...

Von Martin Leidenfrost

In Sturgeons Wahlkreis

Dies ist ein Bericht von der anderen Seite, eine Berichtigung auch. Vor drei Jahren besuchte ich die osteuropäischen Roma in einem Glasgower Problemviertel. Ich ging in Govanhill einem sehr spezifischen Ausbeutungszusammenhang nach: Obwohl die Ähnlichkeit der Sprachen U...

Auf den Straßen von Alexandria

Inmitten eines Krieges gegen die Korruption, der eine Tausendschaft Mächtiger vor Gericht gezerrt hat, hat der Chef der rumänischen Sozialdemokraten PSD beinahe die absolute Mehrheit geholt. Wie ist das zu verstehen?

Von Martin Leidenfrost

Im schottischen Parlament

Der schottische Programmchef der Tories, die während der Brexit-Kampagne aggressiv gegen Migranten aus Osteuropa hetzten, ist ein slowakischer Migrant. Dieses Exemplar musste ich mir anschauen.

Von Martin Leidenfrost

In Mogadischu

In der Slowakei arbeiten inzwischen 35.000 Ausländer, viele von ihnen aus Serbien. Dort ist das Lohnniveau noch einmal viel niedriger als beim EU-Nachbarn. Die Vorurteile gleichen denen überall auf der Welt

Von Martin Leidenfrost

In türkischer Haft - nur in Badehose

Neulich verbrachte ich einen Nachmittag in Gewahrsam von Polizei, Militär und Geheimdienst. Eigentlich wollte ich bloß eine Länge im Mittelmeer schwimmen. Dann fuchtelten Uniformierte unbegreifliche Botschaften.

Von Martin Leidenfrost

Im sicheren Polen

Neulich sah Europa die größte Truppenverschiebung seit dem Kalten Krieg. Die US-Armee verlagerte 900 Wagen, 400 Kettenfahrzeuge, 400 »Humvees«, 144 »Bradleys«, 87 Panzer der Marke »Abrams« und 18 »Paladins« in den Osten der NATO. Die polnische Regierung begrüßte »Atlant...

Von Martin Leidenfrost

In der Kirche des Grauens

Wir treten über die Sakristeipforte in Nordfrankreich ein, an der die Terroristen eliminiert wurden. Nun, da ich vor dem Teppich stehe, der neu ist, weil auf dem alten ihr Priester verblutete, bleibt der Schauder aus.

Von Martin Leidenfrost

Unterhalb der Hochjagd

Ein Samstagabend in Bivio, Graubünden, Schweiz, 1769 Meter über dem Meer, in einer Gaststube. Ich habe mal über das vielsprachigste Dorf der Schweiz geschrieben, nun ist in dem 200-Seelen-Dorf eine Lesung von mir angekündigt.

Die Hexen von Derry

Mein Weg zum »Abortion Pills Trio« führte über die neue Brücke von Derry. Sie wurde von der EU finanziert und 2011 vom EU-Regionalkommissar Johannes »Gio« Hahn eröffnet. Auf einmal verspürte ich Stolz.

Von Martin Leidenfrost

Im muslimischen Nordwesten

»Babo« war vor dem Krieg der populärste bosnische Politiker, und im Krieg handelte er für seinen eingekesselten Landstrich Separatfrieden aus. Grund genug sich auf seine Spuren zu begeben.

Von Martin Leidenfrost

Im Inzestzentrum

Seit 1968 wurden beinahe alle Werte besonders der Sexualmoral umgewertet, nur das Inzestverbot schien sich zu halten. Zwar geht international eine leichte Tendenz zur Entkriminalisierung von Inzest, doch geschieht dies verschämt.

Von Martin Leidenfrost

Am letzten Strand

Seit die EU von entsolidarisierenden Krisen auseinandergerissen wird, stieg in mir eine Sehnsucht nach dem Gnadenort des sortenreinen Europäismus auf. Deshalb schiffte ich mich ein. Das Ziel: Ventotene.

Von Martin Leidenfrost

Zeichen vom Ende der Zeiten

Neulich stieß ich mitten in einem Belfaster Wohnviertel auf eine gewaltige Mauer. Die Mauer führte mich in einen 400­-jährigen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken. Was uns das über einen möglichen Brexit verrät.

Von Martin Leidenfrost

Im dritten Frühling

Ich fahre im Schlafwagen durch die Ukraine. Es ist der dritte Frühling seit dem Sieg des Kiewer Maidans, die dritte Saison des »russischen Frühlings« für Separatisten im Donbass. Ich sollte aus acht zufällig zusammengewürfelten Gesellschaften in Bahnabteilen keine Stati...

Von Martin Leidenfrost

Johannes und der Strichcode

Eigentlich wollte ich mich mit moldawischen Omas verbrüdern. Ich hörte vor Jahren von ihnen. Denn die christlich-orthodoxen Großmütter protestierten gegen die satanischen Nummern in den neuen Pässen.

Von Martin Leidenfrost

In den ostdeutschen Tropen

Skeptisch sah ich meiner ersten Nacht in den ostdeutschen Tropen entgegen. Dann las ich, dass im Asylwerberheim derselben Gemeinde ein Bauarbeiter Flüchtlinge mit Pfefferspray angegriffen hatte. Ich setzte mich in den Zug.