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Kopfball - die EM im Feuilleton

Die Überlegenheit des Natterfußballs

Die fiese portugiesische Giftnatter hat wieder zugeschlagen - ein allerletztes Mal. Ihre Beute lässt sie stets über eine lange Distanz in dem Glauben, den Kampf noch gewinnen zu können, bis den einen tödlichen Biss setzt.

Von Christin Odoj

Schiri, der hat schon Gelb!

Vor jeder Welt- und Europameisterschaft nehme ich mir fest vor, alles ganz ruhig angehen zu lassen. Mit meinem Verein, dem 1. FC Kaiserslautern, habe ich in aller Regel eine Saison erlebt, für die mir als Fan ein saftiges Schmerzensgeld zustehen müsste. Nach den flachen...

Von Christian Baron

Trotzdem!

Wie soll man denn gewinnen, wenn dauernd Handelfmeter gegen uns gepfiffen werden, wir können doch nichts dafür, dass unsere Spieler Hände haben, oder sollen wir mit elf Sponge Bobs auflaufen?

Von Jochen Schmidt

Es ist Fußball und keiner geht hin

Diese EM, dass der Mensch überhaupt kein Herdentier ist, wie immer behauptet wird. Public Viewing? Out. Selbst in den Kneipen sitzen nur noch Desinteressierte - oder betrunkene Norwegerinnen,

Von Christin Odoj

Vom Wässern des Rasens

Fußballfreie Tage liegen hinter uns - was schreiben? Bei der Durchsicht meiner Notate der letzten Spiele sticht mir nur wenig Versiertes entgegen: »14. Min. Kroos spuckte - alle blonden Fußballspieler sehen aus wie Til Schweiger. - Neuer spuckte ins Tor - Gibt es ein vo...

Von Miriam Sachs

Island im Halbfinale

Island ist eine Insel, die der Fantasie zu den bizarrsten Höhenflügen aufhilft. Dass davor auch ältere Herren nicht gefeit sind, denen die Lebenserfahrung die orgiastischen Flausen eigentlich ausgetrieben haben sollte.

Von Martin Hatzius

Zauberhafte Anstöße

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - aber nicht jeder Anfang ist zauberhaft. Jeder Anstoß zu Beginn eines Fußballspiels etwa ist der immergleiche Vorgang; sei Äonen hat sich an diesem Ritual nichts geändert.

Von Jürgen Amendt

Die Entdeckung der Langsamkeit

Es ist absurd: Polen weiß mit Lewandowski den besten Stürmer in seinen Reihen, zog aber ohne ein Tor des Stars ins Viertelfinale. Portugal gewann keines seiner Spiele nach 90 Minuten und kämpfte nun ums Halbfinale.

Von Christian Baron

Lauter Bitbürger

Menschen, weiß man, sind oft nicht schlau. Deswegen können Hersteller wie Bitburger überhaupt bestehen. Ich habe noch nie Bitburger getrunken, so schlecht ist dieses Bier. Seine Werbemenschen haben das erkannt.

Von Felix Bartels

Choreografieblüten der Nischenpopulation

Der Mensch, er freut sich so gerne. Der Deutsche im aktiven Sport zählt in der Anthropologie der Glückseligkeit zum Typ »Kontrollierter Ausraster« (Germanus Kontrollicus) wie Beobachtungen in der Feldforschung ergeben haben.

Von Christin Odoj

Eine beschissene Insel

Seitdem ich in Deutschland wohne, versuche ich immer, für Deutschland zu sein - es sei denn, sie spielen gegen England. Aber die Wahrheit ist: Heimlich freue ich mich und tief in mir tanzt Freude, wenn sie verlieren.

Von Jacinta Nandi

Schweinsteigers Katze

Mein Ex machte erstmals mit mir Schluss während des Spiels zwischen Griechenland und Costa Rica beim WM-Achtelfinale 2014. Dafür steht jetzt Manuel Neuer in meinem Hinterhof und spuckt in den Sandkasten meiner Kinder.

Von Miriam Sachs

A part of my heart is green

Einen irischen Sieg hat es bei einer EM zuletzt 1988 gegeben, als ausgerechnet England mit 1:0 bezwungen wurde. Einen Einzug in die Finalrunde gab es noch nie, bis jetzt. Irgendwann ist immer das erste Mal.

Von Martin Hatzius

Hoffentlich Elfmeterschießen

Die Vorrunde ist vorbei. Was ist passiert? Die Trikots der Schweiz sind gerissen, Jogi hat wegen Halsschmerzen eine Pressekonferenz geschwänzt. Es bleibt die Hoffnung auf viele Male Elfmeterschießen.

Von Jochen Schmidt

Ein Lied auf Löw

Obgleich Mehmet Scholls Behauptung, er habe noch nie so viele Chancen in einer Halbzeit gesehen, eher lächerlich ist, darf man zugeben, dass die deutsche Elf gegen Nordirland ein herausragendes Spiel aufgezogen hat.

Von Felix Bartels

Die Hymnen der Eltern im Biergarten

»Eine deutsche Mama-Freundin hat mich extra angerufen, um mir zu sagen, dass man Kinder höchstens zum Viertelfinale wach bleiben lassen soll.« - Ein Luxus, den sich nur deutsche Eltern überlegen können.

Von Jacinta Nandi

Vollkommen migrantenfrei

Fußball ist weniger eine Sportart, vielmehr ist es ein Bildungserlebnis: Was die Namen der Spieler angeht zum Beispiel. Und wo sich gerade ein Zehntel der Einwohnerschaft Bielefelds auf den Tribünen ballt.

Von Jürgen Amendt

Abschied von einem ganz Großen

Bis heute kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, warum sich so viele nur ungern an die Europameisterschaft 2000 erinnern. Damals schenkte mir mein Opa zum 15. Geburtstag meinen ersten eigenen Farbfernsehapparat.

Von Christian Baron

Die Welt, in der wir leben

Ich sitze mit meinem Sohn auf meinem Bett. Er isst Chips und wir gucken Fußball auf dem kleinen Laptop. Mein Sohn hat mich gewarnt - wenn ich noch mal einen Wortwitz über Schürrle mache guckt er nie wieder mit mir.

Von Jacinta Nandi

Unendliche Weiten in Grün

Als ich vier Jahre alt war, begleitete ich meinen Opa erstmals zu einem Fußballspiel auf den Bieberer Berg - zu Kickers Offenbach gegen Eintracht Frankfurt. Als das Spiel begann, sah ich - fast nichts.

Von Miriam Sachs

Fußball ohne Ton, aber mit Aerosmith

Wie sehr sich die Shitstorm-Zeiten geändert haben, zeigt Claudia Neumann. Da schafft es mal eine Frau in die erste Liga der professionellen Bewegtbildbeschreiber - schon tobt sich die »AG Kastrationsängste« aus.

Von Christin Odoj

Die Welt ist aus den Fugen

Das furchtbarste, was sich über den WM-Sieg 2014 sagen lässt, ist, dass er verdient war. Seitdem ist die Welt aus den Fugen, und es wird schwer, die eingeübte Abneigung gegen diese Elf durchzuhalten.

Von Felix Bartels

Kein Public Viewing auf dem Spielplatz

Mein Sohn ist meine einzige Hoffnung, trotz Versorgungslücke im Alter nicht zu verhungern. Ob er nun Fußballprofi wird oder Theaterintendant, ist mir dabei ganz egal, Hauptsache das Geld reicht für uns alle.

Von Jochen Schmidt

Was zwickt denn da so verdächtig im Rücken?

Schöne Jugend: Mal war ich blutgrätschender Vorstopper, mal über die eigenen Beine stolpernder Mittelläufer - immer hab ich mich über Cristiano Ronaldo geärgert - jetzt nicht mehr.

Von Christian Baron

Prohaska, Krankl, Prohaska, Dremmler, Rummenigge!

Dem Leser dieser Kolumne droht Langeweile. Das ist bedauerlich, wenn auch nicht zu ändern. Schlimm wird es nur, wenn die Langeweile zum Konzept wird - in einem abgekarteten Spiel. Was soll man dann sagen?

Von Jürgen Amendt