Sonntagsschuss

WM-Stimmung in Frankreich

Keine kollektive Massenhysterie

Vergangene Woche bin ich nach Strasbourg gefahren. Ich habe mich dort umgeschaut und für ein Online-Portal einen Text geschrieben. Es ging um die WM-Stimmung in Frankreich. Die Leute freuen sich, wenn Frankreich gewinnt, sie treffen sich in Bars und Cafés oder laden sic...

Von Christoph Ruf
Deutsche Fans

Zäsur einer irren Gesellschaft

Ich werde diese Fußball-WM als eine der angenehmeren in Erinnerung behalten. Die Spiele plätschern so nebenher, das eine schaut man, zwei, drei andere eher nicht. Große Emotionen, die gern mit großer Lautstärke einhergehen, bleiben aus, die Fanmeilen sind leer. Dafür en...

Von Christoph Ruf
Fußballweltmeisterschaft

Sie meinen die Ultras

Dass es vielen Menschen schwerfällt, beim Fußball anständig zu verlieren, ist bekannt. Eine neuere Erkenntnis ist es hingegen, dass es auch schwer sein kann, anständig zu gewinnen. Nach dem glorreichen und hochverdienten Sieg des deutschen Underdogs gegen die mit W...

Von Christoph Ruf
Bundesliga

Das Bayern-Gehen

Fast wirkt es so, als hätte sich der deutsche Fußball zum Abschluss der Saison noch mal eine Werbekampagne in eigener Sache gegönnt: Die Liga ist langweilig? Ja schon, aber solange Eintracht Frankfurt den großen FC Bayern im Pokalfinale schlagen kann, ist doch alles oka...

Von Christoph Ruf
Fußballbundesliga

Besoffen im Porsche gegen den Baum

Am Samstagnachmittag kam eine SMS von einem nd-Leser, der wohl geahnt hat, dass es mich nachmittags zum Freiburger Sieg gegen Augsburg ziehen würde. Er sei gerade in einer Kneipe in Brandenburg, schrieb er. Und dort werde der Klassenerhalt des Sportclubs beklatscht: »Sp...

Von Christoph Ruf
Fußball

Lob für einen Viertligisten

Zunächst zum großen Fußball. Wie kurzweilig die erste Liga ist, wurde am Sonnabend auf der Fahrt mit ICE 605 deutlich. Der Zug ist bei Fußballfans beliebt, bietet er doch die letzte Chance, aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland mit ihren, grob geschätzt, 37 Erstligastadi...

Von Christoph Ruf
Chemnitzer FC

The sound of Fußball

Nur komplett Ahnungslose wundern sich, dass auch Sehbehinderte und Blinde zum Fußball gehen - ein Fehlpass eines beliebten Spielers klingt gespiegelt durch die Reaktion tausender Zuschauer anders als ein Fehlpass eines unbeliebten Spielers.

Von Christoph Ruf

Das Bild der eigenen Herrlichkeit

Menschen, die so gnadenlos von sich überzeugt sind wie ein Markus Söder, fallen in der Welt der Politik noch auf. Im Fußball ist es dagegen ganz selbstverständlich, sich selbst Komplimente zu machen. Sympathisch ist das aber noch lange nicht.

Von Christoph Ruf

Die letzte Chance verpasst

Der HSV ist in der Bundesliga das, was die SPD in der deutschen Parteienlandschaft ist: der Dino. Wobei es gravierende Unterschiede gibt. Nicht nur, was die jeweiligen Säulenheiligen Willy Brandt und Uwe Seeler angeht.

Von Christoph Ruf

Fußball lehrt einen rein gar nichts

Fußball ist ein Sport, bei dem zwei Tore und 22 Spieler auf dem Feld herumstehen. Ansonsten ist der Erkenntnisgewinn ähnlich hoch wie bei Regierungserklärungen im deutschen Bundestag.

Von Christoph Ruf

Im Maschinenraum des Fußballs

Das Spiel des Wochenendes fand in der vierten Liga statt. Weil der Nordostdeutsche Fußballverband den SV Babelsberg 03 wegen des Rufes »Nazischweine raus« bestrafen will, könnte es für den Klub die letzte Partie dieser Regionalligasaison sein.

Von Christoph Ruf

Gefangen im PR-Inferno

Wir hätten wohl von 18 Uhr 03 bis zum Anpfiff wohlig vor uns hingequatscht, wenn der Stadionsprecher nicht dasselbe getan hätte. Und zwar ohne Atempause. Es wurde nun mit jeder Minute ungemütlicher: hier ein Gewinnspiel, eine Werbeaktion, dort ein Einspieler, der dem Sprecher angeblich »Gänsehaut« bescherte.

Bloß kein Mitleid

Markus Gisdol ist der nächste entlassene Bundesliga-Trainer. Der Wechsel beim HSV ist nachvollziehbar. Denn im Spiel gegen den FC Köln war bei Gisdols Team außer dem Willen nichts Positives zu erkennen.

Von Christoph Ruf

Was wichtig bleibt

Unser Kolumnist Christoph Ruf schaut nach einem Blick auf die Debatten des Jahres 1918 noch skeptischer aufs neue Jahr, freut sich aber auf noch mehr Schenkelklopfer aus Leipzig.

Von Christoph Ruf

Wenn das erlesene Volk tobt

»Max Eberl beschimpft eigene Fans«, war nach dem Spiel der Gladbacher gegen den HSV zu lesen. Genau das hat der Manager der Borussia nicht getan. Die eigenen Fans hat er gelobt. Und Arschlöcher Arschlöcher genannt.

Von Christoph Ruf

Kollektivistischer Brav-Sprech

Ich mag Mehmet Scholl. Schon als 16-Jähriger, hatte der damalige Nachwuchsstar des örtlichen Profivereins bei mir einen Stein im Brett. Dann gab es eine Eiszeit, seit ein paar Jahren mag ich ihn wieder. Und wundere mich, dass der Mann medial so schlecht wegkommt.

Von Christoph Ruf

Ai Weiwei ist kein Mittelstürmer

Dass Staaten, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, ein hohes Interesse daran haben, international nicht isoliert zu werden, versteht sich von selbst. Weniger selbstverständlich ist es, wie bereitwillig die Demokratien darauf reinfallen.

Von Christoph Ruf

Die Masken sind gefallen

Elf chinesische Spieler wurden von ihren Funktionären vom Platz beordert. Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag. Natürlich war das eine gezielte, lange geplante Provokation, und sie hat ins Schwarze getroffen.

Von Christoph Ruf

Weltwirtschaftsordnung und Fußball

Christoph Ruf ärgert, dass in einigen unteren Ligen die Saison schon wieder gelaufen ist - und stellt die Schuldfrage.

Von Christoph Ruf

Todesdrohung an die eigene Leber

Fußball und Kultur sind zwei Universen, die friedlich nebeneinander herleben. Doch manchmal berühren sie sich, wie man am vergangenen Wochenende in Nürnberg erleben durfte.

Von Christoph Ruf

Prinzipientreue oder ein kühles Pils

Der Mann hat bis vor einigen Jahren als Fußballtrainer gearbeitet. Erfolgreich. Zuvor war er Stürmer. Genauso erfolgreich. Er ist verheiratet, spricht Spanisch und Rheinisch. Er hat einen Schäferhund. Das sind die Dinge, die man bislang zu wissen glaubte über Josef »Jup...

Von Christoph Ruf
AfD

Erstaunen, Entsetzen, Verdrängen

Vor der Bundestagswahl gab es ein ähnliches Aha-Erlebnis. Beim Fußball, als sich in Prag ein Pulk gewalt- und prollaffiner Männer Naziparolen von sich gab. Die Reaktionen waren ähnlich wie nach der Bundestagswahl:

Von Christoph Ruf

Merkel, Hasenhüttl und das schwarze Loch

Wie in der Politik geht es auch im Profifußball immer weniger um Fakten als um deren Inszenierung. Wer es schafft, die Diskussion nach einem Spiel zu dominieren, der ist der Sieger. Niemand wüsste das besser als die Zunft der Schiedsrichter.

Von Christoph Ruf

Dit is Berlin

Wer als Fußballfan demokratische Selbstverständlichkeiten einfordert, wird wie in Hannover schon mal ausgepfiffen. Immer noch besser, als von der Berliner Polizei eine halbe Stunde lang malträtiert zu werden.

Von Christoph Ruf

Die normative Kraft faktischer Bilder

Eine Regelreform, die im Endeffekt dazu führt, dass das Ergebnis mehr und nicht weniger mit dem Spielverlauf zu tun hat, ist positiv. Auch wenn sie gravierende negative Begleiterscheinungen hat.

Von Christoph Ruf