SOS Mittelmeer

SOS Mittelmeer

Das Mittelmeer hat sich zu einer der Hauptfluchtrouten von Flüchtlingen nach Europa entwickelt. Gleichzeitig ist es auch eine der tödlichsten. »nd« war für zwei Wochen an Bord des Rettungsschiffes MS Aquarius und durfte die Crew begleiten.

Der Abschied

Mit der Ankunft im italienischen Hafen von Brindisi endet der letzte Tag auf der MS Aquarius. Die geretteten Schutzsuchenden müssen sich unterdessen einer Reihe Prozeduren unterziehen. Für sie ist die Reise noch nicht zu Ende.

Von Sebastian Bähr

Neuanfang

Die Kunde verbreitet sich wie ein Lauffeuer an Bord. Und kurz danach gibt es kein Halten mehr: Die italienische Küste taucht am Horizont auch. Aber die Menschen an Bord wissen nicht, was sie dort erwartet.

Von Sebastian Bähr

Der Tag der Lebenden

Heute wurde trotz aller grausamen Erfahrungen auf der »MS Aquarius« ein kleines bisschen Geschichte geschrieben. Zwei Familien durchlebten die Ungewissheit der vergangenen Wochen, komprimiert in wenigen Stunden.

Von Sebastian Bähr

»Habt Geduld«

Zwei weiße Schlauchbotte entdecken wir im Meer. Als sich das Transportboot nähert, beginnt das Schubsen und Drängen. Frauen und Schwangere werden zurückgeschoben. "Bleibt ruhig", rufen die Retter, "habt Geduld". Sie holen alle 252 Flüchtlinge an Bord.

»Ich will nicht, dass Menschen vor unserer Haustür sterben«

Die Freiwilligen mögen sich noch nicht lange kennen, doch eine bestimmte Vertrautheit ist bereits zwischen ihnen zu spüren. Momente wie eine gemeinsam durchgeführte Rettung schweißen zusammen: Man passt aufeinander auf.

Von Sebastian Bähr

Wetterkunde

Drei Tage lang kam es zu keinem Rettungseinsatz. Es ist davon auszugehen, dass beim nächsten umso mehr Bootsflüchtlige auf einmal Hilfe benötigen. Die Crew der "Aquarius" überbrückt die Zeit mit Wetterbeobachtung, Übungen, Gesprächen und Warten.

Von Sebastian Bähr

Ein grauenvolles Puzzle

Die Geschichten der Geflüchteten, die von der "MS Aquarius" gerettet werden sind ausnahmslos grausam, traurig und verstörend. Sklaverei, Folter, Vergewaltigung - Die Erzählungen setzen sich zu einem grauenvollen Puzzle zusammen.

Von Sebastian Bähr

Die Sache mit den ruhigen Tagen

Beim Abendessen holt einen die Realität wieder ein. Ich erfahre, dass »Ärzte ohne Grenzen« nicht nur die Krankheiten und Verletzungen der Flüchtlinge behandelt. Auch die ruhigen Tagen sind keine entspannenden.

Von Sebastian Bähr

Nicht in die Augen schauen

Wenige Stunden nach dem offiziellen Einsatzbeginn taucht ein Schlachboot mit 142 Flüchtlingen an Bord vor der "Aquarius" auf. Es folgt eine Bilderbuchrettung, die auch mich als Journalist einfach glücklich macht.

Von Sebastian Bähr

»Du musst Befehle geben, aber höflich«

Kurz vor dem Erreichen des Einsatzgebietes müssen alle auf der "Aquarius" lernen, im Ernstfall Leben zu retten. Dabei gibt es vieles zu beachten und ein striktes Protokoll. Die Helfer üben ihre Routinen auf den unterschiedlichen Booten.

Von Sebastian Bähr

Das Mittelmeer hält sich nicht an künstliche Zahlen

Am Samstagmorgen ist das private Rettungsschiff »MS Aquarius« zu einer neuen Mission vor der libyschen Küste gestartet, um Geflüchtete vor dem Ertrinken zu retten. Doch kurz vor der Abfahrt bereitet dem Team etwas anderes Sorgen.

Von Sebastian Bähr