Liebe mit 16 (DVD)

Ein sympathischer kleiner Film über Erwachsenwerden und erste Liebe, erfrischend klischeefrei und mit vielen kleinen Einblicken in den Alltag der 70er-Jahre-DDR. Fazit: Ein kleines Highlight aus dem "realen Sozialismus".

In der Tanzstunde hat es geklickt. Plötzlich ist sie da - die erste große Liebe. Ina und Matti fühlen sich im siebenten Himmel. Wenn nur nicht die Eltern sie ständig auf die Erde herabholen wollten. Mit Witz und Charme erzählt von junger Liebe: so schön und verletzlich.
Die Eltern reagieren auf das Verhältnis ihrer Kinder mit gemischten Gefühlen. Inas Mutter ist strikt gegen eine Beziehung, da Ina in ihren Augen zu jung dafür ist. Sie fürchtet, Ina könne schwanger werden. Mattis Mutter hat keine Bedenken und freut sich für ihn, tut sich jedoch mit der sexuellen Aufklärung des Sohns schwer.
Als die beiden schlafen sie zum ersten Mal miteinander schlafen, ist Ina ernüchtert, zumal sie bald darauf glaubt, schwanger zu sein, was sich jedoch als Trugschluss herausstellt. Es kommt zu Streitereien zwischen Ina und Matti, aber auch Versöhnungen. Am Ende findet der Abschlussball statt. Ina und Matti nehmen als Tanzpaar teil und auch ihre Eltern lernen sich nun kennen.

Alles, was Ina und Matti betrifft, ist mit großer Sorgfalt inszeniert. Simone von Zglinicki und der Oberschüler Heinz-Peter Linse stellen das Entstehen von Beziehungen mit einer Intensität dar, wie es jungen Schauspielern vor der Kamera nur selten gelingt. Das ist zweifellos ein Verdienst der Regiearbeit von Herrmann Zschoche. Die Schauspielerin Simone von Zglinicki sorgte mit ihren ersten beiden DEFA-Filmrollen bei Kritikern und Zuschauern für Furore. Sie spielte junge Mädchen auf ihrem komplizierten Weg zum Erwachsenwerden. Ihr unsentimentales und ehrliches, frisches und natürliche Spiel wurde vielfach gelobt. Das vorwiegend junge Publikum konnte sich in ihr und ihren Problemen in FÜR DIE LIEBE NOCH ZU MAGER? (1974) und LIEBE MIT 16 (1974) wieder finden.

Den Filmtitel "Außer Atem", der im Film von Veronika Fischer gesungen wird, schrieben Ulrich Gumpert und Peter Gotthardt.



Produktionsland/-jahr: DDR 1974
Regie: Herrmann Zschoche
Drehbuch: Gisela Steineckert, Rainer Simon, Ulrich Plenzdorf

Darsteller: Simone von Zglinicki (Ina), Heinz-Peter Linse (Matti), Katharina Lind (Inas Mutter), Martin Trettau (Inas Vater), Marylu Poolman (Mattis Mutter), Christoph Engel (Mattis Vater), Herbert Köfer (Tanzlehrer)

FSK: o. Altersbeschränkung
Farbe
Laufzeit: ca. 80 Min.
Art.-Nr.: 19154

Preis: 12.99 Euro

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