Die Blechtrommel

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Günter Grass von Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1979

Es ist der erste deutsche Film, der als Bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Neben anderen Filmpreisen erhielt er auch die Goldene Palme in Cannes.

Danzig, 1924. In der Familie Matzerath kommt ein Kind zur Welt. Vom Augenblick seiner Geburt an ist der kleine Oskar ein überaus frühreifes, hellhöriges Bürschchen. Schon in den Armen seiner Mutter beginnt der Säugling, seine Umwelt mit großer Skepsis zu betrachten. Zu seinem dritten Geburtstag bekommt Oskar eine Blechtrommel geschenkt. An diesem Tag beschließt er aus einer grundsätzlichen Verweigerungshaltung heraus, sein Wachstum einzustellen, indem er die Kellertreppe hinunterstürzt. Geistig und männlich entwickelt er sich sehr wohl weiter, doch seine körperliche Erscheinung schafft von diesem Tag an automatisch eine gewisse Distanz zwischen Oskar und der Welt der "Erwachsenen". Auf seiner hämmernden Blechtrommel und mit seiner Fähigkeit, Glas zu zersingen, artikuliert er seinen Protest gegen die verlogene, intrigante Welt der Erwachsenen, die sich ihm einerseits im Terror der Nazis, andererseits in diversen Sex-Affären seiner Familienmitglieder offenbart. 1945, nach Kriegsende, beschließt Oskar, dass er wieder wachsen will.

Produktionsland: Deutschland, Polen, Frankreich, Jugoslawien
Regie: Volker Schlöndorff
Drehbuch: Volker Schlöndorff, Franz Seitz junior, Jean-Claude Carrière

Personen und ihre Darsteller:
Mario Adorf: Alfred Matzerath, Angela Winkler: Agnes Matzerath, David Bennent: Oskar Matzerath, Katharina Thalbach: Maria Matzerath, Daniel Olbrychski: Jan Bronski, Tina Engel: Anna Koljaiczek (jung), Berta Drews: Anna Koljaiczek (alt), Roland Teubner: Joseph Koljaiczek, Tadeusz Kunikowski: Onkel Vinzenz, Andréa Ferréol: Lina Greff, Heinz Bennent: Greff, Ilse Pagé: Gretchen Scheffler u.v.a.

FSK: ab 16 Jahren

Preis: 9.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 142 Minuten
  • Produktionsjahr: 1979