Dreier-Serie – Vol. 1 – 60 Jahre DEFA-Studio für Trickfilme Dresden

7 Folgen um die Freundschaft zwischen Fuchs, Dachs und Bär

Die Freunde Fuchs, Dachs und Bär unternehmen viel mit Biber, Igel, Frosch, Maus, Specht und Eichhörnchen. Wären da nicht Wolf und Schakal, die das harmonische Zusammensein immer wieder stören, andere ärgern, sogar richtig wütend machen …

Die Folgen:
1. Drei bauen sich ein Haus
2. Drei graben einen Brunnen
3. Drei geraten in Gefahr
4. Drei geben ein Fest
5. Drei helfen einem Freund
6. Drei schließen eine Wette
7. Drei geben ein Ständchen

Produktionsland: DDR-Fernsehen
Puppentrick: Volker Hartmann, Ulrike Roehricht, Angela Klemm, Eberhardt Klotzsche
Sprecher: Ruth Kommerell, Thea Elster, Horst Kempe, Rolf Römer
1 DVD

60 Jahre DEFA-Studio für Trickfilme

ALARM IM KASPERLETHEATER (Lothar Barke, 1960), DÄUMELINCHEN (Christl Wiemer, 1958) oder DIE SPUR FÜHRT ZUM SILBERSEE (Günter Rätz, 1989) sind nur drei Titel von ca. 2.000 Filmen, die im DEFA-Studio für Trickfilme in Dresden produziert wurden. Am 1. April 2015 würde das Studio seinen 60. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass wurde die Arbeit des Studios auf mehreren Veranstaltungen und Filmfestivals gewürdigt.

Kleine Geschichte des Trickfilmstudios

Das DEFA-Studio für Trickfilme Dresden, das staatliche Studio für Animationsfilme der DDR, bestand von 1955 bis zu seiner Abwicklung im Jahr 1992 als volkseigener Betrieb (zuletzt kurzzeitig als Gesellschaft mit beschränkter Haftung). In den über 35 Jahren entstanden ca. 2.000 Filme, in erster Linie für das Kinder- und Familienpublikum, aber auch Satiren und künstlerische Filme für Erwachsene.
Die Anfangsphase (1955-1962) war gekennzeichnet vom Ausprobieren aller Animationstechniken im Puppentrick-, Zeichentrick-, Silhouetten- und Handpuppentrickfilm, der Ausbildung von Künstlergemeinschaften sowie der Kinderfilmproduktion für das Kino. Technische Ausstattung und Technologie entsprachen weder dem internationalen Niveau, der künstlerischen Leistungsfähigkeit des Studios und dem Auftragsvolumen. Ein im Staatsplan 1962 vorgesehener Studioneubau mit moderner Technik und adäquater Technologie, der eine industrielle Herstellung von Trickfilmen erlaubt, fiel staatlichen Ausgaben im Zusammenhang mit der Kuba-Krise zum Opfer. Der Eintritt des Fernsehens und anderer Auftraggeber verschärften die Produktions- und Arbeitssituation weiter.
Mit der ersehnten und Anfang der 1970er Jahre schließlich durchgeführten baulichen und technischen Rekonstruktion, avancierte das Studio dann zeitweilig zum modernsten seiner Art in Europa. Die Belegschaftsstärke, 1957 noch 156 wuchs auf 250 bis zum Jahr 1989. Realisiert wurden überwiegend staatliche Aufträge für das Fernsehen der DDR und das Kino.
1990 erfolgt die Umbildung des Studios in eine Kapitalgesellschaft. Das Angebot einer Konzentration auf das Kerngeschäft zum Erhalt der Trickfilmproduktion in Dresden scheiterten. Mit dem Verkauf an den MDR und die Umwandlung in die DREFA Filmatelier GmbH endete die Animationsfilmproduktion im ehemals größten Trickfilmstudio Deutschlands.
Das reiche und vielfältige audiovisuelle Erbe sowie die künstlerischen Materialien des Studios werden vom Deutschen Institut für Animationsfilm (DIAF) in Dresden und der DEFA-Stiftung in Berlin bewahrt, aufgearbeitet und nach und nach der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Erstmalig 2015 im Berlinale Programm verankert, beeindruckten die Filme über Generationen hinweg.
Zur besonderen Würdigung der filmischen Leistungen im Jubiläumsjahr wurde ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt mit 60 herausragenden DEFA-Animationsfilmen gestartet, um die Filme auch zukünftig im Kino zeigen zu können. Eine Sonderausstellung ab dem 17. April 2015 in Dresden wirft einen „Blick“ auf eine äußerst spannende und eigene Kunstform: die Ton- und Musikgestaltung im DEFA-Animationsfilm.
Text: DIAF

Preis: 12.99 Euro

  • Laufzeit: 7 x 26 Minuten
  • Produktionsjahr: 1978, 1981, 1987, 1989-91
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