Theodor Fontane: Mathilde Möhring & Stine

Frauenbilder / Leben - Liebe - Schicksale, Vol. 1 / Digital Remastered

Theodor Fontane – Frauenbilder: Leben, Liebe und Schicksale Vol. 1

Mathilde Möhring (Fernsehspiel DFF 1983)

Theodor Fontane (1819-1898) schilderte in “Mathilde Möhring” die Geschichte einer jungen Frau (Renate Krößner), die zusammen mit ihrer Mutter (Christine Gloger) in einer kleinen Wohnung in Berlin, in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße, lebte. Der Vater von Mathilde war frühzeitig verstorben, wodurch die beiden Frauen aus finanziellen Gründen gezwungen waren, einen Untermieter bei sich aufzunehmen. Dieser fand sich in dem Jura-Studenten Hugo Großmann (Martin Seifert), der kurz vor seinem Examen stand.
Mathilde sieht in ihm die Chance, endlich aus den ärmlichen Umständen herauszukommen, weshalb sie sich mit ihm verlobt und später die Ehe eingeht. Gleichzeitig spornt sie ihn an, seine Examen erfolgreich abzuschließen, um danach eine Stelle als Bürgermeister anzutreten zu können.
Unter der Regie von Karin Hercher entstand das Bild einer Frau, die in der bürgerlichen Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts nach Selbstbehauptung und -entfaltung suchte. (Text: www.fernsehenderddr.de)

Regie: Karin Hercher, Dramaturgie: Dr. Albrecht Börner, Kamera: Uwe Reuter, Musik: Mario Schneidenbach von Jascheroff

Schauspieler: Mathilde Möhring (Renate Krößner), Mutter Möhring (Christine Gloger), Hugo Großmann (Martin Seifert), Hans von Rybinski (Michael Gerber), Rechnungsrat Schultze (Peter Kalisch), Emma, seine Frau (Marga Legal), Ulrike, Tochter von Runtschen (Petra Cammin), Landrat von Dunajewski (Wolfram Handel), Bella, Rybinskis Braut (Kathrin Hercher), Ehrenthal (Wolfgang Lohse), Silberstein (Klaus Mertens), Arzt Dr. Birnbaum (Werner Riemann), die Runtschen (Gertrud Rustler), Architekt, Vetter von Mathilde (Mario Schneidenbach von Jascheroff).

 

STINE (Fernsehfilm DFF1978)

Der Roman “Stine” von Theodor Fontane (1819-1898) wird den realistischen Werken des großen Erzählers und Dichters zugeordnet.
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau namens Ernestine Rehbein, genannt Stine (Simone Frost). Sie lebt in einfachen kleinbürgerlichen Verhältnissen, wohnt in der Berliner Invalidenstraße 98e. Hier teilt sie sich eine Wohnung mit ihrer verwitweten Schwester Pauline (Jutta Wachowiak), die zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern großzieht.
Anlässlich eines abendlichen Diners, das Pauline in kleiner Gesellschaft veranstaltet, um den Pflichten ihrer Liaison mit dem alten Grafen von Haldern (Albert Hetterle) zu entsprechen, machen die beiden Frauen die Bekanntschaft des jungen, von Krankheit gezeichneten Grafen Waldemar von Haldern (Matthias Günther). Letzterer verliebt sich in Stine, weshalb er auch versucht, sie immer wieder zu besuchen. Pauline äußert sich gegenüber Stine in der Weise, dass sie dessen Verhalten bedenklich findet und rät Stine zur Vorsicht; ein außereheliches Verhältnis zu einem Adligen könnte sie ins Gerede bringen.
Waldemar seinerseits sucht den Rat seines Onkels in dieser Angelegenheit. Er möchte Stine heiraten, doch der Onkel befürchtet, dass es durch die Standesunterschiede zur Ächtung der adligen Familie insgesamt kommen könnte und rät deshalb seinem Neffen von einer Ehe mit Stine ab. Der junge Graf ist fast schon bereit, dieses Risiko einzugehen. Doch dann lehnt Stine selbst sein Ansinnen einer Heirat mit ihr ab; der junge Mann ist bitter enttäuscht und sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben - er begeht Selbstmord.
Stine nimmt an der Beerdigung von Waldemar teil, kehrt aber danach sichtlich gezeichnet zu ihrer Schwester zurück.

Regie: Thomas Langhoff
Dramaturgie: Dr. Albrecht Börner
Personen und ihre Darsteller:
Stine (Simone Frost), Waldemar (Matthias Günther), Pauline (Jutta Wachowiak), Graf von Haldern (Albert Hetterle), Wanda (Heide Kipp), Baron (Herwart Grosse), Frau Polin (Käthe Reichel), Herr Polin (Fritz Marquardt), Olga (Ina Kuschnerenko).

1 DVD; Farbe und s/w; FSK: o.A.

Preis: 14.95 Euro

  • Laufzeit: ca. 223 Minuten
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