Sie nannten ihn Amigo

Ein Junge der sich mit 13 Jahren der Unmenschlichkeit der Nazis in den Weg stellt

1939 in einem Berliner Hinterhof. Hotte und Sine finden einen Mann in einem Kellerverschlag. Hottes großer Bruder Amigo erkennt, dass es sich um einen politischen Häftling handelt und befiehlt den beiden Knirpsen zu schweigen. Heimlich versorgt er den Flüchtling Pepp mit dem Nötigsten. Dabei bestiehlt er sogar seinen Vater. Er ahnt nicht, dass der es war, der mit einem waghalsigen Manöver Pepp zur Flucht aus einem Deportationszug verhalf. Als Sine seinen Vater fragt, was denn ein »Illegaler« sei, verbietet der den Umgang mit Amigo und Hotte: schon deren Vater hat als »Politischer« gesessen. Mit der HJ-Uniform, die Sine darauf geschenkt bekommt, macht er sich zum Gespött der Kinder im Hof – wütend beschimpft er Amigos Vater. Doch dann begreift auch Sine, dass es nicht um Gut oder Böse, sondern Nazi oder Nicht-Nazi geht und will helfen.

Über den Film hinaus bekannt und populär in der DDR wurde das Lied „Wer möchte nicht im Leben bleiben“, das Teil der Filmmusik war und auf einem Text von Wera Küchenmeister und einer Melodie von Kurt Schwaen beruht.

Produktionsland: DEFA
Regie: Heiner Carow
Drehbuch Heiner Carow, Wera Küchenmeister, Claus Küchenmeister
Darsteller: Ernst-Georg Schwill, Erich Franz, Fred Düren, Angelika Hurwicz, Wilhelm Koch-Hooge, Peter Kalisch, Heinz Schröder, Heinz Schubert, Hans Klering

1 DVD; s/w; FSK: ab 12 Jahren

Preis: 6.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 63 Minuten
  • Produktionsjahr: 1959
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