Es geht einer vor die Hunde

Literaturverfilmung des Fernsehens der DDR

Die Handlung dieses Fernsehfilms führt in die Zeit vom Ende der 1920er Jahre bis in das Jahr 1933 zurück. Auf der Grundlage von Otto Nagels Roman "Die weiße Taube oder Das nasse Dreieck" hatte Werner Bernhardy das Szenarium verfasst, unterstützt wurde er dabei von Otto Nagels Frau Walli.

Wilhelm Thiele (Peter Reusse), eine der Hauptfiguren dieser TV-Produktion, ist ein Lebenskünstler, ein erfinderisches Genie. Unter Stromern und Stadtstreichern vegetierend, versucht er trotzdem, ein anständiger Mensch zu bleiben. Das ist wahnsinnig schwer, wenn man keine Arbeit, kein Geld und keine Bleibe hat – zu einer Zeit der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929. Tausenden ging es damals so wie Wilhelm, sie "gingen vor die Hunde", weil sie dem sozialen Abstieg unter solchen Verhältnissen nicht entkommen konnten. Für viele schloss sich der moralische Abstieg an, und indem sie der Arbeitslosigkeit und dem Hunger zu entfliehen suchten, landeten sie in einer braunen Uniform der Nazis.

Der Film zeigt eine spannende Geschichte um das Schicksal des begabten Proletariers Wilhelm Thiele, seiner späteren Frau, der "schwarzen Minna" (Jenny Gröllmann), und deren "Freunde".

Produktionsland/-jahr: DDR-TV-Archiv
Regie: Hans Knötzsch
Darsteller: Wilhelm Thiele (Peter Reusse), Minna (Jenny Gröllmann), Emil (Henry Hübchen), Muttchen (Renate Reinecke), Stern (Kurt Böwe), Krüger (Hans-Joachim Hanisch), Frau Kneschke (Carmen-Maja Antoni), Kleist (Rolf Ludwig), Otto Nagel (Martin Trettau), Herrmann (Ernst Steiner)

1 DVD; Farbe; FSK: ab 6 Jahren

Preis: 15.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 98 Minuten
  • Produktionsjahr: 1983
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