Wenn die Nacht kein Ende nimmt

Ein Fernsehspiel von Karl Georg Külb

Diese TV-Produktion des DFF wurde in der Zeitschrift “Unser Rundfunk”, Nr. 8/1959 als “nicht geeignet für Jugendliche unter 18 Jahren” angekündigt wird. Er wirft einen Blick in die Welt des „horizontalen Gewerbes“ Westdeutschlands.

Kleine Gauner und Prostituierte geraten durch den täglichen Existenzkampf oder andere Umstände in Not. Aber auch die “Nutznießer” des “horizontalen Gewerbes” (Inhaber luxuriöser Amüsierbetriebe und Bordellringe) werden in ihrem Agieren kritisiert, weil sie nicht nur Menschen gnadenlos ausnutzen, sondern auch vor Mord oder anderen Verbrechen nicht zurückschrecken. Und dann werden die eigentlich Schuldigen präsentiert, diejenigen, die in Westdeutschland die Regeln des gesellschaftlichen Lebens bestimmen, die sich immer als “untadelig” geben, aber oft selbst in Skandale, wie im Fall Nitribitt, verwickelt sind.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Figur der Doris Wendt (Christel Bodenstein), ein junges unbescholtenen Mädchen. Ihr Weg, getrieben von innerer Unzufriedenheit und der Sehnsucht nach einem erfüllten Leben, wird nachgezeichnet. Und es wird ein Weg sein, der entlang des Abgrunds und dann in die Tiefe führt. Es sind nerven zermürbende Verhältnisse, die sie unglücklich machen. Doris kann dem Roten Milieu entkommen und sucht als Kindermädchen einen Neuanfang. Doch ihrer Vergangenheit kann sie nicht entkommen. Sie scheitert an der bigotten Haltung der Gesellschaft.

Produktionsland: DDR-TV-Archiv
Autor: Karl Georg Külb
Dramaturgie: Hermann Rodigast
Doris Wendt (Christel Bodenstein), Betty Croßmann (Loni Michelis), Carlo Carstens (Manfred Krug), Bubi (Edwin Marian), Andreas (Armin Mueller-Stahl), Tänzer (Elfi Wildenbruch/Peter Härtel) u.v.a.

aufgrund des Alters des Filmmaterials lässt die Bildqualität leider zu wünschen übrig!
1 DVD; s/w; FSK: ab 12 Jahren

Preis: 14.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 101 Minuten
  • Produktionsjahr: 1959

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