Der Fackelträger - Film Stadt Berlin

Der Ost-West-Konflikt im Justizsystem der 1950er Jahre

Film Stadt Berlin ist eine DVD-Reihe, die sowohl Spiel- als auch Dokumentarfilme aus den DEFA- und bundesdeutschen Studios, denen Berlin als Kulisse diente, präsentiert. Die Reihe umfasst bekannte und digital restaurierte, aber auch zu Unrecht vergessene Berlin-Filme. Dafür gräbt die DEFA-Stiftung tief in ihren Archiven, die noch zahllose Schätze parat halten.

Der West-Berliner Oberstaatsanwalt Eitel-Friedrich Sänger hofft auf eine Berufung an den Bundesgerichtshof. Es fehlt ihm nur noch ein Aufsehen erregender Fall. Diesen wittert er, als sein Hausmeister Kabischke volltrunken in der S-Bahn randaliert und von der Ost-Berliner Transportpolizei festgenommen wird, um seinen Rausch auszuschlafen. Sänger klagt Johannes Müller, der den Hausmeister der Polizei übergeben hatte, der Entführung des westdeutschen Bürgers an.
Sänger plant einen Sensationsprozess gegen Müller, erleidet aber eine Niederlage. Den Posten beim Bundesgerichtshof bekommt er trotzdem ‒ immerhin hat er Gesinnung bewiesen.

Hinter dem Drehbuchautor Friedrich Karl Hartmann verbarg sich der Berliner Rechtsanwalt Friedrich Karl Kaul. Er schrieb Kriminalgeschichten, Romane, Hör- und Fernsehspiele und war durch die Fernsehsendung Fragen Sie Professor Kaul bekannt.

"Der Fackelträger" wurde von den DDR-Filmbehörden zwei Jahre lang zurückgehalten und später nur ausserhalb von Berlin gezeigt.

Produktionsland: DDR
Regie: Johannes Knittel
Darsteller:  Hermann Kiessner, Loni Michelis, Friedrich Gnass, Harry Hindemith, Horst Kube, Ruth-Maria Kubitschek, Georg Thies, Margret Homeyer, Norbert Christian, Charlotte Brummerhoff

1 DVD; Farbe: s/w; FSK: o.A.

Preis: 16.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 81 Minuten
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