Zeugenaussage – Aus dem Leben des Dmitri Schostakowitsch

Zeugenaussage handelt vom Russland in der Stalin-Zeit. Millionen Menschen – Politiker, Generäle, Bauern, Dichter und Kirchenführer – wurden Opfer des Stalin-Regimes, Schostakowitsch aber überlebte. Warum? Und zu welchem Preis?

Zeugenaussage ist mehr als die Lebensgeschichte des weltberühmten Komponisten Dmitri Schostakowitsch. Sein musikalisches Leben und Werk ist nur Teil eines weitaus größeren Dramas: das Verhältnis zwischen ihm und Stalin. Er schrieb Hymnen auf die Sowjetunion und blieb gleichzeitig auf Distanz zum stalinistischen System, welches ihn drangsalierte und jahrelang in Todesfurcht hielt.

„Um die Geschichte unseres Landes zwischen 1930 und 1970 nachzuleben, reicht es aus, die Sinfonien von Schostakowitsch zu hören“, schrieb die Wochenzeitung Moskowskije Nowosti. Der Cellist Mstislaw Rostropowitsch sah im sinfonischen Schaffen Schostakowitschs eine „Geheimgeschichte Russlands“, und Gottfried Blumenstein bezeichnet sein Werk als „apokalyptischen Soundtrack zum 20. Jahrhundert“.

Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch hinterließ ein umfangreiches und vielfältiges Oeuvre mit 15 Symphonien, Instrumentalkonzerten, Bühnenwerken, Filmmusiken, Vokalwerken, Klavier- und Kammermusik. Seine 15 Streichquartette, ein gewichtiges Gegenstück zu den Symphonien, gehören zu den kammermusikalischen Hauptwerken des 20. Jahrhunderts.

Tony Palmers Film („Ein Triumph“ The Observer, „Bester britischer Film des Jahres“ Films & Filming) basiert teilweise auf dem Buch Zeugenaussage – Die Memoiren des Dmitri Schostakowitsch, herausgegeben und aufgezeichnet von Solomon Wolkow.

Produktionsland: GB
Regie: Tony Palmer
Darsteller: Ben Kingsley, Terence Rigby, Ronald Pickup, John Shrapnel, Sherry Baines Orchester: London Philharmonic Orchestra
Dirigent: Rudolf Barshai
Kompositionen: Dmitri Schostakowitsch

1 DVD; Farbe: s/w; Sprache: Deutsch, FSK: ab 12 Jahren; Label: Studio Hamburg Enterprises

Preis: 14.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 149 Minuten
  • Produktionsjahr: 1988
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