Klaus Störtebeker

Dreiteilige Ballade von Kurt Barthel (KuBa) in der Ralswieker Bühnenfassung von 1980

Die Legende des furchtlosen Seeräubers, des Schreckens der Hanse und ihrer Pfeffersäcke, ist wohl die beliebteste und bekannteste Geschichte der deutschen Piraterie. Störtebeker wurde Heldengestalt, so wie es mit Piraten oft geschieht. Das Freibeutertum besitzt ein Attribut: Freiheit. Piraten erscheinen uns als freiheitsliebende Romantiker, den Kampf gegen die Mächtigen suchend und niemandem als sich selbst verpflichtet. Dieses Attribut prägt das Bild Störtebekers noch im 21. Jahrhundert  und jedes Jahr wird die Legende des Klaus Störtebeker unter freiem Himmel von Ralswiek für tausende Besucher das Ereignis auf der Insel Rügen.

1391 wird der Knecht Klaus, da er unerlaubt eine Kanne Starkbier ausgetrunken hat, ins Zwingbett gespannt. Er erschlägt seinen Gutsherrn und flieht. Mit dem Kauffahrer Sarnow gelangt er nach Stralsund, wo er seinen Namen Störtebeker erhält. Die Rostocker Bürger heuern ihn an, für sie auf Kaperfahrt zu gehen. Als er gefangen genommen werden soll, flieht er nach Ralswiek. Hier haben „Volgelfreie“ eine Siedlung gegründet.

Die dreisten Raubzüge der Likedeeler schmiedeten schließlich eine übermächtige Koalition zusammen. Margarethe, seit 1397 auch Königin in Schweden, verbündet sich mit den deutschen Hansestädten. Klaus Störtebeker wurde zusammen mit ca. 70 Gefährten am 21. Oktober 1401 auf dem Grasbrook bei Hamburg geköpft. Angeblich hatte man Störtebeker versichert, dass all jene Männer überleben würden, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeigehen könne. Bei elf Todeskandidaten soll ihm das Kunststück gelungen sein…


Produktionsland: DDR-TV-Archiv
Bühnenfassung: Kurt Barthel
Darsteller: Manfred Gorr als Klaus Störtebeker

1 DVD; Farbe; Label: Studio Hamburg

Preis: 12.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 175 Minuten
  • Produktionsjahr: 1980
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