Das Kaninchen bin ich

Ein Verbotsfilm der DEFA von Kurt Maetzig

Dieser Film war bis 1990 verboten. Entscheidungen zwischen Liebe, Doppelleben und Gerechtigkeit.

Mit 19 Jahren hat Maria Morzeck schon ihre Träume verloren. Ihr Bruder Dieter ist unter Ausschluss der Öffentlichkeit wegen »staatsgefährdender Hetze« zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Statt eines Slawistik-Studiums ist für das junge Mädchen nun das Kellnern angesagt. Da begegnet ihr die erste große Liebe, Paul Deister, ausgerechnet der Richter ihres Bruders. Trotz anfänglicher Bedenken entscheidet sich Maria für die Beziehung mit dem älteren und verheirateten Mann. Letztlich kann ihre Liebe wegen Pauls Karrieresucht und Doppelleben nicht bestehen. Für Maria gibt es jetzt nur noch das eine Ziel, für ihren Studienplatz zu kämpfen.

Was ist Gerechtigkeit oder wann wird Gerechtigkeit missbraucht? – fragt 'Das Kaninchen bin ich' von Kurt Maetzig und wird damit zum maßgeblichen Synonym für den im Zuge des 11. Plenums verbotenen DEFA-Film. Die inhaltliche Brisanz führt 1965 zum sofortigen Verbot. Schlimmer noch, dass Zentralkomitee statuiert am Beispiel dieses Films ein regelrechtes Exempel. Mit der Folge, dass 'Das Kaninchen bin ich' erst nach etwa 25jähriger Verbannung zur Uraufführung gelangt!

Produktionsland: DEFA
Regie: Kurt Maetzig
Drehbuch: Kurt Maetzig, Manfred Bieler
Darsteller:  Angelika Waller, Alfred Müller, Ilse Voigt, Wolfgang Winkler, Irma Münch, Dieter Wien, Helmut Schellhardt, Hans Hardt-Hardtloff, Hans Klering, Ruth Kommerell

1 DVD; s/w; Label: Icestorm

Preis: 12.99 Euro

  • Laufzeit: ca.: 110 Minuten
  • Produktionsjahr: 1965
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