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Stolen Moments. Namibian Music History Untold

Eröffnung am 24.11.2017 19 Uhr
Ein Projekt des Iwalewahaus, Universität Bayreuth kuratiert von Aino Moongo (NA) und Dr. Ulf Vierke (DE), gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes.
Die Geschichte der namibischen Populärmusik in der Zeit der 1950er und Ende der 1980er Jahre steht im Zentrum der Kooperation des Iwalewahaus, Universität Bayreuth und der Stolen Moments Group aus Windhoek, Namibia.
Das im Rahmen des TURN Fonds für künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellungsprojekt beleuchtet, 26 Jahre nach der Unabhängigkeit Namibias, erstmals die Musikkultur der Townships, die in Zeiten der Apartheid unterdrückt und ins Abseits gedrängt wurde.
Aufbauend auf einer Materialsammlung, die in sechsjähriger Recherchearbeit gemeinsam mit einer Vielzahl an Musiker_innen und Zeitzeugen das verloren geglaubte musikalische Erbe des Landes wieder ans Tageslicht beförderte, entstand eine Ausstellung, die zuerst im Iwalewahaus und danach in den Afrika Bibliographien, Basel zu sehen war. Dabei stellt die künstlerische Auseinandersetzung mit dieser bisher unerzählten Musikgeschichte nicht nur das kreative Schaffen der einzelnen Künstler_innen in den Mittelpunkt, sondern reflektiert immer auch Fragen kultureller Identität, Herkunft und Landesgeschichte. So widmet sich die Ausstellung unter anderem der Ahnengalerie, dem Pantheon of Namibian Music, der namibischen Unterhaltungsmusik, die wegweisende Musiker_innen des Landes samt ihrer Musik erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Die Bergung und Sichtbarmachung von Liedern und Geschichten dient schließlich nicht allein der Ausleuchtung eines bisherigen dunklen Punktes der jüngeren afrikanischen Musikgeschichte.

Die Konfrontation und Auseinandersetzung mit dem musikalischen Erbe und die damit verbundene Landesgeschichte ist gerade in Namibia von großem Wert für die Anregung eines Generationendialogs, der bislang vom Schweigen über die Jahre der Apartheid geprägt war.

Mit Werken von: Ben Molatzi, Wiks Louw, Willy Collins, #Kharixurob, Samuel Flermuis, Kakuja Kembale, The Rocking Kwela Boys, Rita Ikwambi, The Ugly Creatures, Kwela and Lexington, Papa Shikongeni, Phillipus Shehama, David Amukoto, Sandile Pazvakavamwa, Stephan Zaubitzer u.v.a.
Infos zum Termin
25. November 2017, 11:00 bis 14. Januar 2018, 20:00 Uhr
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
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