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nd-filmclub: Wolz. Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten (DEFA 1974, fa, 110 min)

Geschichte und Geschichten im Spiegel der DEFA-Filme

Regie: Günter Reisch, Drehbuch: Werner Beck, Szenarium. Günther Rücker, Kamera: Jürgen Brauer, Musik: Karl-Ernst Sasse, Darsteller: Regimantas Adomajtis, Heidemarie Wenzel, Stanislav Lubsin, Jörg Panknin, Günter Wolf, Herwart Grosse, Helmut Schreiber, Helga Göring

Der Soldat Ignaz Wolz entwickelt nach dem Ersten Weltkrieg unbändigen Hass auf die kapitalistischen Kriegsgewinnler und startet 1919 seine eigene Revolution: Mit einigen Anhängern enteignet er Grund- und Fabrikbesitzer und verteilt die Reichtümer in der armen Bevölkerung. Aus dem organisierten Klassenkampf hält er sich aber heraus und kann sich mit einem ehemaligen Kameraden, dem Kommunisten Ludwig, nicht auf eine Zusammenarbeit einigen. Nach weiteren Einzelaktionen landet er im Zuchthaus.

Sieben Jahre später wird er aufgrund von Massenprotesten freigelassen, kann sich aber nun erst recht in keine Strukturen mehr einfügen. Er trennt sich von ehemaligen Weggefährten und verlässt schließlich Deutschland, da niemand mehr seinen anarchistischen Ideen folgen will. Der Film über den Anarchisten Max Hoeltz, der während der Märzkämpfe in Mitteldeutschland spielt und dessen Geschichtsbild aus vielerlei Gründen von der SED-Führung nicht gemocht wurde.

Gesprächspartnerin: Heidemarie Wenzel

Infos zum Termin
31. Oktober 2018 , 18:00 Uhr
Kino TONI am Antonplatz
Antonplatz 1, 13086 Berlin
Der Termin wurde eingestellt von der Redaktion neues deutschland
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