bis

"Climate Justice not yet? Klimagerechtigkeit unter erschwerten Bedingungen" Reihe: Imperiale Lebensweise (2/5)

Mit Dr. Tadzio Müller (Referent Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie der RLS) und Dr. Ulrich Schachtschneider (Energieberater und Sozialwissenschaftler)

Das Kyoto-Protokoll, das Pariser Klimaabkommen… alle Versuche, den Klimawandel in internationalen Gremien zu bändigen können als gescheitert angesehen werden. In den USA regiert ein Gegner des menschengemachten Klimawandels, im Bundestag propagiert die AfD, dass die Klimakatastrophe eine „Irrlehre“ sei und sie diene – so die Unterstellung – Profitinteressen. Doch Investoren und Versicherungsgesellschaften steigen dort aus, wo fossile Energien die Erderwärmung weiter anheizen und selbst Marktradikale wie der britische Economist bezweifeln, dass ein Kampf gegen die Klimawandel zu gewinnen sei. Zugleich bedient der Zweifel am menschen-verursachten Klimawandel die Interessen der umweltzerstörerischen Grossindustrien – und die Bequemlichkeit der Konsumenten der Ersten Welt.
Während Forderungen nach einer Abkehr der kapitalistischen und naturzerstörenden Produktionsform in den internationalen sozialen Bewegungen ein selbstverständlicher Bestandteil ist, konsolidiert sich die außerparlamentarische Klimaschutzbewegung in Deutschland erst. Wie geht sie damit um, dass es ein schwindendes Zeitfenster gibt, die Klimakatastrophe abzuwenden? Wie steht es um die nötigen Mittel, wirksam in das zähe Getriebe internationaler Organisationen einzugreifen? Welchen aktuellen Herausforderungen sieht sich die Klimagerechtigkeitsbewegung in Deutschland gegenüber? Wie steht es um die Chancen und Möglichkeiten von Klimagerechtigkeit?

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Imperiale Lebensweise – ist dies ein griffiges Schlagwort, um die ungleichen Beziehungen zwischen den Staaten des globalen Südens und Nordens zu kennzeichnen?
Immerhin deutet es die Missverhältnisse zwischen Nord und Süd aus. Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse, die Zerstörung der natürlichen und sozialen Lebensbedingungen sind die sichtbaren Resultate der imperialen Lebensweise. Eine imperiale Lebensweise speist sich aus verschiedenen Quellen, die Produktion, Reproduktion und Konsumtion umfassen. Die nötigen Ressourcen werden rücksichtslos aus dem globalen Süden extrahiert. Treiben kapitalistische Produktion und Konsumtion nach den Maßgaben westlicher Industriegesellschaften die Welt schneller, tiefer und unaufhaltsamer in die ökologische, wirtschaftliche und soziale Krise?
Sind die Fragestellungen so vielfältig, weil die imperiale Lebensweise unsere Leben im globalen Norden total umfasst? Welche Alternativen haben wir hier und jetzt? Welche Strategien existieren für die Zukunft? Wie kann die imperiale Lebensweise gebrochen und das Recht auf ein menschenwürdiges, ein gutes Leben für alle eingelöst werden?
Infos zum Termin
24. September 2018, 19:00 bis 21:00 Uhr
W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik
Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Der Termin wurde eingestellt von einem User
Unsere Verstaltungsreihen:

nd-Termine anzeigen

Neuer Termin

Nächste Termine:
Ort

Alles auswählen