nd-Diskussion

Rojava kämpft ums Überleben

Am 9. Oktober begann die Türkei ihre lang ersehnte Invasion von Rojava. Die USA hatten ihren nordsyrischen Verbündeten zuvor fallengelassen und so den Einmarsch möglich gemacht. Mit Unterstützung islamistischer Milizen und dem zumindest passiven Einverständnis der Groß- und Regionalmächte besetzte Ankara nach heftigen Kämpfen einen Streifen Land in der nördlichen Grenzregion und vertrieb rund 300.000 Menschen.

Frieden ist bis heute nicht eingekehrt. Die Errungenschaften der lokalen Bewegungen wie Frauenrechte, eine verschiedene Ethnien und Religionen einbindende Rätedemokratie und kollektive Formen des Wirtschaftens sind in immenser Gefahr, während der IS sich neu organisiert.

Während viele Journalisten in dieser Situation das Land verließen, reisten die "nd"-Redakteure Sebastian Bähr und Philip Malzahn in die Region. Von Mitte November bis Anfang Dezember besuchten sie unter anderem die Städte Qamischli, Raqqa, Dêrik, al-Hasaka und die Front bei Tell Tamer. Sie sprachen mit kurdischen Aktivisten, linken Internationalisten, deutschen IS-Häftlingen, weiblichen IS-Angehörigen im al-Hol-Camp und Künstlern aus der alten Hauptstadt des Kalifats.

Sebastian Bähr wird von den verschiedenen Stationen der Reise berichten, von der aktuellen politischen Lage sowie von den Folgen des Iran-USA-Konflikts, der seinen Schatten ebenso auf die Region wirft.

Mit: Sebastian Bähr und Gast (tba)

Eintritt: frei

Infos zum Termin
28. Januar 2020 , 19:00 Uhr
FMP1, Literaturcafé Babett
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Der Termin wurde eingestellt von der Redaktion neues deutschland
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