Alexander Ludewig 09.02.2016 / Sport

Zur Wahrheit gezwungen

Die Polizei muss Fehler an ihrem Einsatz beim Union-Spiel gegen Salzburg einräumen. Fragen bleiben dennoch

80 Verletzte: Eine gemeinsame Presseerklärung des 1. FC Union und der Polizei entlastet den Verein und seine Fans. Aufgeklärt ist damit aber noch längst nicht alles und viele Fragen bleiben offen.

Valeska Jakubowski klingt genervt. Sie arbeitet in der Pressestelle der Berliner Polizei und ist derzeit wirklich nicht zu beneiden. Seit zehn Tagen muss sie Fragende vertrösten. Versprechen kann sie auch am Montag nicht, dass es Antworten gibt. »Vielleicht auch erst morgen«, sagt sie am Telefon. Am Anfang des Gesprächs war noch die Hoffnung in ihrer Stimme zu hören: »Sind denn Ihre Fragen mit der Presseerklärung nicht beantwortet?« Das »Nein« enttäuscht sie schon ein wenig und lässt sie hektischer werden: Notizen machen, Rücksprache mit Kollegen - und wieder vertrösten.

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