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  • 26.05.2012
    Feuilleton

    Absprung ins andere Leben

    »Liliom« von Franz Molnar am Berliner Ensemble

    Liliom (Johannes Krisch)
    Von Gunnar Decker

    Die Paradiese der kleinen Leute sind bei näherer Betrachtung nur Vorposten der Hölle. Erbarmungswürdige und doch abstoßende Menschen auf der Suche nach einem Sonderangebot von schnellem Glück. Flackernde Herzen aus roten Glühlampen. Jahrmarkt war gestern, heute ist Fortschritt: Das Vergnügen wird automatisiert ...

  • Mach das Beste aus dir, etwas Besseres kannst du nicht tun.
    Ralph Waldo Emerson
  • 26.05.2012
    Feuilleton

    PLATTENBAU

    PLATTENBAU
    Thomas Bruhn

    Wir, die wir mit dem Festival des politischen Liedes groß geworden sind, kennen die Lieder Südamerikas durch Inti-Illimani, Quilapayún und Mercedes Sosa, um nur einige zu nennen. Irgendwann verschwand diese Musik aus den Ohren, anderes wurde wichtig, es war wenig Zeit, um über den großen Feuerlöschteich zu lauschen ...

  • 26.05.2012
    Feuilleton

    Reim auf die Woche

    Die Wangen glühen in der Maienhitze,in roten Köpfen flimmert es brutheiß.Die Linkspartei sucht mich, die Doppelspitze,vergeblich - ach, wie gut, dass niemand weiß ... Trag ich den Namen Kipping-Schwabedissen?Herrje, mein Funkentanz macht euch Migräne.Heiß Wagenknecht ich? Keiner kann es wissen.Heiße ich Bartsch? Ich heiß nicht Lafontaine ...

  • 26.05.2012
    Feuilleton

    Gespräche ... zaunüberwärts

    Zwischen Versunkenheit und Einlassung - Wulf Kirstens Gedichte »fliehende ansicht«

    Von Hans-Dieter Schütt

    Meisterliche Gedichte machen den Leser klanglich untertan. Martin Walser nennt lyrische Sprache eine »Imponiersprache«. Du kapitulierst. Vor einer Fülle, die mit Abwesenheit zu tun hat: Was im Leben fehlt, vor allem Erschütterung, Aufmerksamkeit, das schafft Poesie herbei. Was man vermisst, das spürt man - und im guten Buch liest du's ...

  • 26.05.2012
    Feuilleton

    Verlorene Paradiese

    Frank Beyer wäre 80

    Verlorene Paradiese
    Von Hans-Dieter Schütt

    Frank Beyer (Foto: dpa/Link) war einer der großen DEFA-Regisseure. Sein »Jakob der Lügner« wurde als einziger DDR-Film für einen Oscar nominiert. Und »Spur der Steine« - nach dem Roman von Erik Neutsch - erwarb sich den Ruf des anarchischsten Streifens, der Babelsberg je verließ, und der doch nicht ankommen durfte: Beyer geriet zum Protagonisten einer beschämenden Verbotserfahrung ...

  • 25.05.2012
    Feuilleton

    Speerwurf Weiß vs. Schwarz

    Prozess in Südafrika

    In Johannesburg hat am Donnerstag ein Gerichtsverfahren begonnen, über das Südafrika seit Wochen diskutiert: Präsident Jacob Zuma und seine Partei wollen ein umstrittenes Kunstwerk aus der Öffentlichkeit verbannen lassen. Das Bild zeigt das Staatsoberhaupt mit offener Hose und freigelegten Genitalien ...

  • 25.05.2012
    Feuilleton

    Welthelfer des eigenen Ich

    Dem Essayisten Friedrich Dieckmann zum 75. Geburtstag

    Welthelfer des eigenen Ich
    Von Gunnar Decker

    Im Sommer 1965, diesem bestvergessenen Schicksalsjahr der DDR, stand ein 28-jähriger Schriftsteller, der zuvor in Leipzig Physik und dann Philosophie studiert hatte, in Bayreuth vorm Festspielhaus auf dem grünen Hügel. Er war im Auftrag der Zeitschrift »Sinn und Form« gekommen, etwas über Wieland Wagners Inszenierung (seine letzte, wie sich erweisen sollte) des »Tannhäuser« zu schreiben - unter Mitwirkung nicht weniger ostdeutscher Musiker ...

  • 24.05.2012
    Feuilleton

    Wie das heiße Messer durch die Butter

    Steffen Mensching über Fußball-EM, Eppelstädt, Theater und Tresen

    Wie das heiße Messer durch die Butter

    Das Theater Rudolstadt bereitet sich auf die Fußball-EM vor. »Der Aufstieg der Amateure«, ein Stück das der Intendant Steffen Mensching mit Michael Kliefert schrieb, hat am Samstag Premiere. Mit dem 53-Jährigen Schriftsteller, Sänger und Regisseur sprach Katja Herzberg.

  • 24.05.2012
    Feuilleton

    Ein Autor im Anzug

    Sarrazin in Potsdam

    Von Werner Liersch

    Sein neues Buch »Europa braucht den Euro nicht« stellte Thilo Sarrazin am Dienstag Vormittag in Berlin der Presse vor. Am Abend fand in Potsdam im Nikolaisaal die Buchpremiere statt. Sarrazin fasste die Thesen seines Buches zusammen und stellte sich den Fragen des Chefredakteurs der »Märkischen Allgemeinen Zeitung« und des Publikums.

  • 23.05.2012
    Feuilleton

    »Ist dieser Mann ein Humanist?«

    Peter Turrini: Laudatio für Claus Peymannn, Träger des Lessing-Preises 2012

    »Ist dieser Mann ein Humanist?«

    Vor wenigen Tagen erhielt Theaterregisseur CLAUS PEYMANN, Direktor des Berliner Ensembles, in der Lessingakademie in Wolfenbüttel den diesjährigen Lessing-Preis für Kritik. Die Laudatio hielt der österreichische Dramatiker PETER TURRINI. Er wurde 1944 geboren, seine bekanntesten Werke: der TV-Mehrteiler »Die Alpensaga« und die Stücke »Rozznjogd«, »Josef und Maria«, »Die Minderleister«, »Die Schlacht um Wien«.

  • 21.05.2012
    Feuilleton

    Freude ohne Schaden

    Kurt Felix gestorben

    Freude ohne Schaden
    Von Gabriele Günter

    Er lächelte aus einer Fernsehzeit herüber, in der man den Moderatoren, den Showmastern noch nicht die Mühe ansah, menschenfreundlich zu sein. Der Frage »Verstehen Sie Spaß?« war bei aller Heftigkeit, mit der man ahnungslose Leute vor die grellen Scheinwerfer der Schadenfreude trieb, doch ein ehrlich sorgender Unterton beigemischt ...

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Frisch gebloggt
26.05.2012 | Marcus Meier

Sind Frauen die besseren Politiker?

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