Anna Maldini, Rom 08.07.2008 /

Aufstehen gegen Berlusconi

Italiens Zivilgesellschaft organisiert Protest gegen rechte Regierung

Zwei Monate, nachdem die Regierung von Silvio Berlusconi vereidigt wurde, findet heute Rom die erste große Demonstration gegen die rechte Exekutive und ihre rassistische und antidemokratische Politik statt. Sie wurde nicht von der parlamentarischen Opposition organisiert, sondern von der Zivilgesellschaft. Die Zeitschrift »Micromega« und zahlreiche Intellektuelle haben zu einem »Ringelreihen für die Demokratie« aufgerufen.

Unter den Organisatoren der Anti-Berlusconi-Proteste befindet sich auch der Schriftsteller Umberto Eco, der den Sinn der Demonstration in einem offenen Brief kurz und treffend zusammengefasst hat: Erstens Demokratie heißt nicht, dass die Mehrheit Recht hat. Die Mehrheit hat das Recht zu regieren. Zweitens Demokratie heißt also nicht, dass die Minderheit Unrecht hat. Sie respektiert die Regierung der Mehrheit und immer, wenn sie der Ansicht ist, dass die Mehrheit Unrecht hat oder Dinge tut, die gegen das Gesetz, die Moral oder gegen die Prinzipien der Demokratie selbst verstoßen, erhebt sie ihre Stimme. Und sie muss es mit der größtmöglichen Energie tun, da dies das Mandat ist, das sie von den Bürgern erhalten hat. Wenn die Mehrheit behauptet, dass sie immer Recht hat und die Minderheit nicht zu reagieren wagt, dann ist die Demokratie in Gefahr. So Umberto Eco.

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