Verheerende Luftangriffe der israelischen Armee auf den Gaza-Streifen

»Eine übersteigerte Reaktion«

Moshe Zuckermann zur Gewalteskalation und den israelischen Wahlkampf

Moshe Zuckermann. Der Historiker lehrt an der Universität Tel Aviv.

ND: Die israelische Armee operiert mit drakonischer Härte und schließt auch eine Bodenoffensive nicht aus. Ist Israel im Krieg – was ist das Ziel?
Zuckermann: Ja, das muss man wohl so sehen. Es wird ja heftig geschossen, massenhaft getötet, und ein baldiges Ende ist für die Zivilbevölkerung beider Seiten nicht abzusehen. Offiziell geht es um die Wiederherstellung der Ruhe in Israels Südregion. Aber die übersteigerte Reaktion lässt darauf schließen, dass man auch das Fiasko des zweiten Libanonkrieges zu kompensieren trachtet. Was damals nicht gelang, soll diesmal umso mehr gelingen – und zwar um des schieren Gelingens willen. Man weiß, dass die Hamas militärisch nicht mit der Hisbollah vergleichbar ist und will die Gelegenheit nutzen, einen deutlich schwächeren Feind mit aller Vehemenz niederzuwalzen.

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