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Von Anna Maldini
23.03.2009

Italiens rechte Einheit

Einst war Italien das europäische Land des Antifaschismus. Das Land, in dessen Verfassung steht, dass die italienische Republik »aus dem antifaschistischen Widerstand hervorgeht«, ein Modell für viele europäischen Nachbarn. Jetzt spielt Italien wieder eine ganz besondere Rolle im Nachkriegseuropa. Denn über Italien hält das faschistische Gedankengut direkt Einzug in die europäischen Institutionen.

Die postfaschistische Partei Alleanza Nazionale ging 1994 aus der Movimento Sociale Italiano hervor und die war direkt nach dem Krieg von Giorgio Almirante gegründet worden, einem Mitstreiter von Mussolini bis zuletzt. Der letzte Sekretär dieser MSI war Almirantes Ziehsohn Gianfranco Fini. Und eben dieser löst jetzt die AN auf, damit sie sich mit ihren faschistischen Wurzel in die rechte Einheitspartei »Volk der Freiheit« ergieße.

Sicher, die (Post)-Faschisten waren auch schon in den letzten Jahren in Europa vertreten: aber immer als Juniorpartner, als Koalitionsmitglieder von Berlusconis Gnaden. Jetzt ist das anders: Nun sind sie mit ihren sogenannten Werten integraler Bestandteil der größten italienischen Partei und damit auch der Europäischen Volkspartei, zusammen – zum Beispiel – mit der CDU. Haben Sie da keine Berührungsängste, Frau Merkel?

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