Licht aus für den Klimawandel auch in London.
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(ND/ Agenturen). Ziel des UN-Treffens ist die Vorbereitung der Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen. Dort soll ein Folge-Abkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen werden, das 2012 ausläuft. Hauptstreitpunkte in den Bonner Verhandlungen sind die Reduzierung der Treibhausgase und finanzielle Hilfen für Entwicklungsländer beim Klimaschutz. Die Gespräche dauern bis 8. April und bilden die erste von drei Vorbereitungsrunden für die Weltklimakonferenz.
Umweltschützer warnten im Vorfeld vor schleppenden Verhandlungen, mit denen die letzte Gelegenheit für einen wirksamen Klimaschutz verpasst würde. Sie fordern vor allem von den Industriestaaten, die Führungsrolle zu übernehmen.
»Der Countdown beginnt. Die Regierungen müssen jetzt aus den Startlöchern kommen«, forderte Greenpeace Klima-Experte Karsten Smid. »Ohne die engagierte Führung der Industriestaaten droht die Klimakonferenz in Kopenhagen zu scheitern. In Bonn werden die Weichen dafür gestellt.« Bisher gebe es kaum Anstrengungen, die stockenden Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. »Selbst die sogenannte Klimakanzlerin Angela Merkel bremst inzwischen und setzt beispielsweise für die Automobilindustrie in der EU höhere CO2-Werte durch«, erklärte Smid.
Greenpeace fordert konsequente Schritte in verschiedenen Bereichen, um einen sich selbst verstärkenden Klimawandel zu verhindern: Ab dem Jahr 2015 muss bis 2050 der weltweite CO2-Ausstoß kontinuierlich bis auf nahe null gesenkt werden. Die Gruppe der Industrieländer muss ihre Treib-hausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 verringern.
Auch Entwicklungsländer müssten schrittweise mit Maßnahmen zum Klimaschutz beginnen, um ihren prognostizierten Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um 15 bis 30 Prozent zu kappen, fordert die Umweltorganisation. Das Abholzen der letzten Urwälder trage durch den damit verbundenen CO2-Ausstoß maßgeblich zum Klimawandel bei. Bis zum Jahr 2020 müsse ein internationaler Finanzierungsmechanismus geschaffen werden, um die Entwaldung aufzuhalten. Die Industriestaaten sollen dazu jährlich 30 Milliarden Euro aufbringen, um die Entwicklungsländer beim Schutz der Wälder zu unterstützen. Nur mit dieser Maßnahme sei es möglich, die Vernichtung der Urwälder im Amazonas, im Kongo-Becken, in Indonesien und Papua-Neuguinea bis zum Jahr 2015 zu stoppen.
Als weitere Aktion haben am Samstag weltweit Menschen Lampen, Scheinwerfer und Laternen ausgeschaltet, um gegen die Erd-erwärmung zu demonstrieren. Rund um den Globus wollten sich nach Angaben der Umweltstiftung WWF fast 4000 Städte und Gemeinden in 88 Ländern an der Aktion »Earth Hour« beteiligen. Immer um 20.30 Uhr Ortszeit ging für eine Stunde das Licht aus.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die Menschen rund um den Globus bereits in der vergangenen Woche zu der Aktion im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. »Das ist ein Weg für die Bürger, um eine klare Botschaft zu senden«, sagte er in einer Video- Botschaft.
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