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Von Steffi Bey 01.04.2009 / Berlin / Brandenburg

Goldelse auf Augenhöhe

Samstag eröffnet der Modellpark Wuhlheide zur dritten Saison / Neue Modelle

Ein kleines Frankfurter Tor für die Kleinen im Sommer 2008
Ein kleines Frankfurter Tor für die Kleinen im Sommer 2008

Die Havel braucht dringend Nachschub. Deshalb liegt ein gelber Schlauch im Wasser durch den rauschend das kühle Nass gepumpt wird. Ungewöhnlich leer ist die Glienicker Brücke, die den Fluss überspannt. Gleich dahinter liegt idyllisch die Pfaueninsel. Nur einen Steinwurf entfernt erheben sich der Reichstag, das Pergamonmuseum, die Goldelse und das Brandenburger Tor. Miniaturen so weit das Auge reicht: 60 verschiedene Modelle hauptstädtischer und märkischer Sehenswürdigkeiten gehören inzwischen zum Modellpark Berlin-Brandenburg, der 2007 in einem ehemaligen Stadion in der Wuhlheide öffnete.

An diesem Samstag beginnt die dritte Miniaturen-Saison. In diesen Tagen sind Mitarbeiter der BUS (Bildung, Umschulung, Soziales) gGmbH und Ein-Euro-Jobber dabei, die nachgebauten Kirchen, Schlösser, Rathäuser und Museen zu platzieren. »Bis auf die größten Gebäude haben wir vor dem Winter die meisten abgebaut«, sagt Projektmanager Frank Lewitz. Jetzt werden auch kaputte Fenster und Dächer repariert. Aber das seien Kleinigkeiten, erklärt der Chef. Ansonsten halten alle aus Stein, Kunststoff und Metall bestehenden Sehenswürdigkeiten den Freiluft-Anforderungen Stand. Ein paar Neuigkeiten können die Besucher ab Sonnabend bewundern: Dazu gehören die Dorfkirche Stralau, das Schloss Oranienburg, Teile der Karl-Marx-Allee und die Stadtkirche Kyritz. Im Mai soll das Köpenicker Rathaus dazu kommen.

Zum Teil hat das BUS-Team sein großes Ziel, die ersten Modelle im Maßstab eins zu 25 zu bauen, erfüllt. Denn jeder Berliner Bezirk ist mit einem oder mehreren Gebäuden vertreten. »Jetzt wollen wir noch alle Brandenburger Landkreise auf unserer 3D-Landkarte in der Wuhlheide verewigen«, betont Frank Lewitz.

In fünf Berliner Werkstätten entstehen die aufwendigen Miniaturen. Von Hand gefertigt sind die Einzelteile originalgetreu und bis ins letzte Detail nachgebaut. Die Besucher dürfen die vielen Reliefs, Bögen und Stuckelemente aber nur mit den Augen berühren. Auf kleinen Tafeln sind die Sehenswürdigkeiten erklärt.

Vom 04.04. bis 31.10.2009 ist der Modellpark, nahe Trabrennbahn Karlshorst, täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Informationen Info-Telefon: 47 37 84 20 oder www.modellparkberlin.de

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