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Nazimarsch in Lüneburg blockiert

Polizei musste Demonstration von Rechtsextremisten vorzeitig auflösen

Lüneburg (epd). Mehr als 2000 Menschen haben am Sonnabend in Lüneburg gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstriert. Zur Kundgebung in der Innenstadt hatte ein Bündnis für Demokratie aufgerufen. Den Aufmarsch von rund 250 Rechtsextremen am Nachmittag löste die Polizei nach eigenen Angaben vorzeitig auf, nachdem Gegendemonstranten die geplante Route blockiert hatten.

Während der Kundgebung am Vormittag warben Redner für ein breites gesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus. Zur Demonstration hatten unter anderen Gewerkschaften, Vereine, Parteien und Kirchen sowie Stadt und Universität aufgerufen.

Die Polizei leitete mehr als 190 Strafverfahren ein, darunter 167 gegen die Blockierer, die gegen das Versammlungsgesetz verstoßen hätten. Gegen Rechtsextreme seien unter anderem Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Beamte und Volksverhetzung gestellt worden.

Die Stadt war zuvor mit einem Verbotsantrag vor Gericht gescheitert. Sie hatte den Neonazi-Aufmarsch unter anderem wegen des Datums verboten. Am 11. April 1945 waren in Lüneburg 80 KZ-Häftlinge ermordet worden.

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