Hendrik Lasch, Dessau 18.04.2009 / Inland

Schwache töten einen noch Schwächeren

Mord an Obdachlosem in Dessau war rechtsextreme Tat

Zwei Männer, die im August 2008 in Dessau einen Obdachlosen brutal zu Tode traten, sind zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ihnen wurde auch die für Rechte typische Abscheu für Schwächere angelastet.

Dass Bänder zwischen Halswirbeln gerissen sind, kommt Manfred Kleiber eigentlich nur bei Opfern von Autounfällen unter. Doch der Hallenser Rechtsmediziner musste solch gravierende Verletzungen auch bei Hans-Joachim S. feststellen. Der Obdachlose wurde am 1. August 2008 in der Nähe des Dessauer Bahnhofs von zwei jungen Männern zu Tode getreten – mit schier unglaublicher Brutalität: viele Knochen gebrochen, das Herz zerquetscht, das Gesicht unkenntlich. »Sie haben gegen den Kopf getreten wie gegen einen Fußball», sagt der 64-jährige Kleiber und erklärt, solche Verletzungen seien ihm in vielen Berufsjahren selten untergekommen.

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