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Von Andreas Heinz 21.04.2009 / Berlin / Brandenburg

Im Westen viel Neues

Die Tauentzienstraße und drei Plätze sollen in den nächsten drei Jahren umgestaltet werden

Auf der Tauentzienstraße soll's in Zukunft mehr Grün f
Auf der Tauentzienstraße soll's in Zukunft mehr Grün für Fußgänger geben.

Mit einer »Absichtserklärung« bekundeten gestern Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, der Wirtschaftsstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Marc Schulte (SPD), Jochen Brückmann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) und Klaus-Jürgen Meier (Arbeitsgemeinschaft City), den Westteil der Stadt rund um den Zoologischen Garten neu zu gestalten. In die Jahre gekommene Straßen und Plätze wollen sie aufpeppen. Aber wie verbindlich ist eine Absicht, etwas zu realisieren?

»Diese Erklärung ist eine Vereinbarung, die Bestand haben wird«, erläuterte Jochen Brückmann, bei der IHK zuständig für Infrastruktur und Stadtentwicklung. Für insgesamt 750 000 Euro soll im Westen viel Neues geschehen. Damit werde das mit der Unterzeichnung geschaffene Regionalmanagement City West »das pulsierende Herz der Stadt« neu beleben. Drei Jahre ist dafür Zeit. »Hier finden sich Institutionen und touristische Highlights, die das Image Berlins seit Jahrzehnten prägen. Um in der Konkurrenz der Metropolen bestehen zu können, ist es deshalb wichtig, auch die attraktive, gut funktionierende City West weiter zu stärken«, sagte die Baudirektorin. Das Regionalmanagement versteht sich als Ideenbörse und soll die Vorschläge von privaten und öffentlichen Betreibern miteinander vernetzen.

Als erstes werden die Pläne zur Neugestaltung der vierspurigen Tauentzienstraße zwischen Wittenberg- und Breitscheidplatz umgesetzt. »Nach unterschiedlichen Auffassungen über das künftige Bild dieser Einkaufsstraße haben wir uns nun geeinigt«, meinte Brückmann. Viele Geschäftsleute hatten für breitere Gehsteige und einen schmaleren Mittelstreifen plädiert. »Ich finde es schade, dass das nicht passiert«, bedauerte Brückmann. »Aber wir sind eine tolerante Stadt.«

Die Baudirektorin erklärte, warum die Mittelpromenade auf der 45 Meter breiten Tauentzienstraße zwölf Meter breit bleiben muss und auch die Gehwege nicht größer werden können: »Unter der Mittelpromenade verläuft der U-Bahn-Tunnel, von dem die Notausstiege nach oben führen. Deshalb sind wir da festgelegt. Auch an den Fahrbahnbreiten können wir nichts ändern. Auf der Straße fahren täglich allein 828 BVG-Busse.«

Momentan saniert die BVG die Decken des U-Bahn-Tunnels. Am Wittenbergplatz sollen die Arbeiten noch im Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Dann kann die 620 000 Euro teure Sanierung des »Tauentzien« beginnen. Fußgänger sollen nach dem Umbau zum U-Bahnhof gelangen, ohne eine Straße zu überqueren zu müssen, die Mittelpromenade soll durchgängig und grüner werden. Später sollen der Hardenbergplatz, der Olivaer und der Lehniner Platz neu gestaltet werden.

Das Regionalmanagement zieht Anfang Juli in das Amerikahaus an der Hardenbergstraße ein. Auch Vertreter der Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Mitte sitzen im Management.

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