Aktionsakademie von Attac: Üben, wie man auffällt
(ND). Gute Aktionen helfen, mit seinen Forderungen besser wahrgenommen zu werden. Doch gute Aktionen fallen nicht vom Himmel: Straßentheater, kreative Info-Stände, spektakuläre Transpi-Einsätze, ausdrucksstarke Demonstrationen oder Ziviler Ungehorsam wollen gelernt sein. Attac bietet deshalb auch dieses Jahr wieder seine Aktionsakademie an. Sie findet vom 20. bis 24. Mai in Köln statt (Freie Waldorfschule Köln, Weichselring 6-8). In mehrtägigen Seminaren können Politaktivisten und solche, die es werden wollen, üben, wie man Kreuzungen blockiert, Straßentheater veranstaltet, Samba trommelt, Großpuppen baut, wie Kommunikationsguerilla funktioniert oder wie man irgendwo hochklettert. Zudem stehen Workshops zu Moderationstechniken, Stelzen-Laufen, Formen direkter Aktion, rechtlichen Fragen oder Internet-Verschlüsselung auf dem Programm. Bei einer Aktion am Samstag in der Innenstadt können die Teilnehmer das Erlernte gleich in die Praxis umsetzen.
www.attac.de
BUKO-Kongress in Lüneburg
(ND). »Under Construction« heißt der Titel des diesjährigen Kongresses der Bundeskoordination Internationalismus, bei dem sich Menschen aus dem undogmatisch internationalistischen Spektrum versammeln. Den »Transformationen in Zeiten der Krise« will sich die BUKO32 vom 21. bis 24. Mai in Lüneburg anhand dreier Themenblöcke nähern: Weltwirtschaft, Klima, Bildung. An den vier Kongresstagen werden auf dem Campus der Leuphana-Universität über 100 Workshops und Veranstaltungen stattfinden. Der Kongress ist international besetzt: Zu Gast sind AktivistInnen aus Italien und Griechenland, die sich dort gegen die Privatisierung von Bildung einsetzen. Aus New York kommen Vertreter der Gruppe Midnight Notes, um über die Finanzkrise zu diskutieren. Mit Sudha Reddy ist eine Vertreterin der indischen Organisation South Asian Dialogues on Ecological Democracy in Lüneburg, um über die fatalen Auswirkungen, die der Klimawandel auf die Länder des globalen Südens hat, zu berichten. www.buko.info
Demo gegen Evangelikale in Marburg
(ND). Ein Bündnis hat Proteste gegen einen evangelikal geprägten Kongress für Psychotherapie und Seelsorge angekündigt, der vom 20. bis 24. Mai in Räumen der Universität und Stadt Marburg stattfinden wird. Unter dem Motto »Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus« soll unter anderem gegen die Teilnahme von Referenten protestiert werden, die die »Heilung von Homosexualität« propagieren. Nicht nur einige wenige Seminare seien in einem wissenschaftlichen Rahmen untragbar, sagt die Sprecherin Nora Nebenberg. »Religiös-fundamentalistische Positionen sollten grundsätzlich keine öffentlichen Räume zur Verfügung gestellt werden.« Als besonders problematisch bezeichnet das Bündnis das angekündigte Seminar »Abtreibung als Trauma« unter Leitung von Angelika Pokropp-Hippen.
Pokropp-Hippen, die der christlichen Anti-Abtreibungs-Bewegung angehört, beschreibe Schwangerschaftsabbrüche als »aggressiven Akt des Tötens«, durch den die Frau sich »zur Giftmörderin ihres Kindes« mache. Es sei ein »Skandal«, dass ihre Positionen von der Akademie für Seelsorge und Psychotherapie, der Stadt Marburg und der Universität als wissenschaftlich anerkannt würden, so Nebenberg. Die Demo gegen den Kongress startet am 21. Mai 10.30 Uhr am Hauptbahnhof Marburg.
noplace.blogsport.de
Preis: 12,95 €
Preis: 14,00 €
17:00 Uhr, Berlin