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Nadeshda Babkina mit ihrer Gruppe sorgte für volle Ränge auf der Tribüne.
Foto: Uta Herrmann
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»Auch die diesjährigen und nun schon dritten Deutsch-Russischen Festtage waren ein voller Erfolg. An den drei Veranstaltungstagen strömten über 150 000 Besucher auf die Trabrennbahn Karlshorst. Das vielseitige und abwechslungsreiche Programm und das reichhaltige kulinarische Angebot wurde sowohl von unseren russischen als auch unseren deutschen Gästen hervorragend angenommen«, freut sich in seiner Bilanz André Nowak, Vorsitzender des Vereins Deutsch Russische Festtage.
Mit traditionellen russischen Volksliedern im neuen musikalischen Gewand begeisterte im Eröffnungskonzert Nadeshda Babkina mit ihrem Ensemble »Russkaja Pesnja«. Tausende sangen und tanzten mit, auf den Rängen mit dem Russischen Botschafter, Vladimir Kotenev, Gästen aus der Partnerstadt Moskau, aus Kaliningrad, der Stiftung Russkij Mir, Abgeordneten und vielen anderen. Auf dem grünen Rasen standen die Besucher dicht gedrängt vor der Bühne. Lieder voller Fröhlichkeit und schnellen lauten Rhythmen oder verhalten schwermütig – das Publikum ging mit ganzer Seele mit. Auch danach beim diesjährigen Hauptstadt-Auftritt der Gruppe »Silly«.
In einem dem Kreml nachempfundenen Literaturzelt wurden nicht nur Gegenwartsliteratur beider Länder gelesen, sondern auch die Sieger des erstmals ausgetragenen Wettbewerbs »Puschkin heute/Puschkin in meinem Leben« geehrt. Einen der zwei Hauptpreise erhielt der 18-jährige Gymnasiast Aleksej Tikhonov. Der Max-Planck-Oberschüler schrieb einen Aufsatz und verglich das heutige mit dem Bildungssystem zu Zeiten Puschkins. »Damals war es seeliger, die Verbindung zwischen Schüler und Lehrer enger«, erklärt der junge Mann, der vor sechs Jahren aus Wolgograd nach Berlin kam. Sein Russischlehrer hatte die Klasse angeregt, sich am Kreativwettbewerb anlässlich des 210. Geburtstages Puschkins zu beteiligen. Der Sieg wird ihn nun für einige Tage nach Moskau führen.
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Foto: Uta Herrmann
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»Bei der deutschlandweit größten deutsch-russischen Kulturveranstaltung spielen auch soziale Anliegen eine wichtige Rolle«, erklärte André Nowak. So organisierten deutsche und russische Sportvereine sowie Schalke 04 unter dem Motto »Integration durch Sport – beFair – gegen Gewalt« Vorführungen, Aktionen und Wettkämpfe.
Eine erstmals durchgeführte Besucherumfrage zeigt, dass über 95 Prozent die Festtage weiter- empfehlen und auch im nächsten Jahr wiederkommen möchten. Den Termin können sie sich schon vormerken. »2010 ist geplant, unser Festival vom 11. bis 13. Juni, also wieder um den russischen Nationalfeiertag, durchzuführen«, meinte Nowak optimistisch.
Aktuelle Ausgabe: 23.05.2012
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