(ND-Kietzmann). Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen einen Berliner Pressefotografen eingestellt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sich der Fotograf einer Straftat schuldig gemacht habe. Im Juni hatten Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) seine Wohn- und Redaktionsräume durchsucht. Der Pressefotograf T. sagte dem ND, dass er die Rechtswidrigkeit der Durchsuchung auf dem Klageweg prüfen lassen werde. Außerdem habe er inzwischen Anzeige wegen falscher Verdächtigungen gegen einen Zivilpolizisten erstattet.
Hintergrund der Hausdurchsuchung war die von T. gegenüber eines ihm bekannten LKA-Beamten geäußerte Verabschiedungsfloskel »wird ja bestimmt wieder eine lange Nacht«. Nachdem einige Stunden später ein Brandanschlag auf das Logistikunternehmens DHL verübt wurde, leitete das LKA Ermittlungen wegen »Nichtanzeigens geplanter Straftaten« ein. Linkspartei, Grüne und Journalistenverbände kritisierten die Durchsuchungsaktion.
Aktuelle Ausgabe: 23.05.2012
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