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Ferrero-Waldner lobt Kuba

EU mit Beziehungen »sehr zufrieden«

Die EU-Kommissarin für Auswärtige Beziehungen, Benita Ferrero-Waldner, hat am Donnerstagabend in Kuba ihre Lateinamerika-Reise beendet. Sie war am Morgen überraschend in Kuba eingetroffen.

Havanna (AFP/ND). EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hat bei einem Kurzbesuch in Havanna die Zusammenarbeit Kubas mit der Europäischen Union gelobt. Der Chef der EU-Delegation in Kuba, der Spanier Javier Niño, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag (Ortszeit), Ferrero-Waldner sei angesichts der Fortschritte im Kooperationsprogramm zwischen der EU und Kuba »sehr zufrieden«. Bei ihrem rund achtstündigen Aufenthalt in Havanna wurde die EU-Kommissarin den Angaben zufolge von Außenminister Bruno Rodriguez, Außenhandelsminister Rodrigo Malmierca und Kulturminister Abel Prieto empfangen. Zu einem von der EU gewünschten Treffen mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro kam es aber nicht. Dieser war erst am Morgen von einer langen Reise durch Afrika nach Kuba zurückgekehrt

Die EU hatte 2003 wegen der Verhaftung von 75 Dissidenten Sanktionen gegen Kuba verhängt, die Strafmaßnahmen aber vergangenes Jahr aufgehoben und sich mit Havanna im Rahmen eines Kooperationsprogramms auf die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit verständigt. Der Schritt ging vor allem auf die Initiative Spaniens zurück, um den 2008 neu angetretenen Staatschef Raúl Castro in seinen Reformen zu bestärken. Von den 75 verhafteten Dissidenten sitzen noch rund 50 in Haft.

Die EU hat Kuba für dieses Jahr bereits Hilfen in Höhe von 41,5 Millionen Euro zugesichert. Davon sollen 37 Millionen Euro in Kooperationsprojekte und humanitäre Hilfe fließen. Im vergangenen Jahr hatten drei Orkane in Kuba Schäden von schätzungsweise zehn Milliarden Dollar angerichtet.

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