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11.08.2009

Düstere Wahlaussichten

UN-Gesandter für Afghanistan: Ernste Probleme / Neue Angriffe

Während die UNO wegen der Gewalt in Afghanistan eine niedrige Wahlbeteiligung befürchtet, warnt der Chef der internationalen Truppen in Afghanistan, US-General McChrystal, vor wachsender Stärke der Taliban.

Kabul (AFP/dpa/ND). Zehn Tage vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban erneut Regierungs- und Polizeigebäude angegriffen. Bei den Attacken in der Provinz Logar nahe Kabul starben am Montag nach Behördenangaben mindestens ein Polizist und ein Selbstmordattentäter.

Die Aufständischen eröffneten von nahe gelegenen Hochhäusern aus das Feuer auf ein Polizeigebäude und den Sitz der Provinzregierung in Pul-i-Alam, wie ein Regierungssprecher sagte. Im Anschluss sei es in der etwa 50 Kilometer südlich von Kabul gelegenen Stadt zu Schusswechseln zwischen Taliban-Kämpfern und afghanischen Sicherheitskräften gekommen. Einem Selbstmordattentäter sei es gelungen, sich in dem Regierungssitz in die Luft zu sprengen. Die Taliban selbst sprachen von sechs Selbstmordattentätern und 21 Toten.

In Kundus sprengte sich ein Attentäter neben einem belgischen Militärkonvoi in die Luft. Nach Polizeiangaben kamen dabei jedoch weder Soldaten noch Zivilisten zu Schaden. Die Bundeswehr teilte mit, in dem Konvoi seien keine Deutschen mitgefahren.

Der neue US-Befehlshaber Stanley McChrystal sagte dem »Wall Street Journal« vom Montag, die Taliban hätten die Oberhand in Afghanistan gewonnen. Sie seien nun auch zunehmend im Norden und Westen des Landes eine Bedrohung. Daher würden die USA ihre Strategie ändern und mehr Soldaten in den bevölkerungsreichen Gebieten einsetzen. Der Schutz der afghanischen Bevölkerung habe Vorrang vor der Verfolgung der Aufständischen. Nach der von Präsident Barack Obama initiierten Truppenaufstockung sollen bis Ende des Jahres 68 000 USA-Soldaten in dem Land stationiert sein.

Die afghanische Wahlbehörde teilte mit, dass die Abstimmung in mehreren Gebieten aufgrund der anhaltenden Gewalt unter Umständen verschoben werden müsse. Wo die Sicherheit nicht garantiert werden könne, werde es »ernsthafte Probleme« geben, sagte der Vizechef der Wahlbehörde, Zekria Baraksai, vor Journalisten in Kabul. In 35 Distrikten seien afghanische und internationale Truppen derzeit in Kämpfe mit Aufständischen verwickelt, neun Distrikte würden von den Aufständischen kontrolliert. Er rechne damit, dass insgesamt 93 von etwa 7000 Wahllokalen am 20. August geschlossen bleiben werden.

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