Caroline M. Buck 19.08.2009 /

Sieg des Kinos über die Geschichte

Inglourious Basterds von Quentin Tarantino

Quentin Tarantino hat einen historischen Märchenfilm gedreht, und dank Christoph Waltz ist ein Kunstwerk draus geworden. »Inglourious Basterds« ist filmisches Gedankenspiel über Holocaust und Widerstand, jüdische Rachefantasie und explosiver Gegenentwurf zur realen Geschichtsschreibung, die das Ende von Drittem Reich und Zweitem Weltkrieg für den Mai 1945 verzeichnet – bei Tarantino findet der Spuk schon 1944 ein Ende. Dass dieser fiktive Befreiungsschlag nicht unblutig abgeht, sondern als kaltblütig inszeniertes, Holocaust-zitierendes Glutofeninferno in spektakulären Bildern Hunderte von Toten fordert, fällt wohl unter die moralische Kategorie Tyrannenmord und lässt sich – zumal als Genrefilm-inspirierter Leinwandwunschtraum – zumindest ansatzweise rechtfertigen.

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