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22.09.2009

Unsinnige Lebertherapie

Selbstbehandlung als Humbug entlarvt

Eine im Internet empfohlene Selbstbehandlung des Gallensteinleidens ist als medizinischer Humbug überführt.

Die nach der Behandlung im Stuhlgang auftretenden Ablagerungen sind gar keine Gallensteine, sondern eine Zusammenklumpung der Mittel, welche die Patienten zur Leberreinigung eingenommen haben, berichten Mediziner in der »Deutsche Medizinischen Wochenschrift«.

Die Selbsttherapie wird im Internet als Leberreinigung oder Gallenspülung propagiert. Den Patienten wird geraten, nach zwölfstündigem Fasten eine größere Menge Olivenöl und Grapefruitsaft zu trinken, gefolgt von Bittersalz und Wasser. Am nächsten Tag finden sie dann im Stuhlgang eine Vielzahl von grünlich-gelblichen, steinartigen Gebilden. Für viele Menschen ein klarer Beweis, dass die Behandlung die Gallenblase spült und Gallensteine beseitigt. Sogar Heilpraktiker seien von dem Verfahren überzeugt, berichten Nils Ewald und Philip D. Hardt vom Universitätsklinikum Gießen, die im Internet mehr als 500 000 Hinweise auf die Therapie fanden.

Die Autoren ließen die Ausscheidungen eines Patienten, der wegen vermuteter massiver Neigung zur Gallensteinbildung in ihre Klinik kam, untersuchen. Diese wiesen weder die kristalline Struktur von Gallensteinen auf noch enthielten sie deren Bestandteile Cholesterin, Bilirubin oder Kalzium. Nach Erfahrung der Mediziner haben Selbstdiagnosen und Selbsttherapien dieser Art in letzter Zeit zugenommen. Die Ursache sehen sie in der leichten Verfügbarkeit medizinischer Informationen im Internet. Für Laien sei es häufig schwierig, seriöse Aussagen von persönlichen Meinungen oder gar von Scharlatanerie zu unterscheiden. ND

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