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01.10.2009

Klimawandel kürzt Nahrungsreserven

Umweltexperte warnt vor Hungersnöten

Der US-Umweltexperte Lester Brown befürchtet eine extreme Verknappung von Lebensmitteln infolge des Klimawandels. Dabei scheut er auch drastische Vergleiche mit Katastrophen im Altertum nicht.

Washington (epd/ND). Der Präsident des Earth Policy Institute warnt in seinem am Mittwoch in Washington vorgestellten neuen Buch vor einer Bedrohung der Zivilisation infolge von Nahrungsmangel. Die Hauptursachen sieht der Wissenschaftler im weltweiten Temperaturanstieg und in falschen Bewässerungsmethoden. Bereits jetzt hungerten weltweit mehr als eine Milliarde Menschen.

Wenn der Klimawandel nicht gestoppt werde, sei der Niedergang der modernen Zivilisation ähnlich dem der Sumerer in Mesopotamien oder der Mayas in Mittelamerika »nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich«, schreibt Brown in seinem Buch »Plan B 4.0: Mobilisierung zur Rettung der Zivilisation«. Der Ausstoß des Treibhausgases CO2 müsse bis 2020 um 80 Prozent verringert werden, um den Klimawandel noch zu stoppen.

Nur so gebe es eine Chance, »den Eisschild von Grönland und zumindest die großen Gletscher Asiens« zu erhalten, schreibt Brown. Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen sei weltweit in den vergangenen beiden Jahren stark vorangetrieben werden. Mit einer »kriegsähnlichen Mobilisierung« könne man die Zivilisation noch retten, man müsse aber jetzt handeln, mahnt der Umweltexperte.

Ursachen der drohenden Lebensmittelknappheit seien nicht wie früher singuläre und zeitlich begrenzte Ereignisse wie schwere Dürre und Hitzewellen, sondern das Sinken des Grundwasserspiegels, der Anstieg des Meeresspiegels sowie die Gletscherschmelze, heißt es in der Studie.

Als Beispiel für falsche Bewässerungsmethoden nennt der Wissenschaftler Saudi-Arabien. Dort sei bis vor kurzem mit hochgepumptem Grundwasser genug Weizen für alle Bewohner produziert worden. 2008 sei bekannt geworden, dass die Grundwasservorräte nahezu erschöpft sind. Daher müsse ab 2016 der gesamte Weizen importiert werden. Auch in Indien würden laut Weltbank 15 Prozent des Getreides mit Wasser aus Brunnen angebaut, die vom Austrocknen bedroht seien. In China sei es ähnlich. «Alarmierend« sei die Gletscherschmelze im Himalaja. Diese speisten viele Flüsse in Asien wie den Ganges, den Jangtse und den Gelben Fluss. Katastrophale Auswirkungen werde auch der Anstieg des Meeresspiegels haben, wenn die Reisfelder im Mekong-Delta und in Bangladesch überflutet werden.

Das von Brown geleitete Earth Policy Institute befürchtet wegen der Nahrungsmittelengpässe massive gesellschaftliche und politische Spannungen und den faktischen Kollaps von Staaten, denen Lebensmittel, Ackerland und Wasser ausgehen. Getreideproduzierende Nationen würden die Preise in die Höhe treiben, was auf Kosten der armen Länder gehe.

Wohlhabende Länder, in denen Wasser und Agrarflächen knapp werden, kauften schon heute Boden in ärmeren Staaten. So nutze Südkorea in Sudan 690 000 Hektar Ackerland zum Anbau von Weizen.

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