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07.10.2009

Streiks bei France Télécom

Beschäftigte: Druck führte zur Selbstmorden

Paris (dpa/ND). Nach einer Serie von Selbstmorden von Mitarbeitern haben Beschäftigte von France Télécom am Dienstag mit einem Streik gegen die Verschärfung der Arbeitsbedingungen protestiert. An dem Ausstand beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaften 30 bis 40 Prozent der Mitarbeiter. Das Unternehmen sprach dagegen nur von 15 Prozent Streikenden.

In den vergangenen 18 Monaten hatten sich 24 Mitarbeiter von France Télécom das Leben genommen. Die Gewerkschaften werten das als Ergebnis der unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Konzern. Unter anderem war das Programm »time to move« zum schnellen Stellenwechsel eingeführt worden. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern zudem 22 000 Stellen gestrichen.

Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hatte Konzernchef Didier Lombard Ende September eigens ins Ministerium zitiert und zur Unterstützung der Mitarbeiter aufgerufen. Der für seinen harten Sparkurs bekannte Vizechef des Unternehmens, Louis-Pierre Wenes, wurde am Montag auf Druck der Gewerkschaften entlassen. Zu seinem Nachfolger wurde Lagardes früherer Kabinettsdirektor Stéphane Richard ernannt. Richard erklärte am Dienstag, die Selbstmorde hätten ihn erschüttert. Er versprach eine »soziale Erneuerung, die das Unternehmen nötig« habe.

Auf den Plakaten der Demonstranten wurde das Unternehmen hart angegriffen. So hieß es »La vie n'a pas de prix« (»Das Leben ist unbezahlbar«).

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